Amazon Polly tauscht das Modell der Generative-Engine aus und ergänzt Hindi und Finnisch
AWS nennt 14 neue Stimmen in 9 Locales, das Developer Guide zählt 10. Unabhängige Belege für die Qualitätsversprechen fehlen bislang.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- AWS hat ein Upgrade der Polly-Generative-Engine mit neuem Modell veröffentlicht, allgemein verfügbar.
- Das Upgrade bringt 14 neue Stimmen in 9 Locales; Hindi und Finnisch sind erstmals als generative Stimmen verfügbar.
- Als Drop-in-Upgrade für bestehende generative Stimmen bleiben Stimmnamen und API-Aufrufe unverändert.
- SSML-Tags bleiben auf der Generative-Engine nutzbar.
- Die Streaming-API mit niedriger Latenz richtet sich an Contact-Center, Chatbots und LLM-basierte Sprachagenten.
Polly tauscht das Modell der Generative-Engine aus, Hindi und Finnisch kommen dazu
AWS hat die Generative-Engine von Amazon Polly auf ein neues Modell umgestellt. Laut AWS ist das Upgrade allgemein verfügbar. Es bringt 14 neue Stimmen in 9 Locales. Hindi und Finnisch sind damit erstmals als generative Stimmen verfügbar.
Bestehende generative Stimmen ersetzt das neue Modell als Drop-in-Upgrade. Stimmnamen und API-Aufrufe bleiben gleich. Laufende Anwendungen sollen ohne Änderungen weiterlaufen.
Zum Vergleich: Die Generative-Engine startete mit nur drei Stimmen, Ruth und Matthew in US-Englisch sowie Amy in Britischem Englisch. Polly unterstützte damals vier Engines: standard, neural, long-form und generative. Die Ausgabe lässt sich weiterhin per SSML-Tags steuern. Die Streaming-API mit niedriger Latenz richtet AWS an Contact-Center, Chatbots und LLM-basierte Sprachagenten.
Zwölf Namen, zehn neue Stimmen: AWS und Developer Guide zählen unterschiedlich
Die AWS-Ankündigung nennt folgende Stimmen: Kenneth und Nate (US-Englisch), Russell und Curtis (Australisches Englisch), Kiara und Arjun (Hindi und Indisches Englisch), Tina (Deutsch), Carlos (US-Spanisch), Leo und Carolina (Brasilianisches Portugiesisch), Hyunduk (Koreanisch) und Suvi (Finnisch).
Die Zahlen stimmen nicht überein. AWS spricht von 14 neuen Stimmen, die Liste enthält jedoch nur 12 Namen. Das Developer Guide, zuletzt am 22. Oktober 2026 aktualisiert, führt dagegen 10 neue generative Stimmen auf. Russell und Suvi beschreibt es als zusätzlich in generativer Variante verfügbar.
Eine mögliche Erklärung ergibt sich aus dem Material, AWS bestätigt sie aber nicht. Zählt man Kiara und Arjun für Hindi und Indisches Englisch doppelt, kommt man auf 14 Stimme-Locale-Paare. Das Developer Guide scheint dagegen nur Namen zu zählen und führt Russell sowie Suvi als neue Varianten bestehender Stimmen. Laut Developer Guide sind generative Stimmen und bidirektionales Streaming außerdem in AWS GovCloud (US-West) verfügbar.
Natürlicher soll es klingen, belegt ist das bislang nicht
Die Aussagen zur Qualität stammen von AWS. Die Sprachausgabe sei natürlicher und ausdrucksstärker bei niedriger Latenz. Zahlen, Währungen, Adressen und E-Mail-Adressen würden genauer gesprochen, sodass weniger Feintuning nötig sei. Unabhängige Belege wie Hörtests oder Latenzmessungen liegen bislang nicht vor.
Besonders prüfen sollten Teams mit Markenstimmen oder festen Hörerwartungen. Weil bestehende generative Stimmen ersetzt werden, können sich Klang, Aussprache und Latenz ändern, ohne dass der Code angepasst wird. Sinnvoll sind eigene Testsätze mit Zahlen und Adressen sowie ein Vergleich vor und nach dem Upgrade.



