Merkel: 'Wir müssen aufgeregter sein' bei KI
Altkanzlerin warnt vor Machtkonzentration und Fehleranfälligkeit – und fordert mehr Regulierung, damit der Mensch die Kontrolle behält.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Angela Merkel hat auf der Digitalkonferenz Digital X in Köln (Veranstaltung der Deutschen Telekom) gesagt, die Gesellschaft müsse „aufgeregter“ auf KI reagieren.
- Merkel sprach sich für mehr KI-Regulierung aus und betonte, der Mensch müsse die Kontrolle über die Technologie behalten.
- Merkel sagte, sie bespreche ihr Leben nicht mit Chatbots („Nein, um Gottes willen“).
- Merkel berichtete, sie habe sich beim Schreiben von Reden bereits mit KI vorbereitet und dabei gemischte Erfahrungen gemacht – ein KI-Tool habe eine Falschannahme über eine berufliche Station eines indischen Politikers zunächst als Fakt behandelt und mit Details ausgeschmückt.
- Merkel warnte, Chatbots wollten „eigentlich einfach gefallen“, und man müsse Ergebnisse sorgfältig prüfen.
- Merkel äußerte den Wunsch nach einem KI-Roboter für den Haushalt, der ihr im Alter die Hausarbeit abnimmt.
Angela Merkel hat auf der Digitalkonferenz Digital X in Köln eine deutlich alarmierendere Haltung zu Künstlicher Intelligenz eingenommen. „Wir müssen aufgeregter sein“, sagte die Altkanzlerin. Sie forderte mehr gesellschaftliche Aufregung und politisches Interesse für das Thema KI und sprach sich für mehr Regulierung aus, damit Menschen die Kontrolle über die Technologie behalten. Ihre Begründung: Bei großen Technologiefirmen wirkten technologische, ökonomische und gesellschaftliche Macht auf besondere Weise zusammen – eine Entwicklung, die sie alarmiere. Zudem zeigten ihre eigenen gemischten Erfahrungen mit KI-Tools beim Redenschreiben die Fehleranfälligkeit: Ein Tool behandelte eine Falschannahme über einen indischen Politiker als Fakt und schmückte sie mit weiteren Details aus. Erst eine anschließende Faktenprüfung deckte den Fehler auf. „Man muss sehr aufpassen, dass diese Chatbots eigentlich einfach gefallen wollen“, warnte Merkel. Deshalb müsse die Politik mehr Interesse zeigen und regulierend eingreifen.



