Live ChatGPT-macOS-App: Zombie-Prozesse bei jedem Start

ChatGPT-macOS-App: Zombie-Prozesse bei jedem Start

Nutzerberichte dokumentieren rund 100 unerledigte Kindprozesse pro App-Start – die macOS-Prozessgrenze droht erschöpft zu werden

Veröffentlicht: 06.08.2026 ·1 Min Lesezeit
ChatGPT-macOS-App: Zombie-Prozesse bei jedem StartMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Die macOS‑Version der ChatGPT‑App (Codex) weist ein Prozess‑Leck auf.
  • Beim Start erzeugt die App etwa 100 Zombie‑Prozesse.
  • Die Zombie‑Prozesse können die pro Benutzer geltende Prozessgrenze von 2666 (kern.maxprocperuid) erreichen.
  • Überschreitet die Grenze, können Systemlastspitzen von über 500 auftreten.

Die macOS-Version der ChatGPT-App (Codex) kämpft offenbar mit einem gravierenden Prozess-Leck. Wie mehrere Nutzer seit Juni auf GitHub und in Foren berichten, erzeugt die Anwendung bei jedem Start rund 100 Zombie-Prozesse – Kindprozesse, die nicht ordnungsgemäß beendet („reaped“) werden. Diese akkumulieren und können die pro Benutzer geltende Prozessgrenze von 2666 (kern.maxprocperuid) erreichen. Wird die Grenze überschritten, drohen Systemlastspitzen von über 500 und eine zunehmende Trägheit des Macs, da keine neuen Prozesse mehr gestartet werden können. Betroffen sind offenbar Apple-Silicon-Macs mit aktuellen macOS-Versionen. Ein offizielles Statement von OpenAI liegt nicht vor.

Wenn die App zum Zombie wird

Die macOS-App von ChatGPT zeigt sich als heimlicher Ressourcenfresser – selbst im Hintergrund kann sie, wie mrded in r/MacOS dokumentiert, über 70 GB RAM belegen. Dass die zugrunde liegende Web-Technologie dabei nicht unschuldig ist, legt nftesenutz in r/MacOS nahe: „Basic React, NextJS slop stacks“ ohne eingebaute Speicherdisziplin. Wer auf Stabilität hofft, sollte die App vorerst meiden oder zumindest regelmäßig neustarten – sonst droht der digitale Zombie-Ausbruch auf dem eigenen Rechner.

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