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OpenAI wirbt Anthropic-Kunden mit Rabatten ab – Zahlen aus einer Quelle widersprechen sich

Laut The Information gewährt OpenAI Replit Nachlässe von über 30 Prozent, und bei Rippling kippt das Verhältnis zugunsten von OpenAI. Alle Angaben stammen aus einer einzigen, unbestätigten Quelle.

· Veröffentlicht: 26.10.2026 ·2 Min Lesezeit
OpenAI wirbt Anthropic-Kunden mit Rabatten ab – Zahlen aus einer Quelle widersprechen sichMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Laut The Information (24. Oktober 2026) wirbt OpenAI Unternehmenskunden von Anthropic mit Preisnachlässen ab.
  • Replit verschob laut The Information den Großteil seines KI-Budgets zu OpenAI.
  • Laut Parker Conrad stieg bei Rippling der OpenAI-Anteil an Coding-Arbeit von 16 auf 52 Prozent.
  • Laut Chosun wurde DataCamp ein Rabatt von 40 Prozent angeboten.
  • OpenAI richtet laut The Information einen Support-Chatraum für Coding-Werkzeuge ein.

OpenAI lockt Anthropic-Kunden mit Nachlässen von über 30 Prozent

OpenAI wirbt gezielt Unternehmenskunden von Anthropic ab. Das Angebot umfasst Modelle und das Coding-Werkzeug Codex, die mit Preisnachlässen zu haben sind. Das berichtet The Information am 24. Oktober 2026. Laut Bericht hat Replit den Großteil seines KI-Budgets zu OpenAI verschoben. OpenAI habe zuvor mehr als 30 Prozent Nachlass auf einen Jahresvertrag angeboten, dessen Volumen angeblich über 100 Millionen US-Dollar liegt. Anthropic wollte einen früheren Rabatt nur verlängern, wenn Replit höhere Ausgaben zusagt. Auch dem Weiterbildungsanbieter DataCamp soll OpenAI laut der koreanischen Zeitung Chosun 40 Prozent Nachlass angeboten haben.

Die Quellenlage ist dünn. The Information stützt sich auf Aussagen von Unternehmenschefs und auf Personen, die mit den Verträgen vertraut sind. Heise, Chosun, ajupress und The Decoder geben diesen Bericht lediglich wieder. Heise formuliert vorsichtig und schreibt von „angeblich“ und „wohl“. Eine Stellungnahme von OpenAI oder Anthropic enthält das ausgewertete Material nicht.

Rippling dreht das Verhältnis: OpenAI 52 Prozent, Anthropic 18 Prozent

Am deutlichsten fällt der Wechsel laut Bericht beim HR-Softwareanbieter Rippling aus. Firmenchef Parker Conrad berichtet, zitiert nach The Information, dass im Mai 2026 Anthropic-Modelle 57 Prozent der Coding-Arbeit erledigten, OpenAI-Modelle 16 Prozent. Heise spricht von mehreren hundert Entwicklern. Inzwischen liegt OpenAI bei 52 Prozent, Anthropic bei 18 Prozent. Als Grund nennt der Bericht die Kostensenkung.

Laut Bericht gewährt Anthropic Rabatte nur gegen ein höheres Gesamtvertragsvolumen, so auch im Fall Replit. Daneben richtete OpenAI einen Support-Chatraum ein. Dort helfen OpenAI-Ingenieure, Vertriebsleute und Kontakte des Investors Andreessen Horowitz bei Problemen mit Coding-Werkzeugen.

Zwischen 20 und 90 Prozent: Die Rabattzahlen messen offenbar Verschiedenes

Die Größenordnungen passen nicht zusammen. Chosun und andere nennen Vertragsrabatte von 20 bis 40 Prozent, etwa bei Replit und DataCamp. The Decoder spricht dagegen von Preissenkungen „bis zu 90 Prozent“ und zitiert DataCamp-Chef Jonathan Cornelissen mit einer Kostenersparnis von 80 bis 90 Prozent.

Vermutlich geht es um unterschiedliche Größen: ein Listenrabatt auf der einen Seite, die tatsächliche Gesamtkostenreduktion beim Kunden auf der anderen. Die Quellen trennen das nicht sauber. The Decoder weist außerdem darauf hin, dass Preissenkungen bei OpenAI teils auf effizientere Modelle und Infrastruktur der Reihen Sol und Luna zurückgehen, nicht allein auf Rabatte. Ob ein Wechsel auf günstigere Modelle in die Zahlen einfließt, bleibt offen.

Eine Bestätigung durch OpenAI, Anthropic oder unabhängige Marktdaten liegt nicht vor. Den Börsengang von Anthropic nennt Heise nur als Verweis auf andere Berichte.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. chosun.com ↗

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