OECD startet Messrahmen für KI-Computing-Kapazitäten
Neues Rahmenwerk soll Verständnis, Messung und Benchmarking ermöglichen.
Mit KI erstelltOECD startet Messrahmen für KI-Computing-Kapazitäten
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat offiziell eine Initiative gestartet, um ein grundlegendes Rahmenwerk für das Verständnis, die Messung und das Benchmarking inländischer KI-Computing-Kapazitäten zu entwickeln. Verantwortlich für die Ausarbeitung ist die OECD.AI Expert Group on AI Compute and Climate, ein Gremium internationaler Fachleute, das sich mit den Wechselwirkungen zwischen KI-Rechenressourcen und Umweltaspekten befasst. Die OECD betont, dass eine kohärente KI-Politik ein genaues Verständnis der vorhandenen KI-Computing-Kapazitäten und ihrer Umweltauswirkungen erfordert – insbesondere mit Blick auf energieintensive Supercomputing-Technologien. Das Rahmenwerk soll es ermöglichen, die KI-Computing-Kapazitäten einzelner Länder und Regionen systematisch zu erfassen und vergleichbar zu machen. Die Methodik des Rahmenwerks basiert auf der Zählung von Cloud-Regionen großer Anbieter, die einen signifikanten Anteil am globalen Markt halten. Die so erhobenen Daten sind bereits auf der OECD.AI-Plattform verfügbar und können auf der entsprechenden Daten-Registerkarte detailliert eingesehen werden. Die Initiative ist Teil der OECD.AI-Plattform, die als zentrale Anlaufstelle für politische Entscheidungsträger, Forscher und die Öffentlichkeit dient. Die Expert Group arbeitet daran, die Methodik zu verfeinern und die Datenbasis zu erweitern, um ein möglichst genaues Bild der globalen KI-Computing-Landschaft zu zeichnen.
Methodik und Datenzugang
Die Methodik des OECD-Rahmenwerks zur Messung von KI-Computing-Kapazitäten beruht auf der Zählung von Cloud-Regionen. Eine Cloud-Region ist ein geografischer Standort, an dem ein Cloud-Anbieter Rechenzentren betreibt, die für KI-Anwendungen genutzt werden können. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich Anbieter, die einen signifikanten Anteil am globalen Cloud-Markt halten. Die Anzahl dieser Regionen in einem Land dient als Indikator für die dort verfügbare KI-Computing-Kapazität. Die so erhobenen Daten sind auf der OECD.AI-Plattform öffentlich zugänglich. Interessierte können sie auf der Registerkarte „Data“ der Seite „AI Compute and the Environment“ einsehen und detailliert erkunden. Die Plattform ermöglicht es, die Verteilung der Cloud-Regionen nach Ländern und Anbietern zu analysieren. Die Methodik wurde von der OECD.AI Expert Group on AI Compute and Climate entwickelt und ist Teil des übergreifenden Rahmenwerks zum Verständnis, zur Messung und zum Benchmarking von KI-Computing-Kapazitäten. Durch die Fokussierung auf große Anbieter wird sichergestellt, dass die wesentlichen Infrastrukturanbieter erfasst werden und ein standardisierter Vergleich zwischen Ländern und Regionen möglich ist.
Wenn die Definition fehlt, wird Messung zur Glaubensfrage
Die OECD will KI-Rechenkapazitäten messen, doch schon die grundlegende Frage, was ein KI-System ist, bleibt umstritten. me_myself_ai in r/ControlProblem weist darauf hin, dass selbst die Wissenschaft keine feste Definition hat – „KI ist, was noch nicht gemacht wurde“. Actual__Wizard in r/ControlProblem kritisiert, dass eine handlungsorientierte Definition „ultra weit“ sei und auf jede Software zutreffe. Und StatuteCircuitEditor in r/ControlProblem zeigt die Kluft zwischen menschengemachten und impliziten Zielen – ein Unterschied, der für die Erfassung von Rechenressourcen entscheidend sein kann. Ohne klare Eingrenzung droht der Messrahmen entweder alles oder nichts zu zählen.



