KI-System STAR spürt Spermien in Hodengewebe auf
Neue Technologie verkürzt Suche um Stunden und gibt Paaren mit Kinderwunsch Hoffnung
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Das KI‑System STAR (Sperm Track and Recovery) der Columbia University kann Spermien in Hodengewebeproben von Männern mit Azoospermie nachweisen.
- Embryologen suchen nach einer Biopsie manuell stundenlang nach Samenzellen, ein Prozess, der bis zu sechs Stunden dauern kann.
- STAR nutzt ein Deep‑Learning‑Bildanalysemodell, das mit Tausenden mikroskopischer Aufnahmen trainiert wurde.
- Durch die Automatisierung reduziert STAR die manuelle Sichtprüfung um bis zu sechs Stunden.
Das KI-gestützte System STAR (Sperm Track and Recovery) der Columbia University kann in Hodengewebeproben von Männern mit Azoospermie Spermien aufspüren. Bislang müssen Embryologen nach einer Biopsie stundenlang manuell nach Samenzellen suchen – ein Prozess, der bis zu sechs Stunden dauern kann. STAR basiert auf einem Deep-Learning-Bildanalysemodell, das mit Tausenden mikroskopischen Aufnahmen trainiert wurde, um spermientypische Merkmale wie Kopfform und Beweglichkeit zu erkennen. Dadurch automatisiert das System die Detektion und reduziert die manuelle Sichtprüfung um bis zu sechs Stunden. In ersten Tests identifizierte STAR 44 lebensfähige Spermien in einer Probe. Die Studienautoren sehen in der Technologie eine große Hoffnung für Paare, bei denen der Mann bisher als zeugungsunfähig galt und die nun doch eine Chance auf ein leibliches Kind erhalten könnten.



