Adobe startet Beta des AI Assisted Editor in Photoshop
Ein optionaler, prompt-basierter Modus bündelt generative KI-Funktionen und erweitert die Modellauswahl um Google, OpenAI und Black Forest Labs.
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◆ Fakten auf einen Blick
- Adobe hat einen Beta-Modus „AI Assisted Editor“ in Photoshop veröffentlicht, der optional ist und über einen Menüleisten-Toggle aktiviert bzw. ausgeblendet werden kann.
- Der AI Assisted Editor bietet eine vereinfachte, prompt-basierte Oberfläche anstelle der klassischen Photoshop-Werkzeuge.
- Der AI Assisted Editor enthält folgende Funktionen: Prompt to Edit, Remove Background, Generative Expand, Remove Tool, Generative Fill, Generative Upscale und AI Markup.
- Prompt to Edit unterstützt neben Adobe Firefly auch Modelle von Google (Gemini 3.1, Gemini 3, Gemini 2.5), OpenAI (GPT Image 2) und Black Forest Labs (FLUX.2 [pro], FLUX.1 Kontext [pro]).
- Der AI Assisted Editor wird als Beta ausgeliefert; andere Funktionen wie maskierte Bearbeitungen, Lichtebene, Dynamic Text und das Stock-Panel sind sofort allgemein verfügbar.
- Der Beta-Zugang erfolgt über die Creative Cloud Desktop-App; Beta-Funktionen sind für Tests und Nutzerfeedback gedacht.
Adobe startet Beta des AI Assisted Editor in Photoshop
Adobe hat in Photoshop einen optionalen Beta-Modus namens „AI Assisted Editor“ veröffentlicht. Der neue Modus wird über einen Toggle in der Menüleiste aktiviert und lässt sich jederzeit über die Einstellungen ausblenden. Statt der klassischen Werkzeugleiste zeigt der AI Assisted Editor eine vereinfachte, prompt-basierte Oberfläche, die sich an der Firefly-Oberfläche orientiert. Nutzer können so Bildbearbeitungen über natürliche Sprache anstoßen, ohne die komplexen Photoshop-Werkzeuge zu beherrschen. Der Modus ist nicht als Ersatz für den bisherigen Pro Editor gedacht, sondern als Alternative; Anwender können zwischen beiden Ansichten wechseln. Die Beta wurde am 27. August 2026 freigegeben und ist über die Creative Cloud Desktop-App verfügbar. Adobe betont, dass der AI Assisted Editor vor allem neuen Nutzern den Einstieg erleichtern soll, aber auch erfahrenen Anwendern für schnelle Konzepte oder Mock-ups dienen kann. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen eines Updates, das auch weitere KI-Funktionen wie maskierte Bearbeitungen und ein neues Stock-Panel umfasst.
Gebündelte KI-Funktionen: Von Prompt to Edit bis AI Markup
Der AI Assisted Editor bündelt sieben generative KI-Funktionen in einer Oberfläche. Prompt to Edit transformiert das gesamte Bild anhand eines Textprompts, etwa um eine Tagaufnahme in eine Nachtszene zu verwandeln. Remove Background entfernt Hintergründe und verfeinert Kanten. Generative Expand erweitert die Bildabmessungen und generiert passende Inhalte. Das Remove Tool eliminiert unerwünschte Objekte bei realistischer Bildqualität. Generative Fill fügt Inhalte hinzu, ersetzt oder entfernt sie per Textprompt. Generative Upscale erhöht die Auflösung unter Erhalt von Schärfe und Details. Besonders hervorzuheben ist AI Markup: Nutzer können direkt auf dem Bild zeichnen, um Bearbeitungen visuell zu kommunizieren – etwa Bereiche zum Umfärben auswählen, Pfeile für Positionen skizzieren oder grobe Formen für neue Elemente zeichnen. Das funktioniert ohne Textprompt und richtet sich an Profis, die lieber skizzieren als schreiben. Adobe sieht darin eine Abkehr vom rein textbasierten Ansatz, der seit dem Start von Firefly die generative Bildbearbeitung prägt.
Partner-Modelle erweitern Prompt to Edit: Gemini, GPT Image 2 und FLUX
Prompt to Edit unterstützt neben Adobe Firefly erstmals auch Modelle von Google, OpenAI und Black Forest Labs. Konkret stehen Google Gemini 3.1, Gemini 3 und Gemini 2.5, OpenAI GPT Image 2 sowie Black Forest Labs FLUX.2 [pro] und FLUX.1 Kontext [pro] zur Auswahl. Jeder Lauf erzeugt eine neue Ebene mit zwei Variationen des bearbeiteten Bildes, sodass Nutzer zwischen Ergebnissen verschiedener Modelle wählen können. Adobe gibt an, dass Prompts und Referenzdateien zur Generierung an die jeweiligen Partner gesendet werden, Kundendaten jedoch nicht zum Training der eigenen oder der Partner-Modelle verwendet werden. Die Integration mehrerer Modelle in ein einziges Werkzeug erweitert die kreative Flexibilität und ermöglicht es, die Stärken unterschiedlicher KI-Systeme innerhalb von Photoshop zu nutzen, ohne die Anwendung zu verlassen.
Beta-Status, Preis und Datenschutz: Was Nutzer wissen müssen
Der AI Assisted Editor wird als Beta ausgeliefert und ist über die Creative Cloud Desktop-App verfügbar. Die Beta-Version von Photoshop kostet 23 US-Dollar pro Monat. Beta-Funktionen sind für Tests und Nutzerfeedback gedacht und können sich bis zur finalen Freigabe noch ändern. Adobe betont, dass Kundendaten nicht zum Training der eigenen oder der Partner-Modelle verwendet werden. Prompts und Referenzdateien werden zwar zur Generierung an die Modellanbieter gesendet, fließen aber nicht in das Training ein. Nutzer, die den neuen Modus nicht benötigen, können ihn über die Einstellungen ausblenden und weiterhin ausschließlich mit dem klassischen Pro Editor arbeiten.
Widersprüche: AI Assistant vs. AI Assisted Editor und unklare Modellverfügbarkeit
In der Berichterstattung und in Adobes eigenen Ankündigungen gibt es zwei dokumentierte Widersprüche. Erstens: Adobe spricht von einem „AI Assistant“ als öffentlicher Beta in Photoshop Web und Mobile, während andere Quellen einen „AI Assisted Editor“ als optionalen Modus in der Desktop-App beschreiben. Möglicherweise handelt es sich um zwei verwandte, aber getrennte Features – einen konversationalen Assistenten und einen vereinfachten Editor-Modus – oder um uneinheitliche Namensgebung. Zweitens: Die unterstützten Partner-KI-Modelle sind nicht einheitlich dokumentiert. Prompt to Edit unterstützt laut einer Quelle FLUX.2 [pro], FLUX.1 Kontext [pro], Gemini 3.1, Gemini 3, Gemini 2.5, GPT Image 2 und Adobe Firefly. Generative Fill integriert dagegen Gemini 2.5 Flash Image (Nano Banana) und FLUX.1 Kontext [pro] neben Adobe Firefly. Die genaue Modellverfügbarkeit pro Werkzeug bleibt unklar; möglicherweise liegen getrennte Features oder gestaffelte Rollouts vor. Nutzer sollten daher prüfen, welche Modelle in ihrer Version tatsächlich angeboten werden.
Was der neue Editor für Nutzer und Wettbewerber bedeutet
Für Adobe erweitert der AI Assisted Editor das KI-Angebot und erschließt weniger erfahrene Nutzer, die bisher von der Komplexität der klassischen Photoshop-Oberfläche abgeschreckt wurden. Photoshop-Nutzer erhalten einen einfacheren Einstieg, während Profis den vollen Funktionsumfang des Pro Editors behalten und bei Bedarf zwischen beiden Modi wechseln können. Wettbewerber wie Canva, Affinity Photo oder Corel geraten unter Druck, ähnlich niedrigschwellige KI-gestützte Bearbeitungsmodi anzubieten. Kreativprofis müssen sich zunehmend mit KI-Workflows auseinandersetzen, da Zeichnen und Markieren als Alternative zu Textprompts die Bedienung natürlicher machen. Die Integration von Partner-Modellen signalisiert zudem, dass Adobe seine Firefly-Modelle nicht als alleinige Lösung positioniert, sondern auf eine Multi-Modell-Strategie setzt.



