Sicherheitslücken in KI-Agenten-Infrastrukturen von AWS, Google und Vercel entdeckt – Vercel meldet unbefugten Zugriff
Sicherheitsforscher haben Schwachstellen in den KI-Agenten-Infrastrukturen von AWS, Google und Vercel aufgedeckt, die es Angreifern ermöglichen, Agenten-Werkzeuge auszulösen, ohne dass das KI-Modell jemals läuft. Dadurch werden sämtliche modellseitigen Schutzmechanismen umgangen.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Sicherheitsforscher (u.a. von Palo Alto Networks Unit 42) haben Schwachstellen in Agenten-Infrastrukturen von AWS, Google und Vercel entdeckt.
- Die Schwachstellen erlauben es, nicht vertrauenswürdige oder gefälschte Anweisungen an die Werkzeuge eines Agenten zu senden, ohne dass ein Modell-Durchlauf sie autorisiert hat.
- In mehreren Angriffspfaden lief das Modell überhaupt nicht, sodass System-Prompts, Inhaltsfilter und Modell-Schutzmechanismen nicht eingreifen konnten.
- Betroffene Produkte: Amazon Bedrock AgentCore InvokeHarness API, Google Agent Development Kit (ADK) für Python, Vercel AI SDK Harness-Pakete für die Codex- und OpenCode-Coding-Agenten.
- AWS hat den verwalteten Dienst (Bedrock AgentCore) bereits behoben.
- Palo Alto Networks hat eigene KI-Agenten auf Googles Vertex-AI-Plattform zu Waffen gemacht (weaponized).
Sicherheitslücken in KI-Agenten-Infrastrukturen entdeckt
Sicherheitsforscher von Palo Alto Networks Unit 42 haben Schwachstellen in den KI-Agenten-Infrastrukturen von AWS, Google und Vercel identifiziert. Die Lücken erlauben es, nicht vertrauenswürdige oder gefälschte Anweisungen direkt an die Werkzeuge eines Agenten zu senden, ohne dass ein Modell-Durchlauf sie autorisiert. In mehreren Angriffspfaden lief das KI-Modell überhaupt nicht, sodass System-Prompts, Inhaltsfilter und Modell-Schutzmechanismen nicht eingreifen konnten. Betroffen sind die Amazon Bedrock AgentCore InvokeHarness API, das Google Agent Development Kit (ADK) für Python sowie die Vercel AI SDK Harness-Pakete für die Codex- und OpenCode-Coding-Agenten. AWS hat den verwalteten Dienst bereits behoben.
Vercel meldet unbefugten Zugriff durch kompromittiertes KI-Tool
Vercel hat am 19. April 2026 einen separaten Sicherheitsvorfall offengelegt. Ein Angreifer verschaffte sich über ein kompromittiertes Drittanbieter-KI-Tool namens Context.ai, das ein Mitarbeiter nutzte, unbefugten Zugriff auf interne Systeme des Cloud-Entwicklungsplattform-Anbieters. Das Unternehmen leitete eine Untersuchung ein und informierte die Strafverfolgungsbehörden.



