Live China-Reise: KI-Branche wirkt vertraut statt fremd

China-Reise: KI-Branche wirkt vertraut statt fremd

Gordon Saft kehrt von Delegationsreise zurück – Kunst als Auftakt prägt den Blick

· Veröffentlicht: 28.08.2026 ·2 Min Lesezeit
China-Reise: KI-Branche wirkt vertraut statt fremdMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Gordon Saft ist Publisher von Rest of World.
  • Er kehrte letzte Woche von einer China-Reise mit einer Delegation aus Führungskräften aus Medien, Technologie, öffentlicher Politik und Finanzen nach New York zurück; Ziel war ein tieferes Verständnis der KI- und Robotikbranche.
  • Vor Beginn der Delegationsreise besuchte er in Peking eine Ausstellung des Künstlers Carsten Höller mit dem Titel 'Two'.
  • Die Ausstellung 'Two' hat zwei zufällig zugewiesene Eingänge; eine Hälfte ist eine farbige Replik der anderen in Schwarz-Weiß.
  • Der Autor hatte in den vergangenen zwölf Monaten ähnliche Reisen in europäische Städte unternommen.
  • Der Artikel erwähnt, dass DeepSeek vor 18 Monaten Open-Source-KI verändert hat.

Delegationsreise nach China: KI-Branche wirkt vertraut

Gordon Saft, Publisher von Rest of World, ist letzte Woche von einer China-Reise nach New York zurückgekehrt. Begleitet wurde er von einer Delegation aus Führungskräften aus Medien, Technologie, öffentlicher Politik und Finanzen. Ziel der Reise war ein tieferes Verständnis der chinesischen KI- und Robotikbranche. Sein zentraler Eindruck: Die chinesische KI-Zukunft wirkt trotz erwarteter Unterschiede vertraut, fast westlich. In den USA werde die KI-Debatte seit Langem als Gegensatz geführt: offen gegen geschlossen, Diffusion gegen Frontier, Sprachmodelle gegen Weltmodelle. Dahinter stehe die Annahme, die USA und China seien zwei konkurrierende Modelle für Bau und Einsatz von KI, die auf unterschiedliche Zukünfte zusteuern. Saft wollte prüfen, ob diese Rahmung vor Ort trägt – 18 Monate nachdem DeepSeek mit seinem Launch Open-Source-KI verändert hat. Die Institutionen und die Politik unterschieden sich zwar erheblich, und die Technologie berge Risiken, die kein Land ignorieren könne. Doch nicht die Unterschiede seien ihm aufgefallen, sondern die Gemeinsamkeiten. Konkrete Beobachtungen oder Gespräche, die diesen Eindruck der Vertrautheit belegen, nennt der Bericht nicht; er beruht auf der Gesamtheit der Delegationserfahrung, bei der ihm die Parallelen zu westlichen Ansätzen auffielen.

Kunst als Auftakt: Höllers 'Two' und der Blick auf Unterschiede

Vor Beginn der Delegationsreise besuchte Saft in Peking die Ausstellung 'Two' des belgischstämmigen Konzeptkünstlers Carsten Höller. Besucher betreten den Raum durch einen von zwei zufällig zugewiesenen Eingängen; eine Hälfte der Ausstellung ist eine farbige Replik der anderen, vollständig in Schwarz-Weiß. Beim Durchgehen wirkte alles vertraut und zugleich leicht verschoben – ein Eindruck, der seine spätere Wahrnehmung der chinesischen KI-Branche vorwegnahm: Die Kunst sensibilisierte ihn dafür, Ähnlichkeiten trotz offensichtlicher Unterschiede zu erkennen, und so fiel ihm in China eher das Vertraute als das Fremde auf. Saft hatte in den vergangenen zwölf Monaten ähnliche Reisen in europäische Städte unternommen; jede habe ihn mit Gesprächen über Stagnation und Unsicherheit zurückgelassen, mit einem Pessimismus gegenüber Technologie und Wachstum. Vor 18 Monaten habe DeepSeek Open-Source-KI verändert – welche konkreten Auswirkungen dies auf Modelle, Lizenzen oder Verbreitung hatte, wird im Bericht nicht ausgeführt; er wollte verstehen, ob die binäre US-chinesische Rahmung vor Ort noch trägt.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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