ChatGPT bei der Arbeit: Entscheidungsfindung ist die häufigste Anfrage
Laut einem Bericht von ppc.land über OpenAI-Daten entfallen in den USA 21,6 % der Arbeitsanfragen auf Entscheidungsfindung und Problemlösung. Die Primärquelle ließ sich nicht finden.
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◆ Fakten auf einen Blick
- ppc.land zufolge entfielen im Q1 2026 21,6 % der US-Arbeitsanfragen an ChatGPT auf Entscheidungsfindung und Problemlösung.
- Für Deutschland nennt ppc.land einen Anteil von 19,4 % für Entscheidungsfindung.
- In 74 Ländern sank der Anteil der zehn häufigsten Tätigkeiten von 56,0 % auf 51,1 %.
- 'Interacting with computers' fiel in Deutschland von 12,7 % auf 8,4 %.
- Laut NBER-Studie (Daten bis Juli 2025) wuchsen Nicht-Arbeitsnachrichten von 53 % auf über 70 % aller Nutzung.
Entscheidungsfindung liegt bei Arbeitsanfragen vorn
Wer ChatGPT beruflich nutzt, fragt am häufigsten nach Hilfe beim Entscheiden und Lösen von Problemen. So berichtet es ppc.land unter Bezug auf Daten, die OpenAI am 26. Oktober 2026 veröffentlicht haben soll. Im ersten Quartal 2026 entfielen in den USA 21,6 % der arbeitsbezogenen Anfragen auf Entscheidungsfindung und Problemlösung. Es folgen kreatives Denken mit 15,6 % und das Verfassen oder Erfassen von Informationen mit 11,8 %. Für Deutschland nennt der Bericht 19,4 % für Entscheidungsfindung.
Eine Anfrage meint dabei eine einzelne Nachricht, also einen Prompt. Die Auswertung trägt den Titel „ChatGPT's expanding world of work“ und stammt laut Bericht aus dem Economic-Research-Team von OpenAI. Die Primärveröffentlichung konnten wir nicht finden. Alle Zahlen stützen sich deshalb allein auf die Darstellung von ppc.land. Eine unabhängige Prüfung haben wir nicht vornehmen können.
Die Top-10-Tätigkeiten verlieren an Gewicht, Programmierung schrumpft
Den Kernbefund sieht der Bericht in einer Verbreiterung: Die Arbeitsnutzung verteilt sich auf mehr Felder. Die Auswertung ordnet Arbeitsanfragen 165 Kategorien der US-Berufsdatenbank O*NET zu. Sie umfasst sieben Quartale, vom ersten Quartal 2025 bis zum dritten Quartal 2026, und knapp 100 Länder. In den 74 Ländern, die in jedem Quartal erfasst wurden, sank der Anteil der zehn häufigsten Tätigkeiten im Schnitt von 56,0 % auf 51,1 % der Arbeitsanfragen.
In den USA und in Deutschland gewannen im Jahr bis zum ersten Quartal 2026 Anfragen nach Rat und nach kreativer Arbeit an Anteil. Die O*NET-Kategorie „Interacting with computers“, die Programmierung und Software erfasst, schrumpfte: in den USA von 11,7 % auf 6,7 %, in Deutschland von 12,7 % auf 8,4 %. Warum sich die Verteilung verschiebt, sagt das vorliegende Material nicht.
Der NBER-Befund nannte Schreiben als häufigste Aufgabe
Die neuen Zahlen passen nicht ohne Weiteres zur NBER-Studie „How People Use ChatGPT“, die Daten bis Juli 2025 auswertet. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Schreiben die arbeitsbezogenen Aufgaben dominiert. Programmierung spielte nur eine kleine Rolle. Im neuen Bericht liegt das Verfassen und Erfassen von Informationen dagegen nur auf Platz drei.
Ob der Widerspruch an der Klassifikation liegt (Themen-Taxonomie dort, 165 O*NET-Kategorien hier) oder am Zeitraum und an der Eingrenzung auf Arbeitsanfragen, lässt sich nicht sagen. Das bleibt eine Vermutung, solange die Primärquelle fehlt. Offen ist außerdem, ob Entscheidungsfindung schon früher die größte Einzelkategorie war.



