Interne Abwägung bei OpenAI: Buchkauf gegen Piraterie offengelegt
Gerichtliche Unterlagen zeigen interne Diskussionen; Autorenklage und Fair-Use-Entscheidung
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- In einem laufenden Urheberrechtsverfahren wurden interne Unterlagen offengelegt, die interne Abwägungen bei OpenAI zur Beschaffung urheberrechtlich geschützter Bücher für frühe ChatGPT-Modelle zeigen.
- Mitarbeitende diskutierten die finanziellen Auswirkungen von Buchkauf gegenüber der Nutzung nicht autorisierter Quellen.
- Die Diskussionen fanden in internen Nachrichtenkanälen statt, bevor sie von Compliance-Strukturen formalisiert oder überprüft wurden.
- Frühes ChatGPT-Training erforderte große Textmengen; Lizenzkosten für Millionen Bücher und Artikel wurden als prohibitiv angesehen.
- Einige Mitarbeitende sollen illegale Beschaffungsmethoden als ethisch fragwürdig, aber operativ notwendig bezeichnet haben.
- Die Authors Guild und 17 Autoren reichten im September 2023 eine Sammelklage gegen OpenAI wegen Urheberrechtsverletzung ein.
Interne Abwägung bei OpenAI offengelegt
Offengelegte Unterlagen aus einem Urheberrechtsverfahren zeigen interne Abwägungen bei OpenAI: Mitarbeitende diskutierten, ob urheberrechtlich geschützte Bücher gekauft oder nicht autorisierte Quellen genutzt werden sollten. Die exponentiell hohen Datenanforderungen für frühe ChatGPT-Modelle machten Lizenzkosten für Millionen Titel prohibitiv; illegale Beschaffung galt als effizienter für den schnellen Modellaufbau. Einige bezeichneten dies als ethisch fragwürdig, aber operativ notwendig.
Autorenklage und gerichtliche Auseinandersetzung
Die Authors Guild und 17 Autoren reichten 2023 Sammelklage ein; OpenAI beantragte, fast alle Ansprüche abzuweisen. In einem anderen Verfahren (Bartz v. Anthropic) entschied ein Gericht, dass Training mit legal erworbenen Büchern Fair Use sein kann, nicht aber mit piratierten. Der Unterschied: Legal erworbene Werke ähneln einem lesenden Autor und sind transformativ, während Piraterie den Markt der Originale schädigt.



