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Eltern fühlen sich bei KI unsicher

Umfrage: 28 Prozent unsicher, 55 Prozent wollen Wissenslücke schließen

· Veröffentlicht: 18.08.2026 ·2 Min Lesezeit
Eltern fühlen sich bei KI unsicherMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Mehr als jedes vierte Elternteil fühlt sich im Umgang mit Anwendungen von Künstlicher Intelligenz (KI) eher unsicher.
  • Nur 20 Prozent der befragten Eltern sind davon überzeugt, KI-Anwendungen sehr sicher zu beherrschen.
  • 48 Prozent geben 'eher sicher' an.
  • 28 Prozent schätzen sich als eher unsicher oder sehr unsicher ein.
  • 55 Prozent würden diese Wissenslücke gern schließen wollen.
  • Deutlich kompetenter empfinden sich die befragten Eltern beim Umgang mit Suchmaschinen, Messenger-Diensten und Wikipedia.

Mehr als jedes vierte Elternteil fühlt sich bei KI unsicher

Eine repräsentative Umfrage der Hamburger Körber-Stiftung zeigt: 28 Prozent der befragten Eltern schätzen sich im Umgang mit KI-Anwendungen als eher unsicher oder sehr unsicher ein. 48 Prozent geben an, solche Anwendungen eher sicher zu beherrschen, nur 20 Prozent sind sehr sicher. Die Unsicherheit eines Teils der Eltern lässt sich plausibel auf die relative Neuheit und Komplexität von KI zurückführen: Neuartige Technologien erfordern den Aufbau neuer mentaler Modelle, und komplexe Systeme mit vielen Einflussfaktoren sind schwerer zu durchschauen, was das Gefühl von Kontrolle mindert. Anders als bei etablierten digitalen Werkzeugen, die Eltern oft seit Jahren nutzen und deren Bedienung durch wiederholte Anwendung zur Routine geworden ist, fehlt bei KI diese gewachsene Vertrautheit. Die schnelle Weiterentwicklung führt dazu, dass einmal erworbenes Wissen rasch veraltet, und die oft intransparente Funktionsweise – etwa bei Empfehlungsalgorithmen – erschwert es, Ursache und Wirkung nachzuvollziehen. Beides verstärkt Unsicherheit. Die 20 Prozent sehr sicheren Eltern könnten über mehr Vorerfahrung verfügen, etwa durch berufliche Nutzung oder die Begleitung ihrer Kinder; regelmäßige Exposition kann Selbstvertrauen aufbauen.

Eltern wollen Wissenslücke schließen – bei anderen digitalen Tools sicherer

55 Prozent der befragten Eltern möchten ihre Wissenslücke im Umgang mit KI schließen. Bei Suchmaschinen, Messenger-Diensten und Wikipedia fühlen sie sich deutlich kompetenter. Die höhere Kompetenz dort lässt sich durch die längere Nutzungsdauer erklären: Über Jahre haben Eltern Routinen entwickelt, die Bedienung ist automatisiert und sie können Ergebnisse zuverlässig einschätzen. Diese gewachsene Vertrautheit fehlt bei KI-Anwendungen, die erst seit kurzer Zeit im Alltag präsent sind. Hinzu kommt, dass KI-Systeme oft intransparent arbeiten – Nutzer sehen nicht, wie eine Antwort zustande kommt – und sich die Anwendungsfelder schnell verändern. Dadurch können Eltern kaum auf bewährte Handlungsmuster zurückgreifen oder aus Fehlern lernen. Diese Barrieren – mangelnde Erfahrung, unklare Wirkmechanismen und fehlende standardisierte Schulungen – führen nachvollziehbar zu einer geringeren Selbsteinschätzung der eigenen KI-Kompetenz und erklären, warum 55 Prozent die Lücke schließen möchten.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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