Cody Wilson sagt, seine KI habe eine 3D-gedruckte Pistole entworfen
Der Waffenrechtsaktivist beansprucht die erste KI-entworfene Schusswaffe. Der Test in Austin gelang erst im zweiten Versuch, die Berichte weichen ab.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Cody Wilson gründete Defense Distributed, die quelloffene Waffendesigns für den 3D-Druck veröffentlicht.
- 2013 machte er den Liberator bekannt, die erste weithin verfügbare funktionsfähige 3D-gedruckte Pistole.
- Die 2013 veröffentlichten Liberator-Pläne wurden fast 100.000 Mal heruntergeladen, bevor der Link auf Behördenanordnung abgeschaltet wurde.
- Laut Bericht schlug Wilsons KI-Modell GatGPT die WASP-Konstruktion vor, die das Team anschließend fertigte.
- Das Modell ist laut Bericht derzeit nur einem begrenzten Nutzerkreis zugänglich.
Wilson sagt, seine KI habe eine Pistole entworfen, und beansprucht eine Weltpremiere
Der Waffenrechtsaktivist Cody Wilson, Gründer von Defense Distributed, behauptet, sein selbst entwickeltes KI-Modell GatGPT habe eine einfache 3D-gedruckte Einzelschusspistole im Kaliber .22 entworfen. Die Waffe heißt WASP. Den Modellnamen erklärt Wilson als Anspielung auf ChatGPT. Laut Bericht ist GatGPT derzeit nur einem begrenzten Nutzerkreis zugänglich. Das Modell stützt sich auf die DEFCAD-Bibliothek mit Waffendateien.
Nach Wilsons Darstellung ließ ein Mitarbeiter das Modell einen bestehenden Einzelschuss-Entwurf überarbeiten. Die KI schlug daraufhin die WASP-Konstruktion vor. Das Team genehmigte den Plan und fertigte die Teile. Wilson nennt die WASP die erste von einer KI geschaffene Schusswaffe. Diese Behauptung stützt sich allein auf seine Aussage. Eine unabhängige Prüfung gibt es nicht.
Vorgestellt wurde die Waffe laut PC Games Hardware exklusiv bei The Verge. Das Magazin weist darauf hin, dass gängige KI-Assistenten Anfragen nach Waffenbauplänen in der Regel ablehnen.
Schuss erst im zweiten Versuch: Was der Test in Austin zeigte
Laut der Reportage wurde die WASP in Austin vor einem Reporter getestet, der etwa 20 Fuß entfernt stand und zusah. Im Kern besteht die Waffe aus einem Lauf an einer federbelasteten Kunststoffbox. Als KI-typische Eigenheit beschreibt der Bericht einen blasigen Griff, der nicht gut in eine menschliche Hand passt. Wilson löste die Waffe per Schnur aus, während er in Deckung hinter einem Polizeischild saß.
Beim ersten Versuch traf der Schlagbolzen die Patrone, zündete die Zündkapsel aber nicht. Beim zweiten Versuch löste sich ein Schuss und traf die Pappscheibe oben links.
Eine russischsprachige Meldung nennt eine Druckdauer von rund sechs Stunden. Beim Testverlauf weicht sie jedoch ab. Demnach feuerte die Pistole schon beim ersten Versuch, insgesamt funktionierten zwei von drei Versuchen. Das widerspricht dem Augenzeugenbericht, wonach der erste Versuch scheiterte. Die russische Meldung wirkt wie eine verkürzte Zweitverwertung. Wie viele Versuche tatsächlich stattfanden, bleibt offen, weil die Originalreportage nur auszugsweise vorliegt.
Neu ist der Entwurfsweg, nicht die Waffe
Wilson gründete Defense Distributed. 2013 machte er den Liberator bekannt, die erste weithin verfügbare funktionsfähige 3D-gedruckte Pistole. Die Pläne wurden fast 100.000 Mal heruntergeladen, bevor der Link auf Behördenanordnung abgeschaltet wurde. Es folgten jahrelange Rechtsstreitigkeiten.
Laut Reportage ähnelt die WASP dem Liberator. Neu wäre demnach allenfalls der behauptete Entwurfsweg über eine KI. Belegen lässt sich das bislang nicht. Ein Primärdokument von Wilson oder Defense Distributed liegt nicht vor. Auch fehlen eine unabhängige Prüfung, Prompts, Modell-Logs und CAD-Dateien. Wilson geht laut Bericht davon aus, dass solche Systeme künftig weitere Möglichkeiten eröffnen. Der Satz ist im vorliegenden Material abgeschnitten; sein Inhalt bleibt unklar. Reaktionen von Regulierern oder KI-Anbietern liegen nicht vor.



