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FCC nimmt im Ausland gefertigte Roboter in die Covered List auf

Neue Modelle brauchen ein Conditional Approval des Department of War, zugelassene Geräte behalten ihren Bestandsschutz. IDC errechnet in einem Modell, dass der US-Umsatz mit Humanoiden 2030 um 58 % unter einer hypothetischen Basislinie läge.

· Veröffentlicht: 24.10.2026 ·2 Min Lesezeit
FCC nimmt im Ausland gefertigte Roboter in die Covered List aufMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Die FCC hat am 28. Juli 2026 ausländisch produzierte Robotergeräte und Leistungswechselrichter auf die Covered List gesetzt.
  • Erfasst sind Humanoide, Vierbeiner, autonome mobile Roboter sowie Rad- oder Kettenplattformen.
  • Neue Modelle benötigen für Import, Vermarktung und Verkauf ein Conditional Approval des Department of War.
  • Bestehende FCC-Zulassungen mit Gewährungsdatum vor dem 28. Juli 2026 bleiben gültig.
  • Einige Software- und Firmware-Updates für bestehende Modelle sind bis mindestens 1. Januar 2029 erlaubt.

FCC nimmt im Ausland gefertigte Roboter und Wechselrichter in die Covered List auf

Das Public Safety and Homeland Security Bureau (PSHSB) der US-Telekombehörde FCC hat am 28. Juli 2026 „foreign-produced advanced robotic devices“ in die Covered List eingetragen. Rechtsgrundlage ist Section 2 des Secure Networks Act. Auf derselben Liste stehen nun auch „foreign-produced power inverters“. Die FCC-Mitteilung befasst sich jedoch vor allem mit dem Robotik-Eintrag.

Die Listung beruht auf einer National Security Determination. Ein vom Weißen Haus einberufenes Exekutiv-Gremium hatte sie der FCC am Vortag übermittelt. Nach Eingang einer solchen Determination sieht die Kommission keinen Ermessensspielraum mehr. Erfasst sind Humanoide, Vierbeiner, autonome mobile Roboter und andere Plattformen auf Rädern oder Ketten. Maßgeblich ist der Produktionsort, nicht der Hersteller. Geräte auf der Covered List erhalten keine FCC-Zulassung.

Schon zuvor hatte die FCC kategorienweise nach Produktionsort gelistet: Drohnen samt kritischer Komponenten im Dezember 2025, Consumer-Router im März 2026.

Bestandsschutz für zugelassene Modelle, Conditional Approval für neue

Eine Stichtagsregel schützt bestehende Modelle. Deren FCC-Zulassung trägt ein Gewährungsdatum vor dem 28. Juli 2026. Sie bleiben gültig und dürfen weiter importiert, verkauft und genutzt werden. Laut Fortune sind außerdem einige Software- und Firmware-Updates für diese Modelle mindestens bis zum 1. Januar 2029 erlaubt.

Neue Modelle dürfen dagegen ohne Conditional Approval des Department of War weder importiert noch vermarktet oder verkauft werden. Das Verfahren prüft die nationale Sicherheit und verlangt die Zusage, die Produktion in die USA zu verlagern.

Unitree teilte Investoren über Vorstandssekretär Fu Fenghua mit, die Humanoiden G1, H2 und R1 sowie die Vierbeiner Go2, B2 und A2 hätten vor Inkrafttreten der Regeln FCC-Zulassungen erhalten. Künftige Modelle könnten ohne eine US-Ausnahme blockiert werden. Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der Unitree für seinen Börsengang am Shanghaier STAR Market wirbt. Dies sind Herstellerangaben.

RoboZaps gleicht seine Angaben mit dem FCC-Zulassungsregister ab und nennt nur fünf Modelle: G1, R1, H2, Go2 und A2. Die B2 fehlt. Ob das an dem gekürzt vorliegenden RoboZaps-Beitrag liegt, an einer Auswahl der gefragtesten Modelle oder an einer abweichenden Registerführung, lässt sich mit dem vorliegenden Material nicht klären. Der Widerspruch bleibt offen.

IDC: US-Umsatz mit Humanoiden bis 2030 um 58 % unter Basislinie

Das Marktforschungsunternehmen IDC beziffert die Folgen so: „IDC’s trade policy model puts U.S. humanoid robot revenue 58% below the pre-restriction baseline by 2030.“ Die 58 % beziehen sich also auf eine hypothetische Entwicklung ohne Beschränkung, nicht auf den heutigen Umsatz. Es handelt sich um eine Modellprojektion, keinen gemessenen Effekt.

Laut Fortune entspricht das entgangenem Umsatz von über 6 Milliarden US-Dollar bis Ende des Jahrzehnts. Der US-Markt wäre damit fast 60 % kleiner, als er ohne die Beschränkungen wäre.

Fortune verweist auf die Lieferketten. Chinesische Anbieter liefern fast alle humanoiden Roboter weltweit aus. US-Robotikfirmen beziehen Teile wie Motoren und Batterien aus China und anderen Nicht-US-Ländern. Eingriffe in diese Lieferketten könnten die Kosten erhöhen und das Skalieren erschweren.

A
Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. fortune.com ↗

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