Drittanbieter-KI-Agenten lösen bei DoorDash bislang nur einige hundert Bestellungen aus
CEO Tony Xu nennt im Q3-Call erstmals eine Größenordnung. Kunden bestellen weiter direkt über die App. Werbung in fremden Agenten ist eine mögliche spätere Option.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Tony Xu nannte im Q3-2026-Earnings-Call insgesamt wohl mehrere hundert Bestellungen über Drittanbieter-Agenten.
- Als Drittanbieter-Agenten nennen die Berichte Muse, Instinct und Fo sowie weitere.
- Nutzer bestellen laut Xu überwiegend direkt über die DoorDash-App.
- DoorDash bietet eigene Agenten: Ask DoorDash (Juni), einen CLI-Agenten (Juli) und einen Text-to-Order-Agenten (September).
- Werbung innerhalb von Drittanbieter-Agenten ist laut Xu eine mögliche Option, keine Ankündigung.
Drittanbieter-Agenten lösen bislang nur einige hundert DoorDash-Bestellungen aus
Für DoorDash spielen Drittanbieter-KI-Agenten als Bestellkanal bislang kaum eine Rolle. Im Earnings Call zum dritten Quartal 2026 am Donnerstag antwortete CEO Tony Xu auf eine Analystenfrage: „maybe several hundred orders in total from some of these third-party agents“. Ars Technica zitiert ihn außerdem mit Bestellungen „across the time that they've been up and running“ und gibt wieder, Xu habe von einem „very low use case“ gesprochen. Die Zahl ist also kumuliert, seit die Anbindung läuft, und kein Jahreswert. Genannt werden als Agenten Muse, Instinct und Fo „and others“. Eine Aufschlüsselung pro Agent liegt nicht vor. Xu nannte die Größenordnung erstmals. Das vorliegende Material enthält keine frühere Aussage von DoorDash dazu, es fehlt also ein Vergleichswert.
Gegenüber knapp einer Milliarde Quartalsbestellungen kaum messbar
Wie klein der Wert ist, zeigen die Zahlen der Pressemitteilung zum dritten Quartal 2026. DoorDash verzeichnete 993 Millionen Bestellungen, 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Bruttobestellvolumen im Marketplace stieg um 36 Prozent auf 33,9 Milliarden US-Dollar, der Umsatz um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar. Gemessen daran sind einige hundert Agenten-Bestellungen vernachlässigbar. Diesen Vergleich ziehen die Medien selbst. Laut den Zitaten nannte Xu keine Vergleichszahl. Andere Berichte setzen die Zahl ins Verhältnis zu 3,2 Milliarden Bestellungen im Jahr 2025 oder zu 3 Millionen Lieferungen pro Tag. Diese Bezugsgrößen passen nicht zusammen, und die erste ist nur über eine Quelle belegt.
Xu: Essen bestellen Kunden direkt, Werbung in Agenten ist eine Option
Nach Xus Darstellung bestellen Nutzer überwiegend direkt in der DoorDash-App. Bei einer so einfachen Aufgabe wie dem Essenbestellen laufe der Auftrag „direkt zu DoorDash“. Agenten könnten dagegen bei „long consideration purchases“ helfen und im Hintergrund proaktiv arbeiten. Das ist eine strategische Selbsteinschätzung des Unternehmens und keine überprüfte Tatsache. Belegen ließe sie sich erst mit späteren Bestelldaten von DoorDash und den Agenten-Anbietern.
Xu nannte das Feld „still a very dynamic area“. DoorDash wolle „never fight gravity“, aber auch nicht „delusional“ sein. Das Unternehmen will mehr über Bestellungen durch Agenten lernen und ein gesundes Verhältnis zu den Anbietern aufbauen. Werbung innerhalb von Drittanbieter-Agenten nannte Xu als möglichen künftigen Ansatz. Eine Ankündigung ist das nicht.
Eigene Agenten seit Juni, allgemeiner MCP-Zugang noch in privater Beta
DoorDash setzt parallel auf eigene Werkzeuge, die laut Berichten schon vor der Call existierten. Dazu zählen der Chatbot Ask DoorDash (Juni), mit dem sich per Prompt und Foto bestellen lässt, ein CLI-Agent (Juli) und ein Text-to-Order-Agent (September). Ob Ask DoorDash allgemein verfügbar ist, geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor. Eine Quelle spricht von Entwicklung.
Die CLI ist an das persönliche Konto gebunden, ein Agent kann darüber im Namen der Nutzer bestellen. Der von DoorDash gehostete MCP-Server richtet sich an Unternehmen und Teams und funktioniert mit Firmen-Essensbudgets. Den allgemeinen MCP-Zugang für Agenten gibt es laut Entwicklerdokumentation nur als private Beta mit Warteliste. Die Autorisierung läuft über OAuth 2.1 mit PKCE. Ars Technica zufolge wurde der Connector vor weniger als einem Monat eingeführt und steht nur wenigen offen. Das dürfte das geringe Volumen mit erklären.



