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inDrive, Pony.ai und Nvidia prüfen Robotaxis in Kasachstan

Die Absichtserklärung ist eine Machbarkeitsprüfung. Den Start in Astana macht eine Vereinbarung mit der Regierung nötig. Den Termin 2027 nannte der CTO.

· Veröffentlicht: 23.10.2026 ·3 Min Lesezeit
inDrive, Pony.ai und Nvidia prüfen Robotaxis in KasachstanMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • inDrive, Pony.ai und Nvidia unterzeichnen Absichtserklärung für Robotaxi-Pilot in Kasachstan.
  • Pilotstadt ist Astana; Start erfolgt erst nach Vereinbarung mit der Regierung.
  • Pony.ai liefert Gen-7-Robotaxis mit Level-4-Technik; inDrive betreibt Plattform und Service.
  • Nvidia stellt Hyperion-Plattform und Halos-Sicherheitssystem bereit.
  • Tests in Astana sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen, zunächst mit Sicherheitsfahrer.

inDrive, Pony.ai und Nvidia prüfen Robotaxis in Astana

Der Fahrdienstvermittler inDrive, der chinesische Entwickler autonomer Fahrtechnik Pony.ai und der Chiphersteller Nvidia haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. Sie wollen prüfen, ob sich Robotaxis in Kasachstan betreiben lassen. Die Ankündigung kam an einem Freitag. Kasachstan ist der erste Pilotmarkt, Astana die erste Stadt. Gebucht werden sollen die Fahrten über die inDrive-App.

Die Aufgaben sind verteilt. Pony.ai liefert Robotaxis der siebten Generation (Gen-7) mit Level-4-Fahrtechnik. inDrive betreibt Plattform und Service. Nvidia stellt die Rechen- und Sensorplattform Hyperion sowie das Sicherheitssystem Halos bereit. Laut cnevpost ist es die erste Expansion von Pony.ai nach Zentralasien. Die Meldung fiel zeitlich mit dem ersten Besuch von Jensen Huang in Kasachstan zusammen. Nach eigenen Angaben ist inDrive in mehr als 1.200 Städten in 47 Ländern aktiv.

Die Unternehmen beschreiben ihre Beiträge selbst, unabhängig geprüft ist davon nichts. Pony.ai verweist auf eine bewährte Technik im fahrerlosen Regelbetrieb in großen chinesischen Städten. Nvidia schreibt seiner Plattform zu, die Entwicklungskosten senken zu können. inDrive setzt auf eine kapitalarme Strategie und will seinen Fokus auf bezahlbare Fahrten auf autonome Dienste übertragen.

Nur eine Machbarkeitsprüfung: Der Start hängt an der Regierung

Geprüft werden technische, betriebliche, regulatorische und kommerzielle Aspekte von Level-4-Fahrdiensten. Ein Start in Astana soll erst nach einer Vereinbarung mit der kasachischen Regierung erfolgen. Danach wollen die Partner prüfen, ob sie auf weitere Städte in Kasachstan und auf andere inDrive-Länder ausgreifen.

Beim Zeitplan gehen die Quellen auseinander. inDrive-CTO Yuri Misnik sagte TechCrunch, die Tests in Astana begännen in der ersten Jahreshälfte 2027, zunächst mit Sicherheitsfahrer, langfristig ohne Fahrer. Die offizielle Mitteilung nennt dagegen keinen Termin. Zunächst wollen die Partner eine Roadmap erarbeiten. Das Jahr 2027 ist also eine mündliche Zielvorstellung. Im MoU hat sich niemand darauf festgelegt.

Kasachstans Pilotregeln: drei Jahre, drei Orte, Fernbetreiber bei Level 4

Unabhängig von der Ankündigung hat Kasachstan Regeln für autonome Fahrzeuge erlassen. Laut NewTimes.kz, die sich auf Kolesa.kz beruft, unterzeichneten das Ministerium für KI und digitale Entwicklung, das Verkehrsministerium und das Innenministerium den gemeinsamen Erlass am 4. August 2026. Das Pilotprojekt für Fahrzeuge mit bedingter (Level 3) und hoher Automatisierung (Level 4) läuft drei Jahre. Es findet in Astana, Almaty und Kosshy statt, auf Testgeländen und auf öffentlichen Straßenabschnitten, die mit den Behörden abgestimmt sind.

Bei Level 3 muss ein Mensch im Fahrzeug jederzeit eingreifen können. Level-4-Fahrzeuge dürfen ohne Fahrer an Bord fahren, wenn ein Fernbetreiber sie begleitet. Vorgeschrieben sind Datenaufzeichnung, Videoüberwachung, eine Notabschaltung, die Kennzeichnung „Autonomes Fahren“ und Schutz der Software vor äußerer Einflussnahme. Geregelt sind außerdem der Taxieinsatz, die Zusammenarbeit mit der Polizei, das Vorgehen bei Unfällen und die Versicherungsanforderungen. Ob der Erlass für das MoU-Vorhaben geschaffen wurde, belegt das Material nicht.

Früheres inDrive-MoU mit den Behörden: dasselbe Vorhaben, offen

Schon zuvor hatte inDrive mit kasachischen Stellen eine Absichtserklärung geschlossen. Laut gov.kz unterzeichneten das Ministerium für KI und digitale Entwicklung, das Verkehrsministerium, der Akimat von Astana und inDrive ein MoU für ein Robotaxi-Pilotprojekt in Astana für 2026. Als erster Schritt waren ein Testgelände und eine „regulatorische Sandbox“ vorgesehen. Die Arbeit sollte Anfang 2026 beginnen. Pony.ai, Nvidia und ein Fahrzeug nennt dieses Dokument nicht.

Ob es sich um dasselbe Vorhaben handelt und ob der Termin 2027 eine Verschiebung oder eine zweite Phase bedeutet, lässt sich aus dem vorliegenden Material nicht beantworten.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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