Zuckerberg will Milliarden Muse-Agenten in einem Netzwerk verbinden
Im Q3-Earnings-Call nennt Meta über 10 Millionen Muse-Nutzer in den USA und Kanada. Zu Technik, Zeitplan und Produktform des geplanten Netzwerks gibt es keine Angaben.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Meta nennt über 10 Millionen Muse-Nutzer in den USA und Kanada seit dem Start im September.
- Rund 25 % der Nutzer, die Muse eingerichtet haben, nutzen es täglich; häufigste Anwendung ist Shopping.
- Über ein Viertel der engagierten Nutzer kauft darüber ein, bei einer durchschnittlichen Kaufsumme von über 200 Dollar.
- Muse nutzt für agentisches Shopping den Connector von Plaid.
- Zuckerberg erwartet, Muse für Milliarden Menschen auszubauen.
Zuckerberg will Milliarden Muse-Agenten in einem Netzwerk verbinden
Im Q3-Earnings-Call am Mittwoch hat Meta-Chef Mark Zuckerberg ein neues Ziel für den KI-Agenten Muse ausgegeben. „We expect to grow Muse to serve billions of people. This is both our mission and our strategy“, sagte Zuckerberg laut Gizmodo. Außerdem will Meta ein großes Muse-Netzwerk schaffen, und zwar „as quickly as possible“.
Begründet wird das mit einer Erwartung. Milliarden Muses in einem Netzwerk könnten gemeinsam mehr für Menschen und Unternehmen erledigen. Das ist ein Nutzenversprechen des Unternehmens, belegt ist es nicht. Prüfbar wird es erst, wenn konkrete Netzwerkfunktionen vorliegen und unabhängig getestet werden können.
Wie wichtig Muse für Meta derzeit ist, zeigt die Wortwahl. Business Insider zufolge nannte Zuckerberg Muse in den Eröffnungsworten fast 50-mal. Facebook, Instagram und WhatsApp kamen zusammen nur einmal vor.
Was das Netzwerk technisch, zeitlich und als Produkt bedeuten soll, lässt sich dem vorliegenden Material nicht entnehmen. Gizmodo zufolge bleibt unklar, was die Zusammenarbeit der Agenten konkret umfassen wird. Zu Protokollen oder Startterminen gibt es deshalb keine Angaben.
10 Millionen Nutzer in den USA und Kanada, Shopping vorn
Meta nennt seit dem Start im September über 10 Millionen Muse-Nutzer in den USA und Kanada. Etwa 25 Prozent derer, die Muse eingerichtet haben, nutzen den Agenten täglich. Am häufigsten wird Shopping genannt: Über ein Viertel der engagierten Nutzer kauft darüber ein, bei einer durchschnittlichen Kaufsumme von über 200 Dollar. Alle Zahlen sind Herstellerangaben. TechCrunch berichtet, die Nutzerzahl bestätige Schätzungen von Sensor Tower.
Für das agentische Shopping greift Muse auf den Connector des Fintech-Unternehmens Plaid zurück. Zuckerberg zufolge hat Plaid nach eigener Aussage bei keinem anderen Dienst vergleichbare Aktivität auf seinem Connector registriert. Häufig genutzt wird Muse laut Finanzchefin Susan Li außerdem für Produktivität, etwa für die Anbindung von E-Mail und Kalender.
Meta spricht von einem „Product-Market-Fit“. Das ist eine Selbsteinschätzung des Unternehmens. Unabhängige Nutzungs- und Bindungsdaten fehlen ebenso wie Zahlen außerhalb der USA und Kanadas. Muse wird laut Gizmodo nicht vorab kostenpflichtig angeboten, damit sich mehr Menschen anmelden.
Secure VM und Confidential VM: Was Meta zur Sicherheit sagt und was offen bleibt
Muse läuft laut Datacamp in einer dedizierten Cloud-Umgebung, der „Muse Secure VM“. Dort kontrolliert ein Gatekeeper-Agent namens „Sentinel“, was ins Internet gelangt. Zuckerberg kündigte eine „Muse Confidential VM“ an, die verhindern soll, dass selbst Meta Nutzerinhalte sieht. Die starke Nutzung von Shopping und Produktivitätsfunktionen wertet Zuckerberg als Zeichen dafür, dass Nutzer dem Sicherheitsaufbau vertrauen. Unabhängig geprüft ist das nicht. Sicherheitsaudits der Secure VM liegen im Material nicht vor.
Am selben Tag verurteilte ein Richter in New Mexico Meta zu 25 Milliarden Dollar wegen irreführender Angaben zum Umgang mit Nutzerdaten, so Gizmodo und Business Insider. Meta will laut Gizmodo Berufung einlegen.



