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Südkorea startet als erstes G20-Land kostenlosen KI-Dienst für alle Bürger

Drei Konsortien betreiben das Programm, 80 Prozent der Nutzung muss auf heimischen Modellen laufen.

· Veröffentlicht: 09.09.2026 ·2 Min Lesezeit
Südkorea startet als erstes G20-Land kostenlosen KI-Dienst für alle BürgerMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Südkorea hat drei Konsortien unter der Führung von SK Telecom, KT und Kakao ausgewählt, um das Programm zu betreiben.
  • Das Programm trägt den Namen „AI for All“ oder „AI for Everyone“.
  • Der Dienst ist für alle Bürger kostenlos und ohne Nutzungslimits (keine Token-Limits).
  • Mindestens 80 % der Nutzung muss auf koreanischen Modellen laufen.
  • Die 80 % setzen sich zusammen aus mindestens 50 % von qualifizierten koreanischen Foundation-Modellen und mindestens 30 % von anderen inländischen Entwicklern.
  • Ausländische Modelle sind nur erlaubt, wo sie als minimal notwendig gelten, und werden nicht subventioniert.

Drei Konsortien für kostenlose KI – 80-Prozent-Quote für heimische Modelle

Südkorea ist nach Angaben des Ministeriums für Wissenschaft und IKT das erste G20-Land, das seinen Bürgern einen kostenlosen und unbegrenzten KI-Dienst als öffentliche Leistung anbietet. Dafür hat das Ministerium drei Konsortien unter Führung von SK Telecom, KT und Kakao ausgewählt; sie setzten sich gegen sechs Bewerber durch. Die zentrale Auflage: Mindestens 80 Prozent der Nutzung muss auf inländischen Modellen laufen. Davon entfallen mindestens 50 Prozent auf qualifizierte koreanische Foundation-Modelle und mindestens 30 Prozent auf Modelle anderer inländischer Entwickler. Diese Aufteilung stärkt die Datensouveränität und verhindert, dass ein Konsortium ausschließlich eigene Technologie nutzt. Ausländische Modelle sind nur erlaubt, wo sie als minimal notwendig gelten, und werden nicht subventioniert. Der Dienst soll ohne Token-Limits für alle Bürger zugänglich sein.

512 B200-GPUs und Beta-Start im Herbst 2026

Für das laufende Jahr stellt die Regierung den drei Konsortien insgesamt 512 Nvidia-B200-GPUs bereit. Die ausgewählten Unternehmen müssen eigene Mittel in gleicher Höhe wie die staatliche GPU-Unterstützung beisteuern. Der Beta-Test beginnt im September oder Oktober 2026; der vollständige Start ist bis Ende 2026 geplant. Die Gesamtkosten des Programms hat die Regierung bislang nicht beziffert. Ab 2027 soll der Staatshaushalt einen Teil der Betriebskosten des landesweiten Dienstes übernehmen. Die GPU-Zuteilung ist Teil der staatlichen Recheninfrastruktur, mit der die kostenlosen und unbegrenzten Dienste für die Bevölkerung betrieben werden sollen.

10 Billionen Won Budget gegen digitale Kluft

Das Programm soll die digitale Kluft schließen. Laut einer Regierungsumfrage haben nur 31,9 Prozent der als digital verwundbar eingestuften Personen Erfahrung mit KI. Das südkoreanische KI-Budget für 2026 beträgt etwa 10 Billionen Won (rund 7,2 Milliarden US-Dollar). Für 2027 ist ein spezielles Budget von 250 Milliarden Won für „AI for All“ vorgesehen: 170 Milliarden Won für die Anmietung von rund 2.000 B200-GPUs, 30 Milliarden Won direkt an die drei Konsortien (je 10 Milliarden) und 50 Milliarden Won als gemeinsamer Fonds für externe spezialisierte Agenten. Der geplante öffentliche KI-Agent soll proaktiv Wohlfahrts- und Verwaltungsleistungen finden und beantragen.

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Manuel Peter
Redaktion · KI-Regulierung & Recht

Manuel Peter verfolgt für KI Spotlight die rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz: den EU AI Act, Datenschutz, Haftungsfragen und Governance. Er ordnet ein, was neue Vorgaben konkret bedeuten – ersetzt aber keine individuelle Rechtsberatung.

Quellen

  1. dev.to ↗

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