Seth, Block und Tononi bestreiten in Nature, dass heutige KI bewusst ist
Drei Bewusstseinsforscher widersprechen Dawkins und Hinton und stellen auch die Siliziumhardware infrage
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Seth, Block und Tononi bestreiten in einem gemeinsamen Nature-Kommentar, dass heutige KI bewusst ist.
- Anlass sind Äußerungen von Richard Dawkins und Geoffrey Hinton, die KI-Systeme für möglicherweise bewusst halten.
- Eine Anthropic-Studie beschreibt Verarbeitungsmuster in Claude, sieht darin aber keinen Nachweis subjektiven Erlebens.
- Seth vertritt biologischen Naturalismus und hält echte künstliche Bewusstheit auf aktuellen Pfaden für unwahrscheinlich.
- Der Bericht von Butlin, Long und weiteren Fachleuten sah 2023 keine aktuellen KI-Systeme als bewusst an.
Anil Seth, Ned Block und Giulio Tononi bestreiten in einem gemeinsamen Kommentar in Nature, dass heutige KI bewusst ist. Auch die Annahme, die richtigen Berechnungen reichten dafür aus, weisen sie zurück. Das berichtet the-decoder.de.
Anlass sind Äußerungen von Richard Dawkins und Geoffrey Hinton. Beide halten KI-Systeme womöglich schon für bewusst. Der Kommentar verweist außerdem auf eine Studie von Anthropic zu Claude. Sie beschreibt interne Verarbeitungsmuster des Modells. Anthropic selbst sieht darin keinen Nachweis subjektiven Erlebens.
Erschienen ist der Kommentar Ende Oktober 2026. Die Quellen nennen den 21. oder den 22. Oktober. Wir stützen uns auf the-decoder.de. Der Wortlaut des Kommentars lag uns nicht vor.
Neu ist die Position nur zum Teil. Seth hatte die Annahme, Berechnung genüge für Bewusstsein, schon in seinem Aufsatz vom April 2025 infrage gestellt. Dort vertrat er einen biologischen Naturalismus.
Der Bericht von Butlin, Long und weiteren Fachleuten aus dem Jahr 2023 fand keine offensichtlichen technischen Hürden für Systeme, welche die Indikatoren erfüllen. Ein sicheres Bewusstsein leiteten die Autoren daraus nicht ab.
Der neue Kommentar geht weiter. Er stellt auch digitale Siliziumhardware infrage.



