ChatGPT Work: Plus-Nutzer sieht trotz 500k Token nur rund 7k Token Chatverlauf
Ein Nutzer berichtet, Work reiche bei Chats von 15 bis 17k Token nur etwa 7k Token an das Modell weiter. OpenAI nennt für GPT-6.1 Sol 500k Token. Der Bericht ist ein Einzelfall und unbestätigt.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Laut OpenAI-Hilfeseite beträgt das Standard-Kontextfenster von GPT-6.1 Sol in ChatGPT Work und Codex 500.000 Token.
- GPT-6.1 Sol, GPT-6 Sol und GPT-6 Luna sind nur in ChatGPT Work und Codex verfügbar.
- GPT-6.1 Sol wird schrittweise für berechtigte bezahlte Tarife freigegeben.
- Innerhalb des Abo-Kontingents fällt für GPT-6.1 Sol kein Long-Context-Aufpreis an.
- Work ist laut OpenAI ein Agent für längere, mehrstufige Aufgaben.
Nutzer sieht in ChatGPT Work nur etwa 7k Token seines Chatverlaufs
Ein Plus-Nutzer schildert im OpenAI-Community-Forum und auf Reddit, ChatGPT Work gebe nur einen Bruchteil seines Chatverlaufs an das Modell weiter. Bei Chats mit etwa 15 bis 17k Token habe das Modell rund 7k Token gesehen. Laut Bericht betrifft das zwei Modelle: GPT-6 Luna und GPT-6.1 Sol. Als Beleg dienen ein Datenexport und Auskünfte der Modelle selbst. Luna habe erklärt, der frühere Teil sei abgeschnitten worden. In der Eingabe habe der Hinweis „conversation too long; skipping some content“ gestanden.
Daraus folgt: Anweisungen aus der ersten Nachricht gehen verloren, und die Antworten halten das vorgegebene Format nicht mehr ein. Der Bericht stammt jedoch von einem einzelnen Nutzer. Eine unabhängige Prüfung liegt nicht vor.
OpenAI nennt 500.000 Token für GPT-6.1 Sol, aber keine Verlaufsgrenze
Die OpenAI-Hilfeseite gibt für GPT-6.1 Sol in ChatGPT Work und Codex ein Standard-Kontextfenster von 500.000 Token an. GPT-6.1 Sol, GPT-6 Sol und GPT-6 Luna stehen nur in Work und Codex bereit, nicht in regulären Chats. GPT-6.1 Sol wird schrittweise freigegeben, abhängig von Tarif und Workspace-Einstellungen.
Laut OpenAI fällt innerhalb des Abo-Kontingents kein Long-Context-Aufpreis an. Lange Konversationen zählen trotzdem auf die Nutzungslimits. Für Plus wirbt OpenAI in der Tarifübersicht mit „Expanded memory and context“.
Welche Menge des Chatverlaufs tatsächlich beim Modell ankommt, sagt keine dieser Quellen. Der Nutzerbericht und die Herstellerangabe stehen damit unverbunden nebeneinander. Der Nutzer sieht rund 1,5 Prozent dessen, was die Zahl nahelegt.
Fußnote zum geteilten Kontext erklärt die Abweichung nicht
Eine Fußnote der Tarifübersicht beschreibt ein gemeinsames Kontextfenster. Der Anteil für Nutzereingaben sei kleiner als das Gesamtfenster. Systemanweisungen, Memories und interne Verarbeitung wie Reasoning belegen demnach Platz. Hinzu kommt ein allgemeiner Mechanismus: Bei jeder Nachricht wird der gesamte Verlauf neu gesendet. Überschreitet er die Modellgrenze, können die ältesten Teile wegfallen.
Eine Abweichung von rund 99 Prozent erklärt das nicht. Ob eine gewollte Begrenzung, ein Fehler oder ein Missverständnis vorliegt, lässt sich dem Material nicht entnehmen. Eine Reaktion von OpenAI, eine unabhängige Reproduktion oder eine Bestätigung durch Fachmedien fehlt bislang. Andere Nutzer berichten zwar von zu kurzen Konversationslängen in Work. Eine Grenze von 7k Token belegen diese Berichte aber nicht.
Betroffene können Anweisungen im Verlauf wiederholen oder einen neuen Chat beginnen.


