Google erweitert KI-Wirtschaftsforschung mit Nobelpreisträger Aghion und MIT-Ökonom Autor
Neue Academic Advisors und Visiting Fellows sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen von KI mit feingranularen Daten und strenger Forschung analysieren.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Google erweitert sein AI & Economy Research Program und heißt neue Ökonomen willkommen.
- Philippe Aghion tritt als Academic Advisor bei; er ist 2025 Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften.
- David Autor ist Visiting Fellow; er ist MIT-Professor und Co-Direktor des NBER Labor Studies Programms und untersucht in einer dreijährigen Fellowship die Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt.
- Das Programm konzentriert sich auf Zukunft der Arbeit, Produktivität und Wachstum, globale Technologiediffusion und KI-Einfluss auf wissenschaftliche Entdeckungen.
- Das Team hat kürzlich AI & Economy ATLAS v1.0 und eine interaktive Open-Access-Website gestartet.
- ATLAS v1.0 basiert auf 15 Millionen aggregierten, de-identifizierten Mensch-KI-Interaktionen aus Gemini App, AI Mode und Gemini API; diese Produkte haben über 1 Milliarde monatliche Nutzer; die Daten umfassen über 150 Länder, 140 Sprachen, 800 Berufe und 4.000 Aufgaben.
Google holt Nobelpreisträger Aghion und MIT-Ökonom Autor ins AI-&-Economy-Team
Google erweitert sein AI & Economy Research Program und nimmt neue Ökonomen in das Team auf. Nach Angaben des Unternehmens stoßen Philippe Aghion als Academic Advisor und David Autor als Visiting Fellow hinzu. Aghion ist Träger des Wirtschaftsnobelpreises 2025. Autor ist Professor am MIT und Co-Direktor des Labor Studies Programms am National Bureau of Economic Research (NBER). Im Rahmen einer dreijährigen Fellowship untersucht er die Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt. Autor wird in mehreren Forschungsprojekten untersuchen, wann und wie Technologie Expertise automatisiert oder erweitert, welche Folgen das für Lohn- und Beschäftigungsverläufe hat, wie Technologie neue Arbeit schafft, wie KI-Nutzung den Erwerb von Fähigkeiten beeinflusst und wie sich Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen durch die Einführung von KI verändern.
Google begründet die Erweiterung mit der Notwendigkeit, die wirtschaftlichen Folgen der KI-Nutzung mit feingranularen Daten und strenger ökonomischer Forschung zu analysieren. Denn die Ergebnisse der KI-Transformation sind nicht automatisch oder garantiert: Es braucht empirische Einsichten und evidenzbasierte Forschung, um Entscheidungen von Organisationen, Arbeitnehmern, Forschern und politischen Entscheidungsträgern zu informieren. Die reine Beobachtung von Adoptionsmustern reicht nicht aus, da KI Arbeitsplätze, Unternehmen und Alltag grundlegend verändert und ein multidisziplinärer Ansatz erforderlich ist, der feingranulare Daten mit rigoroser ökonomischer Untersuchung verbindet.
ATLAS-Datensatz und 100.000-Dollar-Förderung für erste Ökonomen-Kohorte
Das Programm hat kürzlich den Datensatz AI & Economy ATLAS v1.0 sowie eine interaktive Open-Access-Website gestartet. ATLAS basiert auf 15 Millionen aggregierten und de-identifizierten Mensch-KI-Interaktionen aus der Gemini App, dem AI Mode und der Gemini API. Diese Produkte haben nach Google-Angaben zusammen mehr als eine Milliarde monatliche Nutzer. Die Daten umfassen über 150 Länder, 140 Sprachen, 800 Berufe und 4.000 Aufgaben. Google bezeichnet ATLAS als den bislang umfassendsten Blick darauf, wie Menschen KI in großem Maßstab nutzen.
Das Programm konzentriert sich auf vier Kernbereiche: die Zukunft der Arbeit, Produktivität und Wachstum, globale Technologiediffusion sowie die Auswirkungen von KI auf wissenschaftliche Entdeckungen. Diese Schwerpunkte sind besonders relevant, weil offene Fragen bestehen: Wie verändern sich Lohn- und Beschäftigungsverläufe durch Automatisierung oder Augmentierung? Führt KI zu messbarem Produktivitätswachstum? Wie schnell und ungleich verbreitet sich KI global? Und wie beschleunigt KI wissenschaftliche Entdeckungen – etwa wenn Wissenschaftler laut ATLAS-basierter Forschung fast sieben Stunden pro Woche einsparen?
Die bereitgestellten Mittel – 100.000 US-Dollar ungebundene Förderung, dedizierte Rechenressourcen und früher Zugang zu Frontier-KI – ermöglichen unabhängige Untersuchungen, weil die ungebundene Förderung flexible Forschung ohne enge Zweckbindung erlaubt, die Rechenressourcen die Analyse großer Datensätze wie ATLAS unterstützen und der frühe KI-Zugang Experimente mit neuesten Modellen zur direkten Messung von Produktivitätseffekten ermöglicht. So liefern die geförderten Forschungen eine belastbare Grundlage für wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Entscheidungen und wirtschaftliche Strategien. Zudem hat Google eine erste Kohorte globaler Wirtschaftswissenschaftler vorgestellt, die jeweils diese Förderung erhalten und unabhängige Untersuchungen zu den Auswirkungen von KI auf Arbeitsmärkte, organisatorische Produktivität und unterschiedliche Ergebnisse in Sektoren und Volkswirtschaften leiten sollen.



