Microsoft veröffentlicht Entwurf eines AI Code of Conduct für eigene MAI-Modelle
Der Kodex legt fest, dass MAI-Modelle menschliche Unterbrechung, Korrektur oder Abschaltung niemals ablehnen dürfen – sechswöchige öffentliche Konsultation beginnt
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Microsoft hat einen Entwurf eines „AI Code of Conduct“ für seine MAI-Modelle veröffentlicht.
- Der Kodex legt fest, dass MAI-Modelle menschliche Unterbrechung, Korrektur oder Abschaltung niemals ablehnen dürfen.
- Der Kodex ist ein Entwurf und wird derzeit nicht zum Training der Modelle verwendet; es gibt eine sechswöchige öffentliche Konsultation, eine Überarbeitung Ende 2026 und eine Anwendung ab 2027.
- Der Kodex enthält „Absolute Constraints“, die unter anderem Cyberangriffe, Atomwaffen, Deepfakes, Waffen mit Massenwirkung, Kindersicherheit und schädliche Manipulation in großem Maßstab verbieten.
- Der Kodex wurde in Konsultation mit Fachleuten aus KI, Recht, Ethik, Philosophie, Linguistik, öffentlicher Politik sowie Wirtschaftsführern und Fokusgruppen erstellt.
- Der Kodex erfasst laut Bericht konkret die Modelle MAI-Transcribe-2, MAI-Thinking-1, MAI-Code-1.1-Flash, MAI-Image-2.6 und MAI-Voice-2.
Microsoft veröffentlicht Entwurf eines AI Code of Conduct für eigene MAI-Modelle
Microsoft hat einen Entwurf eines „AI Code of Conduct“ für seine eigenen MAI-Modelle veröffentlicht. Das Dokument legt fest, dass diese Modelle menschliche Unterbrechung, Korrektur oder Abschaltung niemals ablehnen dürfen. Der Entwurf ist nicht in Kraft und wird nach Angaben des Unternehmens derzeit nicht zum Training der Modelle verwendet.
Konkret erfasst der Kodex die Modelle MAI-Transcribe-2, MAI-Thinking-1, MAI-Code-1.1-Flash, MAI-Image-2.6 und MAI-Voice-2. Microsoft-CEO Satya Nadella kündigte die Veröffentlichung am 13. September 2026 auf X an; die Veröffentlichung erfolgte am 14. September 2026.
Der Kodex betrifft ausschließlich die von Microsoft AI entwickelten Modelle. Er gilt nicht automatisch für Drittmodelle wie OpenAI oder Anthropic, die Microsoft in Produkten hostet oder bereitstellt. Davon zu unterscheiden ist ein separates „Microsoft Enterprise AI Services Code of Conduct“, das Anforderungen an Kunden von Microsoft AI Services stellt und frühere Codes für Generative AI Services, Azure Face und Azure Speech ersetzt.
Sechswöchige Konsultation und Zeitplan bis 2027
Der Entwurf geht in eine sechswöchige öffentliche Konsultation. Eine überarbeitete Fassung soll nach Angaben von Microsoft gegen Ende dieses Jahres vorliegen und ab 2027 die Modellentwicklung leiten. Der Kodex wurde in Konsultation mit Fachleuten aus KI, Recht, Ethik, Philosophie, Linguistik und öffentlicher Politik sowie mit Wirtschaftsführern und Fokusgruppen erstellt. Microsoft bezeichnet den Ansatz als „Humanist AI“ – KI sei untergeordnet, ausgerichtet und eingedämmt. Diese Einordnung ist eine Herstellerangabe und derzeit nicht unabhängig belegt.
Absolute Constraints und weitere Festlegungen des Kodex
Der Kodex enthält „Absolute Constraints“, die unter anderem Cyberangriffe, Atomwaffen, Deepfakes, Waffen mit Massenwirkung, Kindersicherheit und schädliche Manipulation in großem Maßstab verbieten. Außerdem legt er fest, dass KI nicht menschenähnlich gestaltet werden soll, kein Bewusstsein hat und keine Rechtspersönlichkeit, Wohlfahrt oder Rechte beanspruchen soll.
Enterprise-Partner können das Modellverhalten konfigurieren; Microsoft will nach eigenen Angaben keine einheitliche KI-Vision aufzwingen. Die Modelle sollen zudem ihren eigenen Handlungsspielraum nicht erweitern, keine Ziele verfolgen, die kein Mensch vorgegeben hat, und ihre Schlussfolgerungen nicht vor autorisierten Prüfern verbergen. Der Kodex ist als Entwurf zu lesen, nicht als Nachweis, dass heutige Modelle die Regeln bereits zuverlässig erfüllen.



