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Forscherin testet KI-Diät-Apps: Bequem, aber ungenau

Studien mit 800 gescreenten Apps und kontrollierten Mahlzeiten belegen systematische Unter- und Überschätzungen

· Veröffentlicht: 07.09.2026 ·1 Min Lesezeit
Forscherin testet KI-Diät-Apps: Bequem, aber ungenauMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Sibylle Kranz, Forscherin an der University of Virginia und zertifizierte Ernährungsberaterin, hat sich für kostenlose Testversionen mehrerer beliebter KI-Diät-Apps angemeldet, verschiedene Nutzerprofile und Gesundheitsziele angelegt und Funktionen sowie Ratschläge verglichen.
  • KI-Diät-Apps ermöglichen es, Mahlzeiten per Sprache, Barcode oder Foto zu erfassen und liefern sofortige Analysen zu Portionsgröße und Nährstoffen; einige bieten individuelle Ernährungspläne und Coaching an.
  • Kranz bewertet die Ergebnisse als gemischte Bilanz aus Komfort und möglichen Ungenauigkeiten.
  • Eine Studie der University of Sydney (Screening von 800 Apps, 18 ausgewählt) fand, dass KI-gestützte Apps zwar bequemer sind, aber die automatische Energie-Schätzung durch KI-Bilderkennung ungenau ist; MyFitnessPal und Fastic hatten mit 97% und 92% die höchste Genauigkeit unter sieben getesteten KI-Apps.
  • In derselben Studie wurde Noom mit dem höchsten MARS-Wert (4,44) und ABACUS-Wert (21/21) bewertet; bei manueller Protokollierung wurde Energie für westliche Diäten überschätzt (im Mittel 1040 kJ) und für asiatische Diäten unterschätzt (im Mittel -1520 kJ).
  • Eine Studie der American Society for Nutrition testete vier foto-basierte Apps und fand, dass Kalorien- und Fettangaben im Durchschnitt etwa ein Drittel zu niedrig waren; kohlenhydratreiche Gerichte wurden konsistenter gemessen, fettreiche ketogene Gerichte bereiteten die größten Probleme.

Die Ernährungswissenschaftlerin Sibylle Kranz (University of Virginia) hat kostenlose Testversionen mehrerer beliebter KI-Diät-Apps mit verschiedenen Profilen und Zielen genutzt. Die Apps erfassen Mahlzeiten per Sprache, Barcode oder Foto und liefern sofort Analysen zu Portionsgröße und Nährstoffen. Kranz' Bilanz: bequem, aber möglicherweise ungenau.

Eine Studie der University of Sydney screenete 800 Apps, wählte 18 aus und verglich manuelle Protokollierung mit KI-Bilderkennung. Bei manueller Eingabe wurde Energie für westliche Diäten um durchschnittlich 1040 kJ überschätzt, für asiatische um 1520 kJ unterschätzt. Von sieben KI-Apps erreichten MyFitnessPal und Fastic die höchste Genauigkeit (97 % bzw. 92 %), doch automatische Energie-Schätzungen blieben ungenau.

Eine weitere Studie testete vier foto-basierte Apps mit sorgfältig zubereiteten Mahlzeiten: Kalorien- und Fettangaben lagen im Schnitt ein Drittel zu niedrig, besonders bei fettreichen ketogenen Gerichten; Kohlenhydrate wurden konsistenter erfasst. Ursachen sind versteckte Zutaten wie Öl oder Dressings, die auf Fotos nicht sichtbar sind, sowie begrenzte Trainingsdaten für gemischte und kulturell vielfältige Gerichte. Für Nutzer*innen bedeutet das: Wer sich auf die App verlässt, kann deutlich mehr Kalorien aufnehmen als angezeigt – ein Risiko für Gewichtsmanagement und Gesundheit.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. nutrola.app ↗

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