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Chai Discovery sammelt 400 Millionen Dollar ein und schließt Pharma-Deals mit Lilly, Pfizer und Novartis

Chai Discovery, ein von OpenAI unterstütztes KI-Startup, hat auf der JPM Pharma-Konferenz mehrere große KI-Pharma-Tool-Deals angekündigt und seine Bewertung durch eine Series-C-Finanzierung auf 4 Mrd. USD gesteigert.

· Veröffentlicht: 12.08.2026 ·2 Min Lesezeit
Chai Discovery sammelt 400 Millionen Dollar ein und schließt Pharma-Deals mit Lilly, Pfizer und NovartisMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Chai Discovery ist ein 2024 gegründetes KI-Startup mit Sitz in San Francisco.
  • Chai Discovery wird von OpenAI unterstützt.
  • Chai Discovery hat eine Partnerschaft mit Eli Lilly angekündigt.
  • Chai Discovery hat eine Zusammenarbeit mit Pfizer angekündigt.
  • Chai Discovery hat eine Allianz mit Novartis geschlossen.
  • Chai Discovery hat eine Series-B-Finanzierung über 130 Mio. USD bei einer Bewertung von 1,3 Mrd. USD erhalten.

400-Millionen-Dollar-Runde katapultiert Chai Discovery auf 4-Milliarden-Bewertung

Das 2024 gegründete KI-Startup Chai Discovery hat eine Series-C-Finanzierung über 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die Runde wird von Index Ventures angeführt; weitere Kapitalgeber sind Kleiner Perkins, Sequoia Capital und Dimension. Die Bewertung steigt damit auf 4 Milliarden Dollar – weniger als ein Jahr nach der Series B über 130 Millionen Dollar bei 1,3 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen eine Series A über 70 Millionen Dollar eingesammelt. Die jüngsten Partnerschaften mit Eli Lilly, Pfizer und Novartis sowie das starke Interesse am Modell Chai-3 bestätigten das kommerzielle Potenzial der Plattform und stärkten das Vertrauen der Investoren, was zu der deutlichen Höherbewertung führte. Die Finanzierung folgte auf die Bekanntgabe einer Allianz mit Novartis. Das frische Kapital soll die Weiterentwicklung der Plattform für schwer zu behandelnde Zielmoleküle („hard-to-drug targets“) vorantreiben. Chai Discovery beschäftigt rund 25 Mitarbeiter, wird von OpenAI unterstützt und hat sich auf generative KI-Modelle für molekulares Design spezialisiert.

Lilly, Pfizer und Novartis lizenzieren KI-Plattform für molekulares Design

Parallel zur Finanzierungsrunde gab Chai Discovery drei Partnerschaften mit Pharmariesen bekannt. Die Deals wurden im Rahmen der JPM-Pharmakonferenz in San Francisco publik, auf der das erst zwei Jahre alte Unternehmen eine zentrale Rolle spielte. Eli Lilly zahlt für den Zugang zur KI-Plattform eine jährliche Gebühr im mittleren achtstelligen Dollar-Bereich. Pfizer unterzeichnete etwa fünf Monate später einen ähnlichen Lizenzvertrag. Zudem wurde eine Allianz mit Novartis geschlossen. Chai Discovery verfügt über keine eigene klinische Pipeline, sondern lizenziert seine Technologie – ein Asset-lite-Ansatz, der das Risiko minimiert. Das neueste Modell Chai-3 wurde kürzlich veröffentlicht und stieß auf breites Interesse: Fast 20 Pharmaunternehmen nahmen Kontakt auf. Die Plattform nutzt generative KI, um molekulare Wechselwirkungen vorherzusagen und zu optimieren. Dadurch können Partner kombinatorische Sackgassen in der Antikörperentwicklung vermeiden und frühe Entwicklungsphasen erheblich verkürzen. Dieser Ansatz beschleunigt die Wirkstoffforschung insbesondere bei Biologics und schwer zu behandelnden Zielmolekülen, für die herkömmliche Methoden oft versagen. Zum Zeitpunkt des Lilly-Deals beschäftigte das Startup rund 25 Mitarbeiter.

Vier Deals angekündigt, aber nur drei Partner bekannt

Der Technologieblog Latent.space berichtete, dass im Januar vier große KI-Pharma-Tool-Deals auf der JPM-Konferenz angekündigt wurden, bei denen Chai Discovery trotz seines jungen Alters im Mittelpunkt stand. In den verfügbaren Quellen sind jedoch nur Eli Lilly, Pfizer und Novartis als Partner namentlich aufgeführt. Der vierte Deal bleibt unbestätigt. Möglicherweise handelt es sich um eine vertrauliche Vereinbarung oder einen noch nicht abgeschlossenen Vertrag. Chai Discovery hat sich zu dem vierten Deal nicht geäußert.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

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