Cisco lässt Partner Cisco IQ unter eigener Marke verkaufen
Auf dem Partner Summit in Vancouver kündigt Cisco die allgemeine Verfügbarkeit von Cisco IQ für Partner an und erhöht Belohnungen im 360-Programm. Belastbare Partnerdaten zur Wirtschaftlichkeit fehlen bislang.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Cisco kündigt auf dem Partner Summit in Vancouver die allgemeine Verfügbarkeit von Cisco IQ für Partner an.
- Cisco IQ Partner Support – Standard ist allgemein verfügbar; Partner liefern es unter eigener Marke.
- Laut Cisco nutzen mehr als 16.000 Kunden Cisco IQ mit Sichtbarkeit über knapp 20 Millionen Geräte.
- Laut CRN ist Cisco IQ eine KI-gestützte digitale Oberfläche, die Support- und Professional-Services bündelt.
- Das Cisco 360 Partner Program umfasst neu Ecosystem Deal Registration und einen einheitlichen Distributor-PVI ab Anfang 2027.
Partner liefern Cisco IQ künftig unter eigener Marke
Cisco hat auf dem Partner Summit in Vancouver die allgemeine Verfügbarkeit von Cisco IQ für Partner sowie von Cisco IQ Partner Support – Standard angekündigt. Partner können Cisco IQ damit erstmals unter eigener Marke anbieten, mit eigenen Experten und als Teil ihrer Services-Praxis.
Laut CRN ist Cisco IQ eine KI-gestützte digitale Oberfläche, die Support- und Professional-Services-Fähigkeiten auf einer Plattform bündelt. Partner sollen damit Risiken erkennen und das Lifecycle-Management automatisieren. Wiederkehrende Umsätze sind das erklärte Ziel. Liz Centoni, Executive Vice President und Chief Customer Experience Officer von Cisco, positioniert den Dienst im CRN-Interview genau so: als wiederkehrende Umsatzquelle für den Channel.
Cisco hatte den Dienst vor etwa einem Jahr angekündigt. Nach Herstellerangaben nutzen ihn inzwischen mehr als 16.000 Kunden. Er schaffe Sichtbarkeit über knapp 20 Millionen Geräte.
Höhere Belohnungen für Adopt und ACV-Wachstum im 360-Programm
Parallel erweitert Cisco das 360 Partner Program. Neu sind Adopt-Incentives auf Cisco IQ und auf die Aktivierung von Enterprise Agreements. Nach Angaben von Cisco verdoppeln sich die Adopt-Belohnungen nahezu über alle Use Cases. Die ACV-Growth-Belohnung steigt um 50 Prozent.
Die Ecosystem Deal Registration soll auch Partner anerkennen, die an einem Abschluss mitwirken, ihn aber nicht selbst abwickeln. Für Advisors und Developers gibt es eigene Pfade mit Partner-Value-Indexes. Diese sind bereits verfügbar. Ein einheitlicher Distributor-PVI folgt Anfang 2027.
Als Plattformrahmen nennt Cisco Cloud Control. Laut Hersteller bündelt die Plattform alle Produkte des Portfolios. Auf dem Summit wurde sie live gezeigt. Das White-Label-Modell setzt voraus, dass Partner eigene Experten einsetzen.
Was Cisco verspricht und was unabhängig noch nicht belegt ist
Die Formulierungen, Cisco IQ Partner Support sei „ein Wachstumsmotor“ und treibe „High-Margin Growth“, sind Positionierung des Herstellers. Belastbare Margen- oder Umsatzdaten von Partnern, die den Dienst bereits unter eigener Marke vertreiben, liegen nicht vor.
Auch die Kundenbeispiele stammen von Cisco selbst. Generali habe für die Ermittlung betroffener Geräte bei einem Security Advisory (16.000 Geräte in acht Ländern) früher vier Tage gebraucht, mit Cisco IQ zehn Minuten. Die Georgetown University komme bei Vertragsverlängerungen von zwei Monaten auf 20 Minuten. Beides steht im Cisco-Blog.
Der Wert „96-mal schneller“ bei der Bestimmung betroffener Geräte stammt aus einem von Cisco gesponserten IDC-White-Paper. Wie sich das Modell für Partner wirtschaftlich auswirkt, ist damit offen.



