Meta soll jährlich bis zu 10 Milliarden Dollar für Anthropic-Modelle einplanen
Interne Projektionen und Gespräche über Rechenzentrumsvermietung – offiziell nicht bestätigt
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Meta hat intern projiziert, bis zu 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr für Anthropic-KI-Modelle auszugeben (laut übereinstimmenden Medienberichten, nicht offiziell bestätigt).
- Meta ist einer der größten Kunden von Anthropic und zahlt monatlich Hunderte Millionen US-Dollar.
- Meta nutzt Anthropic-Modelle für interne Entwicklung und zum Testen eines neuen KI-Produkts namens Hatch.
- Meta ist in Gesprächen, Rechenkapazität aus seinen Rechenzentren an Anthropic zu vermieten; der Deal könnte laut New York Times bis zu 10 Milliarden US-Dollar über zwei Jahre wert sein.
- Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar, etwa doppelt so viel wie im Vorjahr.
- Anthropic hat im Juli einen Jahresumsatz von über 65 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Meta plant Milliardenausgaben für Anthropic-Modelle
Meta hat laut übereinstimmenden Medienberichten intern projiziert, bis zu 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr für KI-Modelle von Anthropic auszugeben. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen; die Zahl sei zu einem Zeitpunkt in diesem Jahr in Metas interner Planung aufgetaucht. Demnach ist Meta einer der größten Kunden des KI-Startups und zahlt monatlich Hunderte Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat Claude Code in großem Umfang für interne Entwicklungsarbeit übernommen und Anthropic-Modelle für das Produkt Hatch getestet. Metas Leiter für KI-Produkte, Nat Friedman, sagte Mitarbeitern dem Bericht zufolge, dass ein vollständiger Wechsel zu Metas eigenen Werkzeugen oder denen von OpenAI den Umsatz von Anthropic schmälern könnte – ein Hinweis auf die tiefe Integration. Die finanzielle Verflechtung zwischen den beiden Unternehmen war bislang nicht in diesem Umfang bekannt. Meta und Anthropic konkurrieren öffentlich; Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte in einem Essay in diesem Monat KI-Labore kritisiert, ohne Namen zu nennen – ein Text, der weithin als Angriff auf Anthropic und dessen CEO Dario Amodei gelesen wurde. Die berichteten Ausgaben sind nicht offiziell bestätigt.
Meta verhandelt über Vermietung von Rechenzentrumskapazität an Anthropic
Parallel dazu ist Meta laut New York Times in Gesprächen, Rechenkapazität aus seinen Rechenzentren an Anthropic zu vermieten. Der Deal könnte nach Angaben von drei mit den Diskussionen vertrauten Personen einen Wert von bis zu 10 Milliarden US-Dollar über zwei Jahre erreichen. Diese Summe ist nicht zu verwechseln mit den zuvor berichteten internen Ausgabenprojektionen von bis zu 10 Milliarden Dollar pro Jahr für Anthropic-Modelle; es handelt sich um zwei getrennte Vorgänge. Die Verhandlungen befinden sich demnach in einem frühen Stadium und könnten ohne Einigung enden. Anthropic hat die Gespräche den Berichten zufolge im Juni dieses Jahres initiiert. Meta hat seine Investitionsausgaben für 2026 auf 125 bis 145 Milliarden US-Dollar angehoben – etwa doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Anstieg ist fast vollständig auf den Ausbau von KI-Rechenzentren zurückzuführen. Hintergrund der Vermietungspläne ist, dass Meta nach eigener Aussage möglicherweise mehr Rechenzentren baut, als es angesichts der Nachfrage nach seinen eigenen KI-Diensten benötigt. Der Verkauf überschüssiger Rechenleistung an Unternehmen wie Anthropic könnte Meta eine neue Einnahmequelle erschließen, bis die interne Nutzung steigt. Zuckerberg hatte zuletzt öffentlich Interesse daran signalisiert, überschüssige Rechenleistung zu verkaufen. Eine Vermietung an Anthropic würde Meta laut CNN in direkte Konkurrenz zu Cloud-Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google bringen.
Keine offizielle Bestätigung – Zahlen als spekulativ eingestuft
Beide Vorgänge sind nicht offiziell bestätigt. Meta und Anthropic lehnten eine Stellungnahme zu den berichteten Gesprächen ab. Eine mit der Sache vertraute Quelle sagte CNN, alle genannten konkreten Zahlen seien spekulativ. Die New York Times stützt ihre Angaben auf anonyme Personen, die mit den Unternehmen vertraut sind. Das Fehlen offizieller Bestätigungen bedeutet, dass die genannten Zahlen auf internen Planungen und anonymen Quellen beruhen und sich noch ändern können. Gerade bei frühen Verhandlungen und internen Projektionen ist mit Abweichungen zu rechnen, da sowohl die tatsächliche Nutzung externer Modelle als auch der Abschluss eines Mietvertrags von weiteren Faktoren abhängen. Anthropic selbst hatte im Juli einen Jahresumsatz von über 65 Milliarden US-Dollar prognostiziert – ein Betrag, zu dem die berichteten Meta-Ausgaben einen erheblichen Anteil beitragen könnten. Ob und in welcher Höhe die Geschäfte zustande kommen, bleibt offen.



