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Memo-Bericht: Nvidia-Chef Huang soll Beziehung zu mutmaßlicher chinesischer Spionin gehabt haben

Die Financial Times berichtet erstmals von einer Liebesbeziehung, die New York Times von einer Anwerbung durch den MSS. Beide Berichte stützen sich auf ein unveröffentlichtes Geheimdienst-Memo und anonyme Quellen.

· Veröffentlicht: 08.11.2026 ·2 Min Lesezeit
Memo-Bericht: Nvidia-Chef Huang soll Beziehung zu mutmaßlicher chinesischer Spionin gehabt habenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Laut NYT soll Alice Huang für den MSS spioniert haben, gestützt auf Geheimdienstinformationen.
  • Das unveröffentlichte Memo wurde laut FT einem kleinen Kreis hochrangiger US-Beamter gezeigt.
  • Das Memo ist nicht veröffentlicht; alle Angaben stammen aus anonymen Quellen.
  • Alice Huang ist laut übereinstimmenden Berichten nicht mit Jensen Huang verwandt; Auch Nvidia sagt das.
  • Der in Singapur ansässige Nvidia-Kunde Megaspeed stand laut NYT wegen möglicher Chip-Umleitung nach China unter Beobachtung.

FT: Memo hält Liebesbeziehung zwischen Jensen Huang und Alice Huang fest

Die Financial Times (FT) berichtete am 7. November unter Berufung auf Eingeweihte, ein US-Geheimdienst-Memo halte eine Liebesbeziehung zwischen Nvidia-Chef Jensen Huang und der Megaspeed-Managerin Alice Huang (chinesisch: Huang Le) fest. Das Memo sei früher in diesem Jahr entstanden. Gezeigt worden sei es nur einem kleinen Kreis hochrangiger US-Beamter, kurz vor Donald Trumps Peking-Reise im Mai. Das Weiße Haus und die CIA lehnten laut FT einen Kommentar ab. Alice Huang war nicht erreichbar.

Die Beziehungsbehauptung stammt bislang allein von der FT und ist nicht unabhängig bestätigt. Das Memo liegt nicht öffentlich vor, alle Angaben beruhen auf zweiter Hand. Nach übereinstimmenden Berichten und laut Nvidia sind die beiden nicht verwandt.

Spionagevorwurf stammt von der NYT: MSS soll Megaspeed-Managerin angeworben haben

Den Spionagevorwurf erhob zuerst die New York Times (NYT). Sie berief sich auf „people briefed on the intelligence“ und schrieb, ein im Frühjahr unter hochrangigen Regierungsvertretern kursierendes Memo stütze sich auf Geheimdienstinformationen. Demnach spioniere Alice Huang für das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS). Sie sei angeworben worden, um Informationen über Jensen Huang zu sammeln. Das ist die Berichtslage, kein bewiesener Sachverhalt.

Megaspeed ist ein Rechenzentrumsunternehmen aus Singapur und Nvidia-Kunde. Laut NYT stand es unter Beobachtung, weil es Nvidia-Chips möglicherweise nach China weitergeleitet haben könnte. Anklagen wurden nicht angekündigt.

Nvidia verweigert Kommentar zum Memo, Peking spricht von Verleumdung

Nvidia lehnte laut FT einen Kommentar zum Memo und zur Beziehungsbehauptung ab. Ein Dementi liegt damit nicht vor. Die Formulierung „Nvidia weist zurück“ trifft deshalb nur teilweise zu. Zum Spionagebericht erklärte das Unternehmen gegenüber ABC und NYT, Jensen Huangs Interaktionen mit Alice Huang seien „not unusual or unexpected“. Außerdem teile Nvidia keine Verschlusssachen mit Kunden.

Jensen Huang sagte gegenüber Bloomberg, die Beziehung zu Megaspeed sei „normal and not unusual“. Nvidia habe die Deployments geprüft und keine illegalen Chip-Lieferungen nach China festgestellt. Dabei handelt es sich um Herstellerangaben ohne unabhängige Prüfung.

Chinas Außenamtssprecher Guo Jiakun bezeichnete den NYT-Bericht am 30. Oktober als „groundless speculation“ und „purely slanderous smears“.

Ausschussvorsitzende verlangen geschlossenes Briefing von Jensen Huang

Drei republikanische Vorsitzende nationaler Sicherheitsausschüsse im Repräsentantenhaus bitten Jensen Huang laut Bloomberg um ein geschlossenes gemeinsames Briefing. Gegenstand sind Nvidias Sicherheitsprotokolle und seine Kontakte zu Huang Le. Sie verweisen dabei auf öffentliche Berichte. Zu Termin, Zusage oder Ergebnis liegen keine Angaben vor.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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