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SAP-Chef Klein: „Ich spüre den Druck“ – Warnung vor KI-Rückstand und interne Sparmaßnahmen

SAP-Chef Christian Klein sieht das Unternehmen unter Druck durch KI-Konkurrenz aus den USA und China und fordert eine Beschleunigung der eigenen KI-Entwicklung. Konkrete Maßnahmen wie Budgetumschichtungen und eine geplante KI-Forschungseinrichtung deuten auf einen strategischen Umbau hin.

Veröffentlicht: 05.08.2026 ·2 Min Lesezeit
SAP-Chef Klein: „Ich spüre den Druck“ – Warnung vor KI-Rückstand und interne SparmaßnahmenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • SAP hat über 200 KI-Anwendungsfälle in seine Lösungen integriert und plant über 400 bis Ende des Jahres.
  • SAP hat neue KI-Funktionen für SAP Concur angekündigt.
  • Christian Klein sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: 'Ich spüre den Druck' und 'Wir müssen schnell agieren, niemand in den USA oder China wartet auf uns.'

Klein: „Ich spüre den Druck“ – SAP-Chef warnt vor KI-Rückstand

SAP-Chef Christian Klein hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung offen den Druck durch die KI-Konkurrenz aus den USA und China eingeräumt. „Ich spüre den Druck“, sagte Klein und forderte mehr Tempo bei der Entwicklung eigener KI-Produkte. Wenn das KI-Werkzeug von SAP Geschäftsprozesse nicht besser verstehe als ein Agent, den man mit einem US-Anbieter wie Anthropic bauen könne, dann habe SAP ein Problem. „Wir müssen schnell agieren, niemand in den USA oder China wartet auf uns“, warnte Klein. Der Softwarekonzern hat nach eigenen Angaben bereits über 200 KI-Anwendungsfälle in seine Lösungen integriert. Bis zum Ende dieses Jahres soll diese Zahl auf mehr als 400 steigen. Die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden zeigen, dass SAP den Rückstand nicht länger als abstraktes Risiko betrachtet, sondern als akuten Wettbewerbsdruck, der das Kerngeschäft mit Unternehmenssoftware bedroht – schließlich wäre die eigene KI überflüssig, wenn ein externer Agent die Prozesse gleich gut oder besser versteht.

Reisebudgets gekürzt, Millionen für KI-Labor

Als Reaktion auf den Handlungsdruck schichtet SAP intern Ressourcen um. Reisebudgets werden gekürzt, um freiwerdende Mittel in KI-Investitionen zu lenken. Gleichzeitig ruft das Management die Belegschaft dazu auf, neue KI-gestützte Rollen zu identifizieren und zu schaffen. Darüber hinaus gibt es Berichte über ein milliardenschweres europäisches KI-Labor, das SAP rund um die Übernahme von Prior Labs errichten will. Die Investition soll sich auf eine Milliarde Euro belaufen und exklusiv auf frontier AI, also KI an der vordersten Forschungsfront, fokussieren. Für die Reisekostenplattform SAP Concur wurden zudem neue KI-Funktionen angekündigt, die die Buchung budget- und richtlinienkonformer Reisen beschleunigen sollen. Die Maßnahmen deuten auf einen strategischen Umbau hin: Durch die Umschichtung von Reisebudgets in KI-Investitionen und die Gründung eines eigenen KI-Labors verlagert SAP Ressourcen von operativen Ausgaben hin zur KI-Entwicklung.

Zwischen Abhängigkeit und Alleingang – die Community ist gespalten

Während MagiMas in r/europe bezweifelt, dass Europa im KI-Wettlauf überhaupt aufholen kann, warnt ReasonResitant in r/europe vor den sicherheitspolitischen Risiken der Hyperscaler-Abhängigkeit. Intern rumort es derweil über Kleins Cloud-Kurs: ccisap in r/SAP nennt RISE schlicht „Marketing-Müll“, der die nötigen Kundenanpassungen nie abbilden werde.

Quellen

  1. cio.de ↗

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