DLSS 5-Leak: Modder testen unfertige Neural-Rendering-Version in Control
Eine frühe Version von Nvidias DLSS 5 ist aus NBA 2K27 geleakt. Erste Tests in Control zeigen starke visuelle Veränderungen und halbierte Frameraten.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Nvidia hat DLSS 5 im März 2026 auf der GTC angekündigt; die Technologie soll im Herbst 2026 erscheinen und photorealistische Details hinzufügen, die die Spiel-Engine nicht gerendert hat.
- Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete die Kritik an DLSS 5 als 'komplett falsch' und erklärte, Capcom und Bethesda seien mit der künstlerischen Kontrolle einverstanden.
DLSS 5-Leak: Modder testen unfertige Neural-Rendering-Version in Control
Eine frühe, unfertige Version von Nvidias DLSS 5 ist aus der Early-Access-Version von NBA 2K27 geleakt. Die Modding-Community um das RenoDX-Toolkit hat die Dateien extrahiert und in andere Spiele eingebaut, darunter Control von Remedy Entertainment. In ersten Tests zeigt die Neural-Rendering-Technologie starke visuelle Veränderungen: Das Gesicht der Protagonistin Jesse Faden wirkt nahezu fotorealistisch, verändert aber ihren Look deutlich. Die Gesichtszüge und der Detailgrad steigen, doch das Ergebnis entfernt sich von der ursprünglichen künstlerischen Gestaltung. Gleichzeitig bricht die Framerate ein. Auf einer RTX 5070 Ti in 4K-Auflösung halbierte sich die Bildrate von 71 auf 35 FPS, als die Neural-Rendering-Pipeline aktiviert wurde. Modder weisen darauf hin, dass diese Werte eine unoptimierte Injektion widerspiegeln und nicht die finale Leistung. Die geleakte DLL trägt die Bezeichnung nvngx_dlssnr.dll, Version 310.8.0.0, und enthält die unveröffentlichte Laufzeitumgebung für DLSS 5 Neural Rendering. Die Datei ist 158 Megabyte groß. Neben Control wurden Mods für Skyrim, Final Fantasy VII Rebirth, The Last of Us Part II und Elden Ring veröffentlicht. In den Tests zeigt sich, dass DLSS 5 die Szene mit generativer KI neu interpretiert und dabei Details wie Subsurface Scattering, Kontaktschatten und Lichtdurchlässigkeit verstärkt. Die Technologie nutzt Algorithmen wie Neural Radiance Fields, die aus 2D-Texturen ein räumliches Modell erzeugen können. Die Modder können in ihrem Tool den „Neural Uplift“ jederzeit aktivieren und über Slider Presets, Stile und Intensität einstellen.
Nvidias Versprechen: Photorealismus mit künstlerischer Kontrolle
Nvidia hat DLSS 5 im März 2026 auf der GTC angekündigt. Laut Nvidia soll die Technologie im Herbst 2026 erscheinen und photorealistische Details hinzufügen, die die Spiel-Engine nicht gerendert hat. Nach Angaben des Unternehmens können Entwickler selbst wählen, wie stark DLSS 5 ihr Spiel beeinflusst und damit ihre Vision verändert. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete die Kritik an DLSS 5 laut eigener Aussage als „komplett falsch“ und erklärte, Capcom und Bethesda seien mit der künstlerischen Kontrolle einverstanden. Die Ankündigung stieß bei Spielern auf wenig positive Resonanz, da das erste Video zeigte, wie tief die Technologie in die Optik eingreift. Nvidia räumte später ein, dass das KI-Modell große Teile der Rendering-Pipeline nicht berücksichtigt, etwa das physikalisch basierte Rendering, das Materialien wie Holz oder Metall unterscheidet. Die Technologie wurde von einer Dual-GPU-Demonstration auf eine Single-GPU-Implementierung umgestellt. DLSS 5 unterscheidet sich grundlegend von früheren Versionen: Statt nur die Auflösung hochzuskalieren, fügt es mithilfe generativer KI photorealistische Beleuchtung, Schatten und Materialeigenschaften in Echtzeit hinzu.
Widerspruch: Künstlerische Vision vs. geleakte Realität
Zwischen Nvidias Aussage und den Testergebnissen der Modder besteht ein Widerspruch. Nvidia betont, Entwickler hätten die Kontrolle über die Stärke des Effekts. Die geleakte Version zeigt jedoch starke Veränderungen an Spielfiguren und Umgebungen sowie erhebliche Performance-Einbußen. In Control verändert DLSS 5 das Gesicht von Jesse Faden deutlich, und auf einer RTX 5070 Ti halbiert sich die Framerate. Dieser Widerspruch lässt sich erklären: Die geleakte Version ist eine frühe, unoptimierte Entwicklungsversion. Sie enthält möglicherweise nicht die finalen Einstellungsmöglichkeiten oder Optimierungen, die Nvidia für die Veröffentlichung im Herbst plant. Nvidias Aussage bezieht sich auf die finale Version, während die Modder eine unfertige DLL verwenden. Zudem hat Nvidia eingeräumt, einige der härtesten Aspekte abgeschwächt zu haben. Die geleakte Version stammt aus einer Early-Access-Version von NBA 2K27 und wurde nicht für den Einsatz in anderen Spielen entwickelt. Die Modder injizieren die DLL in Spiele, für die sie nicht vorgesehen ist, was zu unerwarteten Ergebnissen führen kann. Auch die Tatsache, dass HDR derzeit nicht funktioniert und die neuronale Schicht erst nach Skalierung und Tone Mapping angewendet wird, deutet darauf hin, dass sich die Technologie vor der Veröffentlichung noch ändern wird. Die Modder selbst weisen darauf hin, dass die gemessenen Frameraten eine unoptimierte Injektion widerspiegeln und nicht die finale Leistung. Die endgültigen Performance-Eigenschaften hängen von Tuning, internen Renderauflösungen und spezifischen Konfigurationsparametern ab.
Eingeschränkte Hardware: Nur RTX 5000, aber Modder basteln an RTX 4000
Die experimentelle DLSS 5-Version läuft offiziell nur auf RTX 5000-GPUs. Die Modding-Community arbeitet jedoch daran, die Technologie auch auf älteren RTX 4000-Karten zum Laufen zu bringen. Dies ist eine Einschränkung der geleakten Version und kein Widerspruch in den Fakten. Die offizielle Unterstützung ist auf die neueste Architektur beschränkt, aber die Modder versuchen, Kompatibilitätslösungen zu entwickeln. Die geleakte DLL wurde aus einer Early-Access-Version von NBA 2K27 extrahiert und ist nicht für den Einsatz auf älteren GPUs vorgesehen. Ob die Modder erfolgreich sein werden, ist offen. Nvidia hat sich zu dem Leak bislang nicht geäußert. Die Modding-Community um RenoDX hat die erforderlichen Dateien in ihrem Discord-Server geteilt und Mods für verschiedene Spiele veröffentlicht. Die Einschränkung auf RTX 5000-GPUs bedeutet, dass Besitzer älterer Karten die Technologie derzeit nicht testen können, es sei denn, die Modder finden einen Weg, die DLL auf RTX 4000-Karten auszuführen.
Auswirkungen: Nvidias Image, Entwickler-Anpassung und Spieler-Erwartungen
Der Leak hat mehrere Konsequenzen. Nvidia hat bislang nicht auf eine Anfrage reagiert, wie in den Quellen vermerkt wird. Ob das Unternehmen rechtliche Schritte prüft, ist nicht bekannt und wird in den vorliegenden Belegen nicht erwähnt. Entwicklerstudios müssen sich auf DLSS 5 einstellen, weil die Technologie im Herbst 2026 erscheinen soll und die geleakten Tests zeigen, dass die Integration in bestehende Spiele nicht trivial ist und die visuellen Veränderungen erheblich sein können. Spieler erhalten eine unschöne Vorschau, die die Erwartungen an die finale Version dämpfen könnte: Die ersten Bilder und Videos aus Control, Skyrim und anderen Spielen zeigen Gesichter mit unnatürlichem Aussehen und deutliche Performance-Einbußen, was in den Modding-Communities bereits zu negativen Reaktionen geführt hat. Nvidias aktuelle Geschäftsaktivitäten bilden den Kontext: Das Unternehmen hat die Wall-Street-Erwartungen deutlich übertroffen und liefert erste Vera-CPU-Server an AWS aus. Der Leak könnte einige Spieler dazu bringen, ihre Meinung über die Technologie zu ändern, da sie nun konkrete Beispiele sehen können. Gleichzeitig zeigt der Leak, dass die Modding-Community in der Lage ist, unveröffentlichte Technologien schnell zu adaptieren und in bestehende Spiele zu integrieren, was für Nvidia sowohl Chance als auch Risiko darstellt.



