HeyGen integriert sich in Claude Code: MCP-Server und CLI für automatisierte Videoproduktion
MCP-Anbindung ermöglicht Videogenerierung direkt aus Claude Code, CLI liefert strukturierte JSON-Ausgaben – doch bei den Preisen herrscht Verwirrung.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- HeyGen bietet eine API, eine CLI und eine MCP-Integration für die Videogenerierung.
- Die HeyGen CLI unterstützt asynchrone Operationen mit --wait, Pagination über --token, JSON-Ausgabe und die Angabe komplexer Request-Bodies über -d/--data.
- Die CLI kann auf macOS (Apple Silicon und Intel) und Linux (x64 und arm64) installiert werden; Windows wird über WSL empfohlen.
- Die Authentifizierung für die CLI erfolgt entweder per API-Key (gespeichert unter ~/.heygen/credentials) oder per OAuth über den Browser.
- Die Integration in Claude Code erfolgt über einen MCP-Server, der mit dem Befehl 'npx skills add heygen-com/skills' oder durch direkte Bearbeitung von ~/.claude.json hinzugefügt wird.
- Nach dem Hinzufügen des MCP-Servers muss in Claude Code eine OAuth-Authentifizierung mit dem HeyGen-Konto durchgeführt werden.
HeyGen zieht in Claude Code ein: MCP-Server macht's möglich
HeyGen, ein Anbieter für KI-generierte Videos, hat eine Integration in Claude Code über das Model Context Protocol (MCP) veröffentlicht. Technisch fungiert MCP als Kommunikationsbrücke: Claude Code kann damit externe Tools direkt aufrufen, ohne dass der Nutzer die Umgebung wechselt. Konkret bedeutet das: Claude schreibt das Skript, ruft über MCP die HeyGen-Videotools auf, überwacht das Rendering und liefert einen teilbaren Link – alles innerhalb eines einzigen Gesprächs. Der manuelle Workflow aus Skript kopieren, HeyGen öffnen, Avatar konfigurieren und Dateien herunterladen entfällt vollständig.
Der MCP-Server wird per Befehl `npx skills add heygen-com/skills` im Terminal hinzugefügt – alternativ lässt sich die Datei `~/.claude.json` direkt bearbeiten. Beim ersten Einsatz fordert Claude Code eine OAuth-Authentifizierung mit dem HeyGen-Konto an; der Browser-basierte Ablauf wird gestartet. Nach Angaben des Anbieters unterstützen alle Tarife die MCP-Integration, und für die Anbindung selbst fallen keine zusätzlichen Kosten an. Diese Kostenfreiheit ergibt sich daraus, dass die Integration lediglich auf das bestehende HeyGen-Konto zugreift: Die Videogenerierung verbraucht das vorhandene Premium-Guthaben des jeweiligen Tarifs, es wird also kein neues Abo oder eine separate Gebühr für die MCP-Nutzung fällig. Ein Beispiel in der Dokumentation zeigt, wie Claude mit dem Befehl `claude "make a 30s welcome video"` nach 42 Sekunden Rendering eine MP4-Datei liefert.
CLI: Asynchrone Jobs, Pagination und JSON-Ausgabe
Parallel zur MCP-Anbindung stellt HeyGen eine Kommandozeilen-Schnittstelle (CLI) bereit, die die v3-API kapselt: Jeder CLI-Befehl übersetzt sich in einen entsprechenden API-Aufruf, und die Antwort wird standardmäßig als strukturiertes JSON ausgegeben. Das ist für Skripte, CI-Pipelines und KI-Agenten vorteilhaft, weil sich die Ausgabe maschinell weiterverarbeiten lässt, ohne dass Text geparst werden muss. Die Installation wird für macOS (Apple Silicon und Intel) sowie Linux (x64 und arm64) unterstützt; die CLI besteht aus einer einzigen Binary ohne Laufzeitvoraussetzungen. Für Windows empfiehlt der Anbieter das Windows Subsystem for Linux (WSL), da eine native Windows-Unterstützung noch nicht verfügbar ist – WSL stellt eine vollwertige Linux-Umgebung bereit, in der die CLI ohne Einschränkungen läuft.
Die Authentifizierung erfolgt entweder per API-Key oder per OAuth, und die Wahl hängt vom Einsatzzweck ab. Der API-Key eignet sich für nicht-interaktive Umgebungen wie CI-Pipelines, Docker-Container oder Agenten-Workflows: Er wird lokal unter `~/.heygen/credentials` gespeichert oder als Umgebungsvariable gesetzt und erfordert keine Browser-Interaktion. OAuth hingegen ist der interaktive Weg für den persönlichen Gebrauch: Der Befehl öffnet den Browser, der Nutzer meldet sich bei HeyGen.com an, und die Anmeldung ersetzt die zuvor gespeicherten Credentials. In nicht-interaktiven Shells (z. B. bei gepiptem Input oder `CI=true`) wird standardmäßig der API-Key-Flow verwendet; OAuth muss dann explizit per Flag angefordert werden. Die CLI unterstützt asynchrone Operationen mit `--wait` (blockiert, bis der Job abgeschlossen ist, und gibt den vollständigen Ressourcenstatus zurück), Pagination über `--token` (holt die nächste Seite anhand des `next_token` aus der JSON-Antwort) sowie komplexe Request-Bodies über `-d`/`--data` (rohes JSON für verschachtelte Eingaben, kombinierbar mit einzelnen Flags).
Preiswirrwarr: Creator- und Pro-Plan widersprüchlich
Bei den Preisangaben zu den Einzelplänen zeigen sich Widersprüche. Der Creator-Plan kostet laut einer Quelle 29 US-Dollar pro Monat und enthält 200 Premium Credits; eine andere Quelle nennt für denselben Preis 600 Credits. Beim Pro-Plan klaffen die Angaben noch weiter auseinander: Eine Dokumentation nennt 99 US-Dollar monatlich mit 2000 Premium Credits, während die Preisseite und eine FAQ 49 US-Dollar mit 1000 Credits angeben.
Die wahrscheinlichste Erklärung ist eine Umstellung auf credit-basierte Pläne, die HeyGen selbst ankündigt: „HeyGen is moving to credit-based plans to make pricing clearer, easier to understand, and more flexible." Die FAQ mit 600 Credits im Creator- und 1000 Credits im Pro-Plan sowie dem Pro-Preis von 49 US-Dollar spiegelt vermutlich den aktuellen Stand wider, während die ältere Dokumentation mit 200/2000 Credits und 99 US-Dollar noch den vorherigen Tarifstand zeigt. Auch die offizielle Preisseite listet den Pro-Plan mit 49 US-Dollar, was die 99-Dollar-Angabe als veraltet erscheinen lässt. Nutzer sollten die aktuellen Preise und enthaltenen Credits direkt auf der HeyGen-Preisseite oder in der offiziellen FAQ nachlesen, da sich die credit-basierte Struktur noch in der Umstellung befindet.
Der Free-Plan umfasst je nach Region ein bis drei kostenlose Videos, einen Custom Video Avatar und drei Video-Agent-Videos pro Monat. Der Business-Plan kostet 149 US-Dollar monatlich plus 20 US-Dollar pro zusätzlichem Sitz und beinhaltet 1500 Credits. Der Enterprise-Plan ist nur über den Vertrieb erhältlich.



