Brookfield erhält Zuschlag für KI-Campus in Paducah
100-Milliarden-Dollar-Projekt: Privates Konsortium baut KI-Campus mit eigenem Gaskraftwerk auf Regierungsgelände
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Das DOE Office of Environmental Management hat am 4. November 2025 eine Angebotsaufforderung (RFO) für Bau und Betrieb von KI-Datencentern auf dem Paducah-Gelände veröffentlicht.
- Das DOE hat Brookfield Asset Management mit der Entwicklung und dem Betrieb des Datencenters beauftragt.
- Das Projektvolumen beträgt über 100 Milliarden US-Dollar und wird vollständig privat finanziert.
- Der Komplex wird ein eigenes Erdgaskraftwerk und Batteriespeicher umfassen.
- Zu den Energiepartnern gehören NextEra Energy, Big Rivers Electric Power Corporation, Jackson Purchase Energy Cooperative und Paducah Power System.
- Das Projekt soll rund 8.000 Bauarbeitsplätze und 600 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen.
Brookfield erhält Zuschlag für KI-Campus in Paducah
Das US-Energieministerium (DOE) hat Brookfield Asset Management als Entwickler und Betreiber für einen KI-Datencenter-Campus in Paducah, Kentucky, ausgewählt. Gemeinsam mit dem Vermögensverwalter wurden die Energiepartner NextEra Energy, Big Rivers Electric Power Corporation, Jackson Purchase Energy Cooperative und Paducah Power System bekannt gegeben. Die Bekanntgabe erfolgte durch das DOE und Kentuckys Generalstaatsanwalt Russell Coleman. Das Projekt soll auf dem Gelände des ehemaligen Paducah-Gasdiffusionswerks entstehen, das sich im Besitz der US-Regierung befindet. Die Auswahl des Konsortiums folgt auf eine Angebotsaufforderung (Request for Offer), die das DOE Office of Environmental Management im November 2025 veröffentlicht hatte, um Unternehmen für den Bau und Betrieb von KI-Datencentern auf dem Gelände zu gewinnen. In diesem wettbewerblichen Verfahren suchte die Behörde nach privat finanzierten Konzepten für langfristige Pachtverträge. Das Brookfield-Konsortium setzte sich dabei durch. Die Einbindung regionaler Energieversorger wie Big Rivers Electric und Paducah Power System stellt die lokale Energieversorgung sicher und verankert das Projekt in der vorhandenen Netzinfrastruktur. Generalstaatsanwalt Coleman würdigte die Entscheidung als bedeutenden Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung West-Kentuckys.
100-Milliarden-Dollar-Investition mit eigenem Gaskraftwerk
Das Investitionsvolumen beläuft sich nach Angaben des DOE auf über 100 Milliarden US-Dollar und wird vollständig privat finanziert. Der Campus soll ein eigenes Erdgaskraftwerk sowie einen Batteriespeicher umfassen. Während der Bauphase werden rund 8.000 Arbeitsplätze erwartet, im späteren Betrieb sollen etwa 600 dauerhafte Stellen entstehen. Die 8.000 Bauarbeitsplätze bedeuten einen massiven kurzfristigen Beschäftigungsschub für die Region, während die 600 dauerhaften Stellen langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze im Betrieb des Rechenzentrums und des Kraftwerks schaffen. Die vollständig private Finanzierung ohne öffentliche Mittel unterstreicht das Vertrauen der Investoren in die Wirtschaftlichkeit des KI-Campus und entlastet den Staatshaushalt. Das eigene Erdgaskraftwerk und der Batteriespeicher gewährleisten eine zuverlässige, netzunabhängige Energieversorgung, die für den unterbrechungsfreien Betrieb von KI-Rechenzentren essenziell ist. Der republikanische Kongressabgeordnete Andy Barr bezeichnete die private Investition als historisch für die Region. Das DOE stellte die Pläne am Donnerstag vor und betonte, dass es sich um eine rein private Finanzierung ohne öffentliche Mittel handelt. Die Kombination aus Rechenzentrum, Gaskraftwerk und Batteriespeicher soll die benötigte Energieversorgung für den KI-Campus sicherstellen.
Ehemalige Urananreicherungsanlage wird zum KI-Standort
Der Standort ist das stillgelegte Paducah-Gasdiffusionswerk, eine 1952 errichtete Urananreicherungsanlage aus der Zeit des Kalten Krieges, die sich nach wie vor im Regierungsbesitz befindet. Das DOE Office of Environmental Management hatte im November 2025 eine Angebotsaufforderung (Request for Offer) veröffentlicht, um Unternehmen für Bau und Betrieb von KI-Datencentern auf dem Gelände zu gewinnen. Die Aufforderung richtete sich an Firmen, die langfristige Pachtverträge für die bundeseigene Liegenschaft abschließen wollen. Das Gelände bietet ideale Voraussetzungen für ein KI-Datencenter: Es verfügt über eine robuste industrielle Infrastruktur, Anschlüsse an das regionale Stromnetz und ungenutzte Energiekapazitäten, die für den enormen Strombedarf genutzt werden können. Die Angebotsaufforderung vom November 2025 war der formelle Startschuss, um das brachliegende Regierungsgelände einer neuen, zukunftsweisenden Nutzung zuzuführen. Mit der Auswahl des Brookfield-Konsortiums wird das brachliegende Industrieareal nun für ein neues Großprojekt genutzt.



