GitHub macht Copilot Fusion allgemein verfügbar
Das System wählt pro Prompt Modelle aus. Die Benchmark-Zahlen gegenüber Claude Code stammen vom Hersteller. Enterprise-Kunden zahlen per AI-Credits.
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◆ Fakten auf einen Blick
- GitHub hat Copilot Fusion allgemein verfügbar gemacht; man wählt es im Modell-Picker.
- Fusion entscheidet pro Prompt, welche Modelle genutzt werden und wie sie zusammenarbeiten.
- Fusion gibt es in drei Aufwandsstufen: Fusion Standard, High und Max.
- Laut GitHub erreichte Fusion Max 60 Punkte im Artificial Analysis Coding Agent Index.
- Laut GitHub sind API-Kosten pro Task etwa halbiert, die Zeit rund 40 % geringer.
Fusion ersetzt die Modellwahl durch drei Aufwandsstufen
GitHub hat Copilot Fusion auf der Universe allgemein verfügbar gemacht. Im Modell-Picker wählen Nutzer kein einzelnes Modell mehr, sondern „Copilot Fusion“. Pro Prompt entscheidet ein System, welche Modelle zum Einsatz kommen und wie sie zusammenarbeiten. Fusion verbindet die Multi-Modell-Orchestrierung aus Project HydraFusion mit der Modellauswahl des automatischen Copilot-Modus.
Entwickler stellen nur den Aufwand ein. Standard nutzt vielseitige Modelle für den Alltag. High setzt auf leistungsfähigere Modelle für schwierige Aufgaben und tieferes Schlussfolgern. Max greift auf die stärksten Modelle für die anspruchsvollsten Aufgaben zurück.
Den Modellpool nennt Alphasignal unter Berufung auf GitHub-Angaben: Claude Opus 5.5, Claude Sonnet 5.5, GPT-6 Astra und GPT-6 Sol. Je Anfrage wählt Copilot zwischen drei Mustern: Single (ein Modell), Cascade (eines plant, ein anderes führt aus) und Critique (ein Modell schlägt vor, ein zweites prüft, danach wird überarbeitet). Der Auszug des GitHub-Blogs enthält diese Details nicht.
Wer nur noch eine Aufwandsstufe wählt, sieht weniger davon, welches Modell eine Anfrage bearbeitet. Beschrieben ist damit Multi-Modell-Routing, kein Multi-Agent-Projektmanagement.
60 zu 62 Punkte: GitHub sieht Fusion Max fast gleichauf mit Claude Code
Die Leistungszahlen stammen von GitHub. Unabhängig nachgemessen sind sie nicht. Im Artificial Analysis Coding Agent Index erreicht Fusion Max laut Hersteller 60 Punkte, Claude Code mit Opus 5.5 Max 62. Die durchschnittlichen API-Kosten und der Tokenverbrauch pro Task liegen laut GitHub bei etwa der Hälfte, die Zeit pro Task etwa 40 Prozent niedriger.
Alphasignal nennt konkretere Werte: 5,59 US-Dollar pro Task gegenüber 11,42 US-Dollar für Claude Code mit Opus 5.5 Max, dazu 7,2 Millionen Tokens pro Task. Fusion führe Terminal-Bench 4.0 mit 71 an, falle bei FrontierCode mit 51 aber zurück. Wie diese Zusatzzahlen erhoben wurden und welche Vergleichsgruppe gilt, erläutert das Material nicht.
Microsoft-Chef Satya Nadella spricht in einem LinkedIn-Post von „bis zu 77 Prozent“ geringeren Kosten bei 40 Prozent höherer Geschwindigkeit. Das weicht von den rund 51 Prozent ab, die sich aus 5,59 und 11,42 US-Dollar ergeben. Vermutlich liegt es an einer anderen Vergleichsbasis: „bis zu“ bezeichnet einen Bestwert, die Blog-Zahl einen Durchschnitt. Die Basis der 77 Prozent bleibt offen.
Enterprise-Kunden zahlen nur verbrauchte AI-Credits
Ab Mittwoch können GitHub-Enterprise-Kunden alle Copilot-Funktionen ohne separates Abonnement nutzen. Bezahlt werden die verbrauchten AI-Credits. Das Angebot läuft zunächst über den GitHub-Vertrieb; Self-Service soll folgen. Bestehende Copilot-Business- und -Enterprise-Kunden können ihre Pläne behalten oder wechseln.
Jay Parikh, Executive Vice President CoreAI bei Microsoft, beschrieb Fusion in einem GitHub-Blogpost. Nadella verortete das vereinheitlichte System hinter Copilots Agenten in Foundry, Microsofts verwaltetem Dienst für langlaufende Agenten. Wie Daten und Freigaben beim Routing über mehrere Modellanbieter geregelt sind, beantwortet das vorliegende Material nicht.



