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KI-Video im New Yorker Wahlkampf: Demokraten reichen Beschwerde gegen Blakeman ein

Der republikanische Gouverneurskandidat Bruce Blakeman hat ein KI-generiertes Video veröffentlicht, das Gouverneurin Kathy Hochul und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani in fiktiven, teils absurden Szenen zeigt und sie für die Kostenkrise verantwortlich macht.

· Veröffentlicht: 04.09.2026 ·2 Min Lesezeit
KI-Video im New Yorker Wahlkampf: Demokraten reichen Beschwerde gegen Blakeman einMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Bruce Blakeman ist republikanischer Kandidat für das Gouverneursamt in New York.
  • Blakeman hat ein KI-generiertes Video veröffentlicht, das Kathy Hochul und Zohran Mamdani gemeinsam beim Gärtnern, Radfahren und bei Absprachen zeigt.
  • Das Video enthält KI-generierte Bilder und wurde von 'Blakeman for New York' bezahlt.
  • Das Video zeigt Hochul u.a. beim Empfang von Migranten in einem Luxushotel, beim Spaziergang durch einen Park mit Obdachlosen, beim Lächeln mit Großspendern und eine Szene, in der ein tätowierter Mann hinter ihr 'Want some crack?' fragt.
  • Am Ende des Videos erscheint der Slogan 'Criminals, Cronies, and Illegal Immigrants for Hochul' und der Hinweis 'This video includes AI-generated imagery.'
  • Blakeman schrieb zu dem Video, Hochul und Mamdani wollten die Lebenshaltungskostenkrise mit Ausreden und 'Delusion Pills' bekämpfen; er selbst verspricht null Einkommensteuer auf die ersten 50.000 Dollar (100.000 für gemeinsame Veranlagung), Halbierung der Stromrechnungen und Ende der Regierungsverschwendung.

KI-Video zeigt Hochul und Mamdani in absurden Szenen

Der republikanische Gouverneurskandidat Bruce Blakeman hat ein KI-generiertes Video veröffentlicht, das Gouverneurin Kathy Hochul und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani in fiktiven Szenen zeigt. Die beiden wirken darin wie in einem Werbespot für verschreibungspflichtige Medikamente: Sie gärtnern gemeinsam, fahren Rad und treffen Absprachen, die den Bundesstaat unbezahlbar machen sollen. Konkret zeigt das Video Hochul beim Empfang von Migranten in einem Luxushotel, beim Spaziergang durch einen Park mit schlafenden Obdachlosen und beim Lächeln mit Großspendern bei einem Abendessen. In einer Szene fragt ein tätowierter Mann hinter ihr: "Want some crack?" Am Ende erscheint der Slogan "Criminals, Cronies, and Illegal Immigrants for Hochul" sowie der Hinweis "This video includes AI-generated imagery." Bezahlt wurde das Video von "Blakeman for New York". Blakeman schrieb am Dienstag zu dem Video, Hochul und Mamdani wollten die Lebenshaltungskostenkrise mit Ausreden, leeren Versprechungen und "Delusion Pills" bekämpfen; die wahren Nebenwirkungen ihrer Politik seien 48 Erhöhungen der Stromtarife, höhere Steuern, unkontrollierbare Staatsausgaben und täglich abwandernde Unternehmen. Er selbst verspricht null Einkommensteuer auf die ersten 50.000 Dollar, 100.000 für gemeinsame Veranlagung, halbierte Stromrechnungen und ein Ende der Regierungsverschwendung. Laut Bericht ist nichts in dem Video real: weder das Hotel, der Park, die Klinik für Sexarbeiterinnen noch der Mann, der Hochul Crack anbietet. Es handelt sich um eine computergenerierte Doppelgängerin, die in dem Video Aussagen trifft, die nicht von Hochul stammen.

Demokraten reichen Beschwerde wegen möglicher Gesetzesverstoß ein

Die New York State Democratic Party hat bei der Wahlbehörde Beschwerde eingereicht und wirft Blakeman einen Verstoß gegen das Wahlgesetz vor. Das Gesetz verlangt, dass politische Kommunikation, die "materiell irreführende" KI-Inhalte enthält und bei der der Verbreiter tatsächlich weiß, dass sie materiell irreführend ist, entsprechend gekennzeichnet werden muss. Der genaue Gesetzestext lautet: "A person, firm, association, corporation, campaign, committee, or organization that distributes or publishes any political communication that was produced by or includes materially deceptive media and has actual knowledge that it is materially deceptive shall be required to disclose this use." Das Video enthält zwar den Hinweis "This video includes AI-generated imagery", doch die Demokraten bestreiten offenbar, dass diese Kennzeichnung den gesetzlichen Anforderungen genügt oder dass der Inhalt nicht als materiell irreführend einzustufen ist. Der Hinweis erscheint am Ende des Videos unter dem Slogan und ist laut Bericht leicht zu übersehen; damit steht die ausreichende Platzierung und Sichtbarkeit der Kennzeichnung infrage. Konkrete gesetzliche Vorgaben zu Größe, Platzierung oder Wortlaut werden in den vorliegenden Berichten nicht zitiert, aber die Beschwerde zielt darauf ab, dass die Wahlbehörde Blakemans Einsatz von KI in politischen Kommunikationsmaterialien untersucht. ABC News10 berichtete über die Beschwerde.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. 404media.co ↗

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