EU plant strengere Regulierung für ChatGPT-Suche und Roblox
Die Europäische Kommission will die Suchfunktion von ChatGPT und die Spieleplattform Roblox als systemrelevant einstufen. Grund sind die gemeldeten Nutzerzahlen, die die DSA-Schwelle überschreiten.
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◆ Fakten auf einen Blick
- OpenAI hat für die ChatGPT-Suchfunktion 120,4 Millionen monatliche Nutzer in der EU gemeldet.
- Roblox hat für den Sechsmonatszeitraum bis 13. Februar 2026 rund 48 Millionen monatliche Nutzer in der EU gemeldet.
- Der Digital Services Act legt eine Schwelle von 45 Millionen monatlichen Nutzern in der EU für die Einstufung als VLOP oder VLOSE fest.
EU plant strengere Regulierung für ChatGPT-Suche und Roblox
Die Europäische Kommission bereitet offenbar die Einstufung von zwei weiteren Diensten als systemrelevant nach dem Digital Services Act (DSA) vor. Wie Bloomberg unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person berichtet, soll die Suchfunktion von ChatGPT als „sehr große Suchmaschine“ (Very Large Online Search Engine, VLOSE) und die Spieleplattform Roblox als „sehr große Online-Plattform“ (Very Large Online Platform, VLOP) designiert werden. Auslöser sind die jüngsten Nutzerzahlen, die beide Unternehmen an die EU gemeldet haben und die die gesetzliche Schwelle von 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der Union deutlich überschreiten. OpenAI bezifferte die durchschnittliche monatliche Nutzerzahl der ChatGPT-Suche nach eigenen Angaben auf 120,4 Millionen. Roblox meldete für den Sechsmonatszeitraum bis zum 13. Februar 2026 nach eigenen Angaben rund 48 Millionen monatliche Nutzer in der EU. Die Kommission könnte die Einstufung bereits im August bekannt geben.
Mögliche Auflagen durch den Digital Services Act
Mit der Einstufung als VLOP oder VLOSE wären für die betroffenen Unternehmen umfassende Pflichten verbunden. Sie müssten systematische Risikobewertungen durchführen, die insbesondere systemische Gefahren wie die Verbreitung illegaler Inhalte oder negative Auswirkungen auf Grundrechte analysieren. Zudem schreibt der DSA jährliche unabhängige Prüfungen dieser Risikobewertungen sowie erweiterte Transparenzpflichten vor. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Die Kommission hat die Einstufung noch nicht offiziell bestätigt, doch die gemeldeten Nutzerzahlen liegen deutlich über der Schwelle von 45 Millionen monatlichen Nutzern, die eine solche Designation auslöst.
DSAR als Druckmittel? Die Community diskutiert Grenzen und Chancen
Während Low-Dark8393 in r/ChatGPT bereits 29 versteckte Experimente aufdeckt und formelle DSAR-Beschwerden einreicht, dämpft FarrinGalharad76 in r/ChatGPT die Erwartungen: Aus HR- und IT-Erfahrung seien solche Anfragen kein Allheilmittel, da Unternehmen Daten oft nur unzureichend herausgeben. Chroma_Dias in r/ChatGPT hält dagegen, dass OpenAI selbst exakte Nutzerverknüpfungen protokolliere – ein Hinweis, dass die geplante EU-Regulierung solche Praktiken künftig transparenter machen könnte.


