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Google übernimmt Crusoes Wyoming-Standort und will 17 Milliarden Dollar investieren

Crusoe bestätigt den Verkauf des Campus in Laramie County. Preis und Vertragsumfang bleiben offen. Ob Crusoe freiwillig übergab oder verdrängt wurde, ist umstritten.

· Veröffentlicht: 07.11.2026 ·2 Min Lesezeit
Google übernimmt Crusoes Wyoming-Standort und will 17 Milliarden Dollar investierenMit KI erstellt
Inhalt
◆ Fakten auf einen Blick
  • Google hat den Rechenzentrumsstandort in Südost-Wyoming von Crusoe erworben.
  • Google kündigte 17 Mrd. US-Dollar Investitionen für den Campus in Laramie County an.
  • Google nennt als Partner Tallgrass Energy, Black Hills Energy, American Electric Power und Related Digital.
  • Crusoe und Tallgrass hatten das Projekt im Juli 2025 angekündigt, Ziel 10 GW.
  • Crusoe baut weiter einen Rechenzentrumscampus für Google bei Amarillo, Texas.

Google übernimmt Crusoes Standort in Wyoming und plant 17 Milliarden Dollar Investition

Google hat den Rechenzentrumsstandort von Crusoe in Südost-Wyoming (Laramie County) erworben. Crusoe hat den Verkauf diese Woche bestätigt. Nach Angaben des Unternehmens endet damit seine Rolle in der Vorentwicklung, zu der Standortwahl, behördliche Genehmigungen und die Stromstrategie gehörten. Google will den Campus selbst bauen und kündigt dafür Investitionen von 17 Milliarden US-Dollar an. Als Partner nennt der Konzern Tallgrass Energy, Black Hills Energy, American Electric Power und Related Digital. Crusoe fehlt in dieser Liste.

Crusoe und das Blackstone-gestützte Tallgrass hatten das Projekt im Juli 2025 angekündigt. Langfristig war eine Ausbaustufe auf 10 Gigawatt vorgesehen. Zu Finanzbedingungen und Kaufpreis schweigen beide Seiten. Wann genau die Bestätigung kam, lässt sich nicht festlegen. Die Quellen nennen mal Donnerstag, mal Freitag.

Verdrängt oder planmäßig übergeben? Crusoe und Bloomberg zeichnen verschiedene Bilder

Crusoe stellt den Verkauf als Teil seiner Strategie dar. Das Unternehmen entwickelt Projekte für KI-Infrastruktur und übergibt sie an große Tech-Konzerne. So kann es sich nach eigener Darstellung auf weitere Vorhaben konzentrieren. Konzernchef Chase Lochmiller sagt, die Vorarbeiten – Origination, Entitlement und De-risking – hätten das Projekt für Bau und späteren Betrieb „aufgesetzt“.

Bloomberg hatte bereits im Juni berichtet, Crusoe werde bei dem Projekt verdrängt. Demnach habe das Unternehmen keine Kunden gewonnen, und Google habe Kosten und Zeitplan bemängelt. Bloomberg meldete auch den Verkauf als Erstes. TechCrunch schreibt, Crusoe habe vergeblich versucht, Google selbst als Kunden für den Standort zu gewinnen. Die Kritik an Crusoe stammt aus dem Bloomberg-Bericht und wird hier nur wiedergegeben. Bloombergs Quellen sind nicht genannt, der Originaltext liegt nicht vor.

Beide Darstellungen schließen einander nicht aus. Offen bleibt, wie freiwillig die Übergabe war.

Crusoe baut für Google in Amarillo weiter und hat frisches Kapital

Google trennt sich nicht vollständig von Crusoe. Das Unternehmen baut im texanischen Armstrong County bei Amarillo weiter einen Campus für Google. Im September sammelte Crusoe nach eigenen Angaben 3,9 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 30,9 Milliarden Dollar ein. Das Unternehmen gibt außerdem an, mehr als 6 GW unter Vertrag und über 40 GW in der Pipeline zu haben. Dabei handelt es sich um Eigenangaben. In Abilene entsteht phasenweise ein Campus für Oracle und OpenAI, daneben ein 900-MW-Campus für Microsoft. Laut TNW zählen auch Meta und, nach einem berichteten 13-Milliarden-Dollar-Vertrag, Jane Street zu den Kunden.

Offen bleiben der Kaufpreis, der Bauzustand des Wyoming-Standorts und der Umfang der Vereinbarung.

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Andreas Rüdiger
Herausgeber & Redaktionsleitung · KI-Modelle, Technik & Business

Andreas Rüdiger ist Gründer der Agentur INREMA und verantwortet KI Spotlight redaktionell. Sein Schwerpunkt liegt auf KI-Modellen, Recheninfrastruktur, technischen Entwicklungen und der wirtschaftlichen Einordnung. Er sorgt dafür, dass komplexe KI-Themen verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden. Mehr zu ihm auf inrema.de und andiger.de.

Quellen

  1. hyper.ai ↗

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