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GPT-5.4 und Codex in AWS GovCloud über Bedrock: FedRAMP-High- und IL4/5-Freigabe laut AWS

AWS zufolge ersetzt IAM die ChatGPT-Anmeldung. Eignung und ATO bleiben Sache der Behörde.

· Veröffentlicht: 30.10.2026 ·2 Min Lesezeit
GPT-5.4 und Codex in AWS GovCloud über Bedrock: FedRAMP-High- und IL4/5-Freigabe laut AWSMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • AWS bietet die ChatGPT-Desktop-App auf Amazon Bedrock in AWS GovCloud (US) an.
  • Codex läuft in us-gov-west-1 über Bedrock Mantle, Zugriff steuerbar per AWS IAM.
  • Codex gibt es als Desktop-App, CLI und IDE-Integration für VS Code, JetBrains, Xcode.
  • Bei Datenresidenz-Anforderungen bleibt die Verarbeitung in der gewählten Bedrock-Region.
  • OpenAI-GPT-Modelle auf Bedrock sind in GovCloud (US) FedRAMP High und DoD IL4/5 freigegeben.

GPT-5.4 und Codex in GovCloud (US-West), laut AWS mit FedRAMP-High- und IL4/5-Freigabe

Laut AWS ist die ChatGPT-Desktop-App mit den Komponenten Work und Codex nun in AWS GovCloud (US) auf Amazon Bedrock verfügbar. GPT-5.4 (Modell-ID openai.gpt-5.4) läuft dort über die OpenAI-kompatible Responses API am regionalen Mantle-Endpunkt in us-gov-west-1. Die OpenAI-GPT-Modelle auf Bedrock seien in GovCloud (US) laut AWS für FedRAMP High sowie DoD IL4/5 freigegeben.

Neu ist vor allem die GovCloud-Verfügbarkeit samt Anleitung. Das Grundangebot kommt nicht neu hinzu. Laut AWS sind GPT-5.5, GPT-5.4 und Codex auf Bedrock in kommerziellen Regionen bereits allgemein verfügbar.

Das genaue Freigabedatum geht aus dem Material nicht eindeutig hervor. Der AWS-GovCloud-Newsletter nennt für die Autorisierung den Zeitraum 16. bis 30. Juni 2026. Einen konkreten Tag lässt sich daraus nicht ableiten. Dieselbe Ausgabe führt auch OpenAI GPT-OSS (20B und 120B) sowie mehrere NVIDIA-Nemotron-Modelle als freigegeben auf.

IAM statt ChatGPT-Login: Der Anfragepfad läuft über Bedrock

Codex lässt sich als Desktop-App und als CLI betreiben, außerdem über IDE-Integrationen für VS Code, JetBrains und Xcode. Die Modellanfragen gehen dabei an Bedrock, nicht an OpenAI. Laut OpenAI-Dokumentation liegt die von OpenAI gehostete Responses API in dieser Konfiguration nicht im Anfragepfad. Bedrock stellt stattdessen eine kompatible Implementierung bereit.

Die Authentifizierung läuft AWS-nativ, per Bedrock-API-Key oder IAM-Credentials. Eine ChatGPT-Anmeldung und ein OPENAI_API_KEY entfallen. Der Zugriff lässt sich damit über IAM und bestehende GovCloud-Netzwerkkontrollen steuern.

Weitere Angaben stammen aus der AWS-Anleitung. Sie sind Herstellerangaben: Bei Anforderungen an die Datenresidenz bleibt die Verarbeitung in der gewählten Bedrock-Region. Abgerechnet wird pro Token, ohne Seat-Lizenzen und ohne Pro-Entwickler-Verpflichtung. Zero Data Retention werde unterstützt. Die gehostete Websuche setzt derzeit den Mantle-Endpunkt voraus. Die beiden Bedrock-Endpunkte unterscheiden sich im Funktionsumfang.

Admins bleiben in der Pflicht: App-Version, requirements.toml und ATO

Die OpenAI-Anleitung für GovCloud stellt klar, dass sie keine Rechtsberatung ist und kein ATO erteilt. Konfiguration, gewählte AWS-Dienste, Endpunktkontrollen und Datenflüsse muss die Organisation mit den zuständigen Sicherheits- und Autorisierungsverantwortlichen gegen die Anforderungen der Behörde prüfen. Dass die Inferenz in GovCloud läuft, belegt noch nicht, dass der gesamte Workflow diese Anforderungen erfüllt.

Konkret verlangt die Anleitung die Desktop-App ab Version 26.1002.51308 und eine restriktive requirements.toml. Sie ist per Systemkonfiguration oder MDM auszurollen, bevor die App startet. Geräte, Zugangsdaten, Repositories, lokale Aufzeichnungen und aktivierte Drittdienste liegen in der Verantwortung der Organisation.

Offen bleibt, ob Telemetrie, Updates oder Sync der Desktop-App weiterhin zu OpenAI gehen. Das Material beantwortet diese Frage nicht. Die Aussage zum fehlenden OpenAI-Anfragepfad betrifft nur den Modellaufruf.

Zum Marktumfeld nennt der AWS-Newsletter außerdem Anthropic Claude Opus 4.8. Das Modell sei ebenfalls in GovCloud über Bedrock verfügbar.

J
Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

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