KI-Modelle sollen gefälschte Kosmetik erkennen – Testphase läuft
Das Grover Lab prüft, ob ChatGPT, Gemini oder Claude anhand von Fotos Fälschungen des Rhode Peptide Lip Tint identifizieren können. Ein fertiges Tool gibt es nicht.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Das Labor (Grover Lab) führt eine laufende Studie durch, hat authentische und gefälschte Kosmetik gekauft und Fotos von drei Verpackungen des Produkts „Rhode Peptide Lip Tint“ gemacht, um zu testen, ob bestehende KI-Modelle Fälschungen erkennen können.
- Nyckel bietet einen vortrainierten Kosmetikmarken-Klassifikator an, der ein Bild einer von 10 Marken zuordnet; die Nutzung erfolgt per API ohne vorheriges Training.
- Cypheme bietet eine KI-basierte Anti-Fälschungstechnologie namens Vrai AI an, die anhand eines Fotos eines spezifischen Details (z. B. des Krokodil-Logos bei Lacoste) echte von gefälschten Produkten unterscheiden kann; Lacoste ist der erste Anwender.
- Ein arXiv-Paper beschreibt ein Deep-Neural-Network-System zur Erkennung gefälschter Produkte aus Smartphone-Bildern ohne spezielle Sicherheitsetiketten; es berichtet 99,71 % Genauigkeit bei Bekleidung nach 3,06 % Ablehnungen.
- Die New York Times berichtet über den Kauf eines gefälschten Rhode Peptide Lip Treatment von Amazon und dokumentiert Unterschiede (Länge, Farbe, Etikett, Gewicht, Aufblähung) im Vergleich zum Original von Rhode Skin.
Das Grover Lab führt nach eigenen Angaben eine laufende Studie durch, in der bestehende KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini oder Claude getestet werden. Anhand von Fotos dreier Verpackungen des Produkts „Rhode Peptide Lip Tint“ soll geprüft werden, ob die generischen Chatbots Fälschungen erkennen können. Dafür hat das Labor nach eigenen Angaben authentische und gefälschte Kosmetik gekauft und fotografiert. Ein fertiges Tool gibt es nicht: Die Untersuchung befindet sich in der Testphase. Hintergrund ist, dass gefälschte Kosmetik nicht nur Geld kostet, sondern auch Schadstoffe wie Schwermetalle oder Bakterien enthalten kann. Verbraucher könnten künftig Fotos machen und die Modelle zur Echtheitsprüfung nutzen – bislang ist das jedoch nur eine Forschungsidee.



