Meta-Managerin Sandhya Devanathan wechselt zu OpenAI
OpenAI schafft neue Rolle für Südostasien und Australien; Meta ordnet Indien-Berichtslinie neu und steht unter regulatorischem Druck.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Sandhya Devanathan, Metas Vice President und Head für Indien und Südostasien, verlässt Meta nach mehr als einem Jahrzehnt.
- Devanathan tritt OpenAI als Vice President für Südostasien und Australien bei; die Rolle ist neu geschaffen, Sitz ist Singapur, Berichtslinie an Kiran Mani, Managing Director Asia-Pacific.
- Ihre Verantwortung umfasst Verbraucherwachstum, Unternehmensakzeptanz und Partnerschaften, Regulierungskontakt und Betrieb.
- Devanathan beginnt bei OpenAI im Oktober.
- Devanathan kam 2016 zu Meta, hatte mehrere Führungsrollen, darunter APAC-Gaming, und wurde im Juni des Vorjahres zur Vice President für Indien und Südostasien ernannt.
- Nach Devanathans Weggang wird Metas Indien-Geschäftsführer Arun Srinivas direkt an Benjamin Joe, Vice President Asia-Pacific, berichten.
Wechsel an die Spitze von OpenAIs Südostasien-Geschäft
Sandhya Devanathan verlässt Meta nach mehr als einem Jahrzehnt und wechselt zu OpenAI. Dort übernimmt sie die neu geschaffene Rolle als Vice President für Südostasien und Australien, wie OpenAI bestätigte. Ihr Sitz ist Singapur, sie berichtet an Kiran Mani, Managing Director Asia-Pacific, und startet im Oktober. Die Position unterstreicht OpenAIs strategische Expansion im asiatisch-pazifischen Raum: Das Unternehmen hat in den vergangenen zwei Jahren Büros in Singapur, Tokio, Seoul, Sydney und Delhi eröffnet, und Südostasien beheimatet laut OpenAI zwei der zehn größten ChatGPT-Märkte weltweit – Indonesien und die Philippinen. Devanathan bringt über 25 Jahre Erfahrung aus Technologie und Finanzdienstleistungen mit. Bei Meta leitete sie zuletzt das Indien- und Südostasien-Geschäft und war zuvor für das APAC-Gaming verantwortlich. Ihre Erfolge umfassen die Einführung von WhatsApp für staatliche Bürgerdienste in Indien sowie die Unterstützung kleiner Unternehmen in Vietnam, Indonesien und Thailand. In der neuen Rolle verantwortet sie Verbraucherwachstum, Unternehmensakzeptanz, Partnerschaften, Regulierungskontakt und Betrieb. Ihr Wechsel folgt wenige Tage nach der Ernennung von Prabhjeet Singh zum OpenAI-Indien-Chef und signalisiert einen klaren Fokus auf die Region.
Meta ordnet Indien-Berichtslinie neu und steht unter Druck
Nach Devanathans Weggang wird Metas Indien-Geschäftsführer Arun Srinivas direkt an Benjamin Joe, Vice President Asia-Pacific, berichten. Der Wechsel fällt in eine Phase wachsenden regulatorischen Drucks auf Meta in Indien. Die Regierung prüft, ob Metas Empfehlungssysteme und bezahlte Inhalte mit dem Intermediärstatus nach dem IT Act vereinbar sind. Sollte Meta als Publisher eingestuft werden, würde es den Safe-Harbour-Schutz verlieren und müsste Verantwortung für die Inhalte übernehmen. Der Druck hat sich zuletzt verschärft: Eine BBC-Recherche legte nahe, dass bezahlte Instagram-Anzeigen in Indien zu Material über sexuellen Kindesmissbrauch führten; zudem wurde WhatsApp aufgefordert, die Einführung eines Username-Features zu stoppen, da dies Online-Betrug und Identitätsdiebstahl erschweren könnte. Vor diesem Hintergrund traf sich Meta mit IT-Minister Ashwini Vaishnaw; das Team um Joel Kaplan sicherte zu, an Deepfakes, CSAM, Bots und synthetischen Inhalten zu arbeiten. Die Regierung verlangt zudem Erklärungen zu Algorithmen, CSAM, Online-Betrug, Deepfakes und automatisierten Bot-Konten.



