ELLIS bewilligt Unit NRW: Acht Einrichtungen bündeln KI-Forschung
Die im Mai gegründete Einheit startet mit einem Kick-off in Siegburg. Koordiniert wird sie von Jürgen Gall (Universität Bonn).
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Die ELLIS Unit NRW startet ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten mit einem Kick-off-Event in Siegburg.
- ELLIS hat die Unit bewilligt; sie vereint über 40 Principal Investigators und mehr als 300 Nachwuchswissenschaftler*innen.
- Acht Gründungsinstitutionen tragen die Unit, darunter RWTH Aachen, Universität Bonn und Forschungszentrum Jülich.
- Koordiniert wird sie von ELLIS-Fellow Prof. Jürgen Gall (Universität Bonn) mit einem Vorstand aus Co-Direktor*innen.
- Aufgebaut wird auf dem Lamarr-Institut, dem KI-Zentrum der RWTH Aachen und der KI-Fabrik JAIF um JUPITER.
ELLIS bewilligt Unit NRW, Kick-off in Siegburg
Das europäische KI-Netzwerk ELLIS (European Laboratory for Learning and Intelligent Systems) hat eine neue Unit in Nordrhein-Westfalen bewilligt. Gegründet wurde die ELLIS Unit NRW im Mai. Ihre gemeinsame Forschung beginnt mit einem wissenschaftlichen Kick-off in Siegburg.
Mehr als 40 Principal Investigators und über 300 Doktorandinnen, Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden sollen in der Unit zusammenarbeiten. Die Zahl umfasst ausdrücklich beide Gruppen. Wie viele Doktorandinnen und Doktoranden allein dazugehören, geht aus den Quellen nicht hervor. Die Unit beschreibt sich selbst als „eines der größten regionalen KI-Forschungsökosysteme Europas“, verbunden mit internationalen Netzwerken und moderner Recheninfrastruktur. Dabei handelt es sich um eine Selbstauskunft. Eine unabhängige Prüfung dieser Größenangabe liegt nicht vor.
ELLIS nennt als Ziel ein einheitliches Ökosystem für Machine-Learning-Forschung in NRW. Dafür sollen die führenden KI-Institute des Landes miteinander vernetzt werden.
Acht Einrichtungen, koordiniert von Jürgen Gall
Gründungsinstitutionen sind die RWTH Aachen, die Universität Bielefeld, die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Bonn, die Universität zu Köln, die TU Dortmund, das Forschungszentrum Jülich und die Universität Paderborn.
Die Unit koordiniert ELLIS-Fellow Jürgen Gall von der Universität Bonn. Ein Vorstand aus Co-Direktorinnen und Co-Direktoren der beteiligten Institutionen unterstützt ihn. Dazu zählen Bastian Leibe (RWTH Aachen), Barbara Hammer (Universität Bielefeld), Asja Fischer (Ruhr-Universität Bochum), Aleksandar Bojchevski (Universität zu Köln), Katharina Eggensperger (TU Dortmund), Jenia Jitsev (Forschungszentrum Jülich) und Axel-Cyrille Ngonga Ngomo (Universität Paderborn). Zu Jitsevs akademischem Titel widersprechen sich die Quellen. Deshalb nennt dieser Text ihn ohne Titel.
Die Unit setzt auf bestehende Strukturen. Genannt werden das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, das nach Angaben der Quellen an der TU Dortmund und der Universität Bonn angesiedelt ist, das KI-Zentrum der RWTH Aachen sowie die KI-Fabrik JAIF um den Exascale-Supercomputer JUPITER am Forschungszentrum Jülich. Expertise und Rechenkapazität sind also schon vorhanden und werden genutzt, nicht neu aufgebaut.
Offene Basismodelle und vertrauenswürdige KI
Ein Schwerpunkt liegt auf Open-Source-Basismodellen. Die Forschenden wollen klären, wie sich solche Modelle offen trainieren, zuverlässiger machen und sicher an unterschiedliche Anwendungen anpassen lassen. Basismodelle sind große Modelle, die auf umfangreichen Datensätzen trainiert werden und vielfältige Aufgaben lösen können.
Der zweite Schwerpunkt betrifft vertrauenswürdige KI, unter anderem im Gesundheitswesen, bei autonomen Systemen und in kritischen Infrastrukturen. Laut ellis.eu kommen Foundation Models für Embodied AI hinzu, mit Anwendungen in der häuslichen Pflege (Home-Care) und in der nachhaltigen Landwirtschaft.
Geplant sind gemeinsame Forschungsinitiativen, Angebote für Promovierende, Sommerschulen sowie Kooperationen mit Industrie und öffentlichem Sektor. Langfristig soll ein nachhaltiges europäisches KI-Ökosystem entstehen. Die Unit will nach eigenem Anspruch „einen der umfassendsten Hubs Europas“ für offene, vertrauenswürdige und wirkungsstarke KI-Forschung aufbauen. Das ist eine Absichtserklärung. Ob sie sich erfüllt, werden erst spätere Ergebnisse zeigen. Angaben zu Finanzierung, Laufzeit oder konkreten Programmen enthalten die vorliegenden Quellen nicht.



