Celestica hebt Umsatzprognose auf 21 Milliarden Dollar, Flex erhöht ebenfalls
Celestica nennt erstmals ein Ziel von 40 Milliarden Dollar für 2027, doch die Aktien von Celestica, Flex und Jabil entwickeln sich auseinander
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◆ Fakten auf einen Blick
- Celestica meldete Q3-Umsatz von rund 5,83 Mrd. USD, ca. +83 % zum Vorjahr.
- Celestica nennt ein Umsatzziel von 40 Mrd. USD für 2027.
- Celestica senkte die Prognose für den freien Cashflow 2026 auf 460 Mio. USD.
- Ein Kunde machte im dritten Quartal 35 % des Celestica-Umsatzes aus.
- Celestica-Aktienrückkauf von bis zu 3,13 Mio. Aktien beginnt am 3. November.
Celestica hebt Umsatzziel auf 21 Milliarden Dollar und nennt 40 Milliarden für 2027
Der Auftragsfertiger Celestica hat seine Umsatzprognose für 2026 auf 21 Milliarden US-Dollar angehoben. Erstmals nennt das Unternehmen ein Ziel von 40 Milliarden Dollar für 2027. Im dritten Quartal erzielte Celestica laut Bericht rund 5,83 Milliarden Dollar Umsatz, etwa 83 Prozent mehr als im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis hat sich mehr als verdoppelt. Das Ziel für 2027 bestätigen mehrere Quellen.
Flex hob am 28. Oktober die Prognose für das Gesamtjahr an. Der Bericht führt das auf die stark gestiegene Nachfrage nach KI-Infrastruktur zurück. Konkrete Werte, also alte und neue Prognosen, liegen nicht vor.
Bei den Celestica-Zahlen gibt es zwei Einschränkungen. Sie stammen aus der Fachpresse, die Originalmitteilung des Unternehmens war nicht abrufbar. Außerdem ist das Berichtsdatum unklar. Eine Quelle nennt den 26. Oktober. Eine Kursübersicht verweist auf den „Post-Earnings-Gewinn der Vorsitzung“ am 29. Oktober, was eher auf den 27. oder 28. Oktober hindeutet. Denkbar sind eine Veröffentlichung nach Börsenschluss, Zeitzonenunterschiede oder ein Fehler in einer Quelle. Nur die Originalmitteilung kann das klären.
Weniger Cashflow, hohe Investitionen, ein Kunde mit 35 Prozent Umsatzanteil
Neben den Rekordzahlen gibt es Dämpfer. Die Cashflow-Prognose 2026 sinkt auf 460 Millionen Dollar (zuvor 600 Millionen), und für 2027 sind Investitionen von 1,5 bis 2,0 Milliarden Dollar geplant, bei erwartetem negativem freiem Cashflow.
Zudem hängt das Geschäft stark an einem Abnehmer. Im dritten Quartal stand ein einzelner Kunde für 35 Prozent des Umsatzes. Analysten nennen diese Konzentration neben dem hohen Kapitalbedarf als verbleibende Sorge.
Parallel akzeptierte die Börse TSX einen Aktienrückkauf von bis zu 3,13 Millionen Aktien. Das entspricht rund 2,5 Prozent des Streubesitzes. Der Rückkauf beginnt am 3. November.
Flex und Jabil im Plus, Celestica im Minus
Auf die starken Zahlen folgt an der Börse keine einheitliche Reaktion. Flex liegt 2026 rund 55 Prozent im Plus, Jabil rund 25 Prozent. Celestica wächst am schnellsten der drei, notiert im Jahresvergleich aber im Minus. Die Quellen nennen dafür keine Erklärung.
Celestica schloss vermutlich am 30. Oktober bei 265,53 Dollar. Das wäre ein Minus von 6,09 Prozent im Zuge eines breiten Ausverkaufs bei KI-Werten. Jabil notierte bei 272,23 Dollar, minus 5,4 Prozent. Eine ältere Quelle sieht Jabil knapp 40 Prozent im Plus. Wegen unterschiedlicher Stichtage ist das kein sicherer Widerspruch.
Jabil hatte im September nach Angaben der Fachpresse ein Umsatzwachstum von knapp 30 Prozent gemeldet; die Zuordnung dieses Berichts zu Jabil als Fertiger beruht auf einer Annahme.



