IBM-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung um über 25 % ab
Erste Gewinnwarnung seit den frühen 2000er Jahren vernichtet 70 Milliarden Dollar Marktwert – Kunden schichten Budgets in KI-Hardware und Cybersicherheit um
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- IBM-Chef Arvind Krishna veröffentlichte vor dem geplanten Earnings Call einen Brief an Aktionäre, in dem er eine 'performance shortfall' für das zweite Quartal einräumte.
- Als Hauptgrund nannte Krishna eine Verschiebung der Kundenbudgets: Viele Unternehmen investierten in den letzten Juniwochen in Server, Speicher und andere Hardware für KI-Infrastruktur, bevor die Preise steigen.
- Zusätzlich wurden Kunden durch schnell wachsende, branchenweite Cybersicherheitsbedenken abgelenkt.
- Die IBM-Aktie fiel am Tag der Bekanntgabe um mehr als 25 %, was einem Marktwertverlust von rund 70 Milliarden US-Dollar entspricht.
- Es war der größte Tagesverlust in der Börsengeschichte von IBM.
- Krishna räumte ein, dass das Management das Ausmaß der Investitionsumschichtung unterschätzt habe und IBM sich nicht schnell genug angepasst habe; zahlreiche große Deals seien gescheitert.
IBM-Aktie stürzt nach Gewinnwarnung um über 25 % ab
Die IBM-Aktie brach am Dienstag um mehr als 25 Prozent ein und verlor rund 70 Milliarden US-Dollar an Börsenwert – der größte Tagesverlust der Unternehmensgeschichte. Auslöser war eine unerwartete Gewinnwarnung von CEO Arvind Krishna, der in einem Aktionärsbrief eine enttäuschende Quartalsentwicklung einräumte. Es ist die erste derartige Warnung seit den frühen 2000er Jahren. Während der Dow Jones nahezu stagnierte und die Nasdaq von erholten Technologiewerten profitierte, lastete der IBM-Kursrutsch schwer auf dem Gesamtmarkt. Anleger reagierten schockiert auf das Eingeständnis, das Management habe die Dynamik der KI-Investitionen falsch eingeschätzt.
Kunden schichten Budgets auf KI-Hardware und Cybersicherheit um
CEO Arvind Krishna machte eine kurzfristige Verschiebung der Kundenbudgets verantwortlich. In den letzten Juniwochen investierten viele Unternehmen massiv in Server, Speicher und andere Hardware für KI-Rechenzentren, bevor erwartete Preissteigerungen aufgrund von Komponentenknappheit griffen. Gleichzeitig lenkten branchenweite Cybersicherheitsbedenken die Aufmerksamkeit der Kunden um: Unternehmen rüsten ihre Abwehr gegen neue, KI-gestützte Bedrohungen auf und zogen dafür Gelder aus Software- und IT-Dienstleistungsbudgets ab. Das Management habe das Ausmaß dieser Umschichtung unterschätzt, zahlreiche große Abschlüsse scheiterten.



