Nscale verhandelt laut Bloomberg mit Anthropic über einen zweiten 45-Milliarden-Dollar-Deal
Es geht um ein weiteres 460-Megawatt-Gebäude auf dem Monarch-Campus in West Virginia. Offiziell bestätigt ist das nicht; die Berichte stützen sich auf anonyme Quellen.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Laut Medienberichten verhandelt Nscale mit Anthropic über einen Deal von rund 45 Mrd. USD.
- Nscales Börsenunterlagen weisen Vereinbarungen mit Anthropic über bis zu rund 44,6 Mrd. USD aus.
- Der August-Deal umfasst rund 45 Mrd. USD über sechs Jahre für 460 MW Nvidia Vera Rubin.
- Nscale wurde 2024 gegründet und betreibt Standorte in Norwegen, den USA und Großbritannien.
- Im März 2026 sammelte Nscale 2 Mrd. USD bei 14,6 Mrd. USD Bewertung ein.
Nscale und Anthropic verhandeln über ein zweites 460-MW-Gebäude für 45 Mrd. USD
Der britische KI-Cloudanbieter Nscale verhandelt laut Bloomberg mit Anthropic über einen zweiten Rechenkapazitäts-Deal von rund 45 Milliarden US-Dollar. Bloomberg beruft sich auf Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind. Demnach geht es um ein zweites Gebäude auf dem Monarch-Campus in West Virginia. Es soll 460 Megawatt für Nvidias kommende Vera-Rubin-Chips liefern.
CNBC nennt eine eigene anonyme Quelle mit denselben Eckdaten: ein zweites 460-MW-Rechenzentrum am selben Standort, Wert etwa 45 Milliarden Dollar. Die Person war laut CNBC nicht befugt, über die Gespräche zu sprechen. Eine offizielle Bestätigung liegt nicht vor. Anthropic lehnte laut Bloomberg und CNBC einen Kommentar ab. Nscale wurde laut CNBC um Stellungnahme gebeten.
Das Portal The Next Web, das Bloomberg zitiert, schreibt, ein Vertrag könnte „within days“ unterzeichnet werden. Die Konditionen könnten sich noch ändern. Das Portal räumt selbst ein, den Bericht nicht unabhängig überprüft zu haben. Alle Angaben sind also Berichtslage und kein gesichertes Geschäft.
Der erste Deal vom August liefert Größe, Laufzeit und Netzanschluss als Maßstab
Neu ist allein die Verhandlung über den zweiten Vertrag. Der erste Deal wurde bereits im August berichtet. Anthropic soll rund 45 Milliarden Dollar über sechs Jahre für Kapazität im ersten Gebäude des Monarch-Campus zahlen, etwa 460 MW auf Basis von Vera Rubin. Ende 2027 soll die Kapazität ans Netz gehen. Laut Bloomberg hält Anthropic außerdem ein Vorkaufsrecht auf ein geplantes drittes Gebäude.
Auch diese Angaben stammen aus Medienberichten mit anonymen Quellen. Nscale weist in seiner Unterlage für den geplanten Börsengang Vereinbarungen mit Anthropic von bis zu rund 44,6 Milliarden Dollar aus. Volumen und Größe des mutmaßlich zweiten Deals wären damit identisch mit dem ersten. Frühe Berichte, etwa von TechCrunch, sprachen von einem „unterzeichneten“ Deal. Nach Inhalt der Berichte beziehen sie sich auf den ersten Vertrag. Ihr Datum ist im Material nicht ausgewiesen, die Zuordnung ist daher eine Schlussfolgerung.
Offen bleibt, ob Strom und Lieferung am Monarch-Campus tragen
Unklar ist, wie belastbar die Stromversorgung der Nscale-Projekte ist. Laut Telegraph hat Microsoft seine Rolle als Ankermieter am geplanten Standort Loughton in Essex beendet. Der Grund: UK Power Networks sieht Netzkapazität für die 90 Megawatt frühestens Anfang bis Mitte der 2030er Jahre. Ein Nscale-Sprecher erklärte gegenüber CNBC, man bleibe dem Projekt verpflichtet und prüfe alternative Stromquellen.
The Next Web nennt dagegen Monarch als Standort, an dem Microsoft seinen Plan als Hauptmieter aufgegeben habe. Zwei andere Quellen nennen Loughton. Diese Abweichung ist im Material nicht aufgelöst. Für die Lieferfähigkeit am Monarch-Campus wäre sie entscheidend.
Nscale hat zudem einen Börsengang in den USA eingereicht, laut AlphaSense am 18. September an der NYSE.



