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NVIDIA sieht im Norden einen Hub für Recheninfrastruktur

Ein Blogbeitrag des Herstellers prognostiziert rund 1 Gigawatt KI-Cloud-Kapazität in den Nordics bis Ende 2027. Ein neues Abkommen zwischen den Ländern und NVIDIA ist im Material nicht belegt.

· Veröffentlicht: 15.10.2026 ·2 Min Lesezeit
NVIDIA sieht im Norden einen Hub für RecheninfrastrukturMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Sferical One ist ein gemeinsamer Supercomputer eines schwedischen Konsortiums unter Führung von Ericsson, AstraZeneca, Saab, SEB und Wallenberg Investments.
  • Sferical One läuft auf zwei NVIDIA DGX SuperPODs mit 16 Racks DGX GB300 und 1.152 GPUs.
  • NVIDIA prognostiziert für die Nordics bis Ende 2027 eine KI-Cloud-Kapazität von 1 Gigawatt.
  • Gefion wurde im Oktober 2024 eingeweiht und besteht aus 191 DGX-H100-Systemen mit 1.528 H100-GPUs.
  • Novo Nordisk und NVIDIA kooperieren bei generativer KI für die Wirkstoffforschung.

NVIDIA sieht 1 Gigawatt KI-Cloud-Kapazität im Norden bis Ende 2027

In einem Blogbeitrag beschreibt NVIDIA die nordischen Länder als aufstrebenden europäischen Hub für Recheninfrastruktur. Bis Ende 2027 sollen dort rund 1 Gigawatt KI-Cloud-Kapazität entstehen. Dabei handelt es sich um eine Prognose, nicht um installierte Leistung. Als Cloud-Anbieter nennt der Konzern Bitdeer, CoreWeave, Crusoe, Hyperstack, Nscale, Verda und Volta.

Der Beitrag ist eine Standortschau, kein Vertragsabschluss. Der Aggregator hyper.ai macht daraus die Schlagzeile „Nordics Partner With NVIDIA to Build Advanced Computing Infrastructure“. Die Zuspitzung verdichtet den Text und legt nahe, die Länder hätten eine neue Kooperation geschlossen. Dafür fehlt im vorliegenden Material ein Beleg. Es gibt keine bindende Vereinbarung, keine Summe, keinen Zeitplan und keine Standorte. Der Blogbeitrag beschreibt bestehende und laufende Projekte privater Konsortien und Anbieter. Die Primärquelle lag allerdings nur als Ausschnitt vor.

Die Begründung für den Aufschwung liefert ebenfalls der Hersteller. Die Nordics verfügten über reichlich erneuerbare Energie, strenge Daten-Governance und eine Forschungstradition, in der Wissenschaft und Industrie eng zusammenarbeiten. Sie bewegten sich „von der Ambition zur Anwendung“. Das sind Herstellerangaben. Unabhängige Daten zu Strommix, Strompreisen und Rechenzentrumsstandards liegen nicht vor.

Sferical One: 1.152 GPUs für ein schwedisches Industriekonsortium

NVIDIA führt Sferical One als Beispiel an, einen gemeinsamen Supercomputer eines schwedischen Konsortiums. Angeführt wird es von Ericsson, AstraZeneca, Saab, SEB und Wallenberg Investments. SKF ist strategischer Partner.

Das System besteht aus zwei NVIDIA DGX SuperPODs mit 16 Racks DGX GB300 und insgesamt 1.152 GPUs. Darauf will das Konsortium Dienste mit NVIDIA Nemotron Open Models aufbauen. Forschende sollen die offenen Modelle anpassen und in einer gesicherten Umgebung betreiben können. Zu Investitionssumme oder Zeitplan macht das Material keine Angaben.

Gefion in Kopenhagen: bekannter Baustein seit Oktober 2024

Das zweite Beispiel ist kein neues Projekt. Gefion, Dänemarks größter souveräner KI-Supercomputer, wurde im Oktober 2024 eingeweiht. Das System umfasst 191 DGX-H100-Systeme mit 1.528 H100-GPUs. Es steht in einem Rechenzentrum von Digital Realty in Kopenhagen, installiert hat es Eviden. Betrieben wird es vom Danish Center for AI Innovation (DCAI), das die Novo Nordisk Foundation und der Export and Investment Fund of Denmark gegründet haben. NVIDIA ist strategischer Partner.

Erste Nutzer sind das Dänische Meteorologische Institut (DMI) und die Universität Kopenhagen. Laut DCAI verlassen die Daten der Kunden Dänemark nicht. Jensen Huang, NVIDIA-Chef, nannte Gefion bei der Einweihung eine „Fabrik der Intelligenz“. Das ist ein Herstellerzitat und keine Bewertung von Auslastung oder Nutzen.

Bereits bestehend ist auch die Zusammenarbeit von Novo Nordisk und NVIDIA. Ziel ist es, mit generativer KI angepasste Modelle und Agenten für die Wirkstoffforschung zu entwickeln.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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