Just Eat entschuldigt sich für fehlerhafte KI-Speisebilder und pausiert die Funktion
Aus „Breakfast Soda“ wurde ein Glas Cola mit Speck und Eiern. Das Unternehmen entfernt die falschen Bilder und erzeugt vorerst keine neuen.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Just Eat hat sich für die fehlerhaften KI-generierten Bilder entschuldigt.
- Die Plattform testete KI-Bilder für Menüpunkte ohne Foto, vor allem für kleine unabhängige Restaurants.
- Ein Sprecher sagte, die falschen Bilder würden entfernt und keine weiteren erzeugt, bis die KI weiterentwickelt sei.
- Just Eat räumte ein, dass das Tool nicht durchgängig korrekte Ergebnisse lieferte.
- Ein Bild zeigte Speck und Eier schwimmend in einem Glas Cola.
Just Eat entschuldigt sich und pausiert KI-Bilder für Speisen ohne Foto
Just Eat hat sich entschuldigt. Zuvor hatten Nutzer im Netz fehlerhafte KI-generierte Bilder von Gerichten gesammelt und sich darüber lustig gemacht. Die Bilder zeigten Speisen von Restaurants, die kein eigenes Foto hinterlegt hatten. Laut einem Sprecher gegenüber der BBC entfernt das Unternehmen die falschen Bilder. Bis die KI weiterentwickelt ist, sollen keine neuen entstehen.
Die Quellen beschreiben den Stopp unterschiedlich. Restaurant Online spricht davon, das Ausrollen sei pausiert, während das Tool weiterentwickelt werde. The Grocer nennt es einen pausierten Test. Vermutlich ist damit jeweils derselbe Schritt gemeint. Alle Darstellungen wirken vorläufig. Ob Just Eat die Bildgenerierung dauerhaft aufgibt, lässt sich dem Material nicht entnehmen.
Beim Stand der Entfernung gehen die Berichte ebenfalls auseinander. Die BBC schreibt, die Entfernung laufe noch („in the process of removing“). Die Redaktion fand viele der kuriosen Bilder weiterhin auf Menüs. Restaurant Online meldet dagegen, betroffene Bilder seien entfernt worden. Das dürfte unterschiedliche Zeitpunkte widerspiegeln. Abgeschlossen scheint die Entfernung jedenfalls nicht zu sein.
Cola statt Soda Bread: Die Fehler der KI
Am bekanntesten ist die Verwechslung beim Wort „soda“. Ein Restaurant in Nordirland mit Soda-Bread-Angebot bekam Bilder von Würstchen, Speck und Spiegeleiern, die in Gläsern mit Softdrink schwimmen. Ein Café in Belfast sah sein Bacon-and-Egg-Soda-Bread ebenfalls so dargestellt. Beim Menüpunkt „Breakfast Soda“ entstand dasselbe Motiv.
Weitere Beispiele: Pommes ragen aus Muffins, Cheddar erscheint als orangefarbene, fondueartige Soße. Ein Miniaturburger sitzt im Soßentöpfchen bei „Burger Sauce“. Sushi-Rollen enthalten Käse, Wassermelonenstücke stecken in Weingläsern, und bei „Garlic Bread Plane“ fliegt ein Flugzeug aus Brot. Salt-and-Pepper-Chips wurden als fade Kartoffelsnacks abgebildet.
Nach Angaben von The Grocer diente der Menütext der Restaurants als Prompt. Die KI übernahm Formulierungen teils wörtlich. Entdeckt wurden die Fehler von Nutzern, unter anderem im Just-Eat-UK-Subreddit und auf X. Die Bilder sind in der App als KI-generiert gekennzeichnet. Viele Bilder waren aber korrekt, etwa Full English Breakfast oder generische Currys, wie der Independent berichtet.
Gedacht für kleine Restaurants ohne Fotobudget
Der Test sollte Menüpunkte ohne Foto mit Bildern versehen. Er richtete sich vor allem an kleine unabhängige Restaurants, die sich professionelle Fotografie nicht leisten können. Ein Sprecher sagte: „We've been trialling AI-enhanced images, and as with any new technology, it isn't always quite right the first time.“ Das Unternehmen entschuldigte sich zudem für unzutreffende Bilder.
Nach eigenen Angaben arbeitet Just Eat mit zehntausenden kleinen Restaurants an Bildmaterial, unter anderem durch die Finanzierung lokaler Fotografen. Partner sollten Fotos zeigen, die ihre Gerichte genau abbilden. Diese Angaben des Unternehmens sind nicht unabhängig geprüft.



