Apple meldet Rekordumsatz von 114,5 Milliarden Dollar und warnt vor Speicherkosten
In der ersten Earnings Call unter CEO Ternus stellt Apple KI als Erlösthema dar, nennt aber keine Monetarisierungszahlen. Für das Dezemberquartal erwartet der Konzern eine niedrigere Bruttomarge.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Apple meldet für das Septemberquartal 2026 einen Rekordumsatz von 114,5 Mrd. US-Dollar (+12 %).
- Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg auf 2,10 US-Dollar (+14 %).
- Die Bruttomarge lag bei 47,9 %, inklusive rund 1 Prozentpunkt aus Zollrückerstattungen.
- Für das Dezemberquartal erwartet Apple Umsatzwachstum von 7 bis 10 %.
- Die Fertigungs-Abnahmeverpflichtungen stiegen von Juni bis September um 33 Mrd. US-Dollar.
Apple meldet 114,5 Mrd. Dollar Rekordumsatz in der ersten Call unter Ternus
Für das am 26. September 2026 beendete vierte Geschäftsquartal weist Apple einen Umsatz von 114,5 Milliarden US-Dollar aus. Das sind 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und ein Rekord für ein Septemberquartal. Die Bruttomarge lag bei 47,9 Prozent. Darin steckt ein Effekt von rund einem Prozentpunkt durch Zollrückerstattungen. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 14 Prozent auf 2,10 Dollar. Davon entfallen 0,05 Dollar auf die Zollrückerstattungen.
John Ternus nahm erstmals als CEO an der Earnings Call teil, gemeinsam mit CFO Kevan Parekh und COO Sabih Khan. Apple spricht vom besten Geschäftsjahr aller Zeiten, gemessen an Umsatz und Gewinn je Aktie. Die Services erreichten einen Höchststand. Beim iPhone-Umsatz gab es einen Rekord für das Septemberquartal.
Apple nennt das aktuelle Angebot das „ambitionierteste“ bisher. Dazu gehören das iPhone Duo, das iPhone 18 Pro und Pro Max, Touch auf dem Mac, neue Hardware für das Zuhause und das „all-new Siri AI“. Das iPhone Duo bezeichnet der Konzern als „most transformational iPhone since the original“. Dabei handelt es sich um eine werbliche Selbsteinschätzung. Verkaufszahlen und unabhängige Tests müssen zeigen, ob sie zutrifft.
Speicherkosten „beispiellos“: Bruttomarge soll im Dezemberquartal auf 45 bis 46 Prozent sinken
Für das Dezemberquartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent. Die Bruttomarge soll zwischen 45 und 46 Prozent liegen, nach 47,9 Prozent im Septemberquartal. Die Betriebskosten sollen um 11 bis 13 Prozent steigen, die Services um 8 bis 9 Prozent wachsen. Die Services-Prognose enthält zusätzlich einen Währungsgegenwind von rund einem halben Prozentpunkt.
Als Grund nennt das Management die Speicherpreise. Laut der Zusammenfassung der Call bezeichnete es sie als „beispiellos“. Höhere Kosten seien auch über Dezember hinaus zu erwarten. Der Vorteil aus eingelagertem Bestand werde mit der Zeit schwinden. Gleichzeitig stiegen die Abnahmeverpflichtungen in der Fertigung von Juni bis September um 33 Milliarden Dollar. Das Management verbindet dies mit dem Bemühen, die Versorgung zu verbessern.
KI soll über Upgrades, Partner und eigene Dienste Geld bringen, Zahlen fehlen
Beim Thema KI skizzierte das Management mehrere Erlöswege. Laut hyper.ai nannte Parekh Produkt-Upgrades, Drittanbieter-Apps und Partnerschaften sowie eigene Dienste. Ternus sieht eine „tremendous opportunity“. KI und Apple Intelligence fielen in der Call so häufig wie nie zuvor.
Konkreter wurde das Management bei den Services. Erweiterte iCloud+-Pläne bündeln Apple TV und Arcade in über 100 Ländern. Ein kostenpflichtiger erweiterter Zugang zu manchen serverseitigen KI-Funktionen könnte später folgen. Den Kostenmix der Siri-AI-Nutzung und den künftigen Rechenbedarf hält das Management noch für zu früh vorhersagbar.
Monetarisierungszahlen nannte Apple nicht, Partner ebenso wenig. Die Lesart, Apple wolle auch bei Modellen anderer Anbieter von der Plattform profitieren, stammt von hyper.ai. Der Konzern selbst hat sie nicht geäußert.



