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Nvidia soll Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar kaufen – offizielle Bestätigung fehlt

Medienberichte widersprechen sich zum Vertragsstatus; Business Insider meldet noch keinen unterschriebenen Vertrag.

· Veröffentlicht: 28.08.2026 ·2 Min Lesezeit
Nvidia soll Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar kaufen – offizielle Bestätigung fehltMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • The Information berichtete, Nvidia habe dem Kauf von Hugging Face für 12,9 Mrd. USD zugestimmt.
  • Business Insider berichtete, die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen und es gebe keinen unterzeichneten Vertrag.
  • Hugging Face hatte 2023 eine Finanzierungsrunde über 235 Mio. USD bei einer Bewertung von 4,5 Mrd. USD; zu den Investoren gehörte auch Nvidia.
  • Hugging Face gibt an, 2025 über 13 Millionen Nutzer, mehr als zwei Millionen öffentliche Modelle und über 500.000 öffentliche Datensätze zu haben.
  • Der von The Information genannte Kaufpreis von 12,9 Mrd. USD entspräche etwa dem 86-fachen des zuletzt berichteten Jahresumsatzes von rund 150 Mio. USD.
  • Nvidias bislang größte abgeschlossene Übernahme war Mellanox für 7 Mrd. USD im Jahr 2020.

Nvidia soll Hugging Face für 12,9 Milliarden Dollar kaufen

Laut einem Bericht des Technologieportals The Information hat Nvidia dem Kauf der Open-Source-KI-Plattform Hugging Face für 12,9 Milliarden US-Dollar zugestimmt. Das Portal beruft sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Auch CNBC griff die Meldung auf und zitierte ebenfalls eine informierte Person. Eine offizielle Bestätigung von Nvidia oder Hugging Face steht bislang aus; beide Unternehmen haben sich zu den Berichten nicht geäußert. Bereits am 23. August 2026 hatten US-Medien über einen geplanten Verkauf von Hugging Face für rund 13 Milliarden Dollar berichtet, ohne einen Käufer zu nennen. Die nun genannte Summe würde den bisherigen Bewertungsrahmen deutlich übertreffen.

Business Insider: Noch kein unterschriebener Vertrag

Dem widerspricht ein Bericht von Business Insider. Das Magazin, das bereits am Wochenende zuvor über ein Übernahmeinteresse an Hugging Face berichtet hatte, meldete am Mittwochabend, die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen und es gebe keinen unterzeichneten Vertrag. Die Verhandlungen könnten demnach noch scheitern. Damit stehen sich zwei Darstellungen gegenüber: The Information und CNBC berichten von einer erzielten Einigung, Business Insider von laufenden Gesprächen ohne Abschluss. Welche Version zutrifft, ist offen, da weder Nvidia noch Hugging Face die Berichte bestätigt oder dementiert haben. Die widersprüchliche Quellenlage unterstreicht, dass eine offizielle Bestätigung fehlt.

Hugging Face: 13 Millionen Nutzer, zuletzt mit 4,5 Milliarden bewertet

Hugging Face gilt als zentrale Plattform für Open-Source-KI-Modelle. Nach eigenen Angaben verzeichnete das Unternehmen 2025 mehr als 13 Millionen Nutzer, über zwei Millionen öffentliche Modelle und mehr als 500.000 öffentliche Datensätze. Die letzte bekannte Finanzierungsrunde stammt aus dem Jahr 2023: Damals nahm Hugging Face 235 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 4,5 Milliarden Dollar auf; zu den Investoren gehörte auch Nvidia. Der von The Information genannte Kaufpreis von 12,9 Milliarden Dollar entspräche etwa dem 86-fachen des zuletzt berichteten Jahresumsatzes von rund 150 Millionen Dollar. Das Unternehmen ist nach Medienberichten noch nicht profitabel.

Nvidias bislang größte Übernahme war Mellanox für 7 Milliarden Dollar

Sollte der Kauf zu dem genannten Preis zustande kommen, wäre es die mit Abstand größte Übernahme in Nvidias Geschichte. Bislang hält diesen Rekord die 2020 abgeschlossene Übernahme des israelischen Netzwerkspezialisten Mellanox für 7 Milliarden US-Dollar. Der nun kolportierte Betrag läge fast doppelt so hoch. Das unterstreicht die strategische Bedeutung, die Nvidia der Open-Source-KI-Plattform beimisst – vorausgesetzt, die Berichte bestätigen sich.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. digg.com ↗

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