RTX Spark: Erste Nvidia-Laptops im Handel, beim Gaming bleiben Tests hinter den Herstellerangaben zurück
Beim Gaming messen Tester etwa 60 statt der von Nvidia genannten über 100 fps. Beim Akku stehen Nvidias Versprechen und der Testeindruck gegeneinander, belastbare Messungen fehlen. Die Preise reichen laut Testzusammenfassung bis 6.999,99 Dollar.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Nvidia meldet Verfügbarkeit von RTX-Spark-Laptops von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI.
- RTX Spark bietet laut Nvidia bis zu 128 GB Unified Memory und bis zu 1 Petaflop FP4-KI-Leistung.
- Die ersten Notebooks standen ab 16. Oktober 2026 in den Regalen; Vorbestellungen liefen seit 7. Oktober.
- Der N1X kombiniert bis zu 20 Arm-Kerne mit einer Blackwell-GPU und bis zu 128 GB LPDDR5X-9400.
- Der N1X gibt es mit 20 CPU-Kernen und 6.144 CUDA-Kernen oder mit 18 CPU-Kernen und 5.120 CUDA-Kernen.
Sechs Hersteller, Verkaufsstart am 16. Oktober, Desktops im November
Nvidia hat die ersten Windows-on-Arm-Laptops mit dem Superchip RTX Spark in den Handel gebracht. Seit dem 16. Oktober 2026 stehen Notebooks von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI in den Regalen. Weitere Systeme sollen folgen. Vorbestellungen liefen bereits seit dem 7. Oktober. Kompakte Desktops sollen laut Nvidia im November erscheinen.
In Deutschland begann der Verkauf am Freitagabend im Xperion am Berliner Alexanderplatz. Besucher probierten Demos zu KI-Agenten, kreativen KI-Workflows und Gaming aus. Fünf von ihnen gewannen einen von Jensen Huang signierten Laptop.
N1X: Zwei Varianten mit 20 oder 18 CPU-Kernen
Der N1X vereint ein MediaTek-Design mit bis zu 20 Arm-Kernen und einer Blackwell-GPU auf einem Chip. TSMC fertigt ihn in 3 Nanometern. Die CPU besteht aus zehn Cortex-X925 mit bis zu 4,1 GHz und zehn Cortex-A725 mit bis zu 2,8 GHz. Laut Notebookcheck taktet die GPU mit bis zu 2.535 MHz. CPU und GPU teilen sich bis zu 128 GB LPDDR5X-9400, die maximale Speicherbandbreite liegt bei 300 GB/s. NVLink mit 600 GB/s verbindet beide Chipteile. Die maximale TDP beträgt 80 Watt bei mobilen Systemen und bis zu 120 Watt bei Desktops.
Der Name N1X steht für zwei Ausführungen. Die große hat 20 CPU-Kerne und 6.144 CUDA-Kerne. Die kleinere kommt auf 18 CPU-Kerne (9 plus 9) und 5.120 CUDA-Kerne. Käufer müssen deshalb im Datenblatt des Geräts prüfen, welche Variante verbaut ist. Der Gerätename allein verrät es nicht.
Neu ist der Chip technisch nur eingeschränkt. Laut LTT Labs beruht er praktisch auf demselben GB10-Grace-Blackwell-Superchip wie der DGX Spark vom Oktober 2025. Die CPU-Kerndesigns stellte Arm im Mai 2024 vor. Inzwischen hat die C-Serie sie abgelöst.
Preise: Von 2.599 bis 6.999,99 Dollar
Die Preisangaben stammen aus verschiedenen Quellen und meinen nicht alle dasselbe. Vor dem Start nannte eine Schätzung rund 2.899 US-Dollar und mehr für N1X-Geräte. Für die Entwicklerplattform war zuvor ein Preis ab 2.599 Dollar berichtet worden.
Laut einer Testzusammenfassung kosten Laptops mit großen Chips 3.199,99 bis 6.999,99 Dollar. Versionen mit weniger Kernen starten nahe 2.599,99 Dollar. Die Speicherstufen reichen von 32 bis 128 GB.
Ob sich gegenüber der Entwicklerplattform etwas geändert hat, lässt sich aus dem Material nicht beantworten. Die Quellen vergleichen keine gleichen Konfigurationen.
Für Deutschland nennt GameStar unter Berufung auf ComputerBase vorbestellbare Notebooks ab 2.900 Euro. Welches Gerät gemeint ist, bleibt im vorliegenden Auszug offen, weil der Text abgeschnitten ist. Die Angabe lässt sich deshalb weder einer Chipvariante noch einer Speicherstufe zuordnen.
Gaming: Nvidia nennt über 100 fps, Tester messen etwa 60
Nvidia wirbt damit, AAA-Spiele in 1440p mit über 100 Bildern pro Sekunde darzustellen. Die Tester kommen auf etwa 60 fps, bei mittleren Einstellungen oder bei hohen Einstellungen mit Upscaling. Das gilt für Black Myth: Wukong, Cyberpunk 2077, Returnal und Jedi Survivor. Die GPU-Leistung ordnen sie grob zwischen einer RTX 5060 und einer RTX 5070 Laptop ein. CPU-lastige Titel wie Helldivers 2 und Star Wars Zero Company ruckeln, VR lief instabil.
Die Ursache der Lücke ist offen. Möglich sind andere Titel, andere Einstellungen oder der Einsatz von DLSS und Frame Generation bei Nvidias Messungen. Das bleibt eine Vermutung, denn das Material nennt Nvidias Messbedingungen nicht. Eine Zahl ohne Titel und Einstellungen lässt sich nicht nachstellen. Außerdem beruhen die Tests auf Beobachtungen aus einer Woche.
Windows on Arm: Adobe und x86-Apps laufen, Fehler treten vereinzelt auf
Nvidia verspricht ab dem ersten Tag Unterstützung, etwa für Photoshop und Premiere, lokale KI-Agenten und Spiele. Laut Nvidia läuft CUDA nativ auf dem Chip. Die Tests stützen das zum Teil. Adobe-Werkzeuge und viele x86-Anwendungen laufen über Windows' Emulationsschicht Prism gut. Vereinzelt treten Glitches und Darstellungsprobleme im Dark Mode auf.
Getestet wurden Microsofts Surface Laptop Ultra, das Asus ProArt P16, das Lenovo Yoga 9n, das Lenovo Pro 9n 15 und das HP OmniBook Ultra 16. Surface und ProArt haben laut LTT Labs identische N1X-Konfigurationen. Sie unterscheiden sich beim Speicher mit 128 und 64 GB. Über Anwendungen, die in den Tests nicht vorkommen, lässt sich daraus nichts ableiten.
Akku und Hitze: Die Aussagen stehen gegeneinander
Nvidia bezeichnet RTX Spark als energieeffizientesten RTX-Chip, der je entwickelt wurde. Das Unternehmen verspricht schlanke Laptops, die den ganzen Tag durchhalten. Die Tester halten die Geräte dagegen für akkubegrenzt und zu heiß. Das ist ein Testeindruck, kein gemessener Befund.
Entscheiden lässt sich das derzeit nicht. Konkrete Akkumessungen enthält das Material nicht, und für Nvidias Aussage fehlen die Messbedingungen. Beide Seiten liefern damit Eindrücke oder Werbeaussagen. Belastbar wird das Urteil erst mit unabhängigen Laufzeit- und Effizienzmessungen unter definierten Lasten.



