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EU-Projekt CTRL-F startet mit Sensornetz und Drohnen

Deutsch-tschechisches Modellprojekt zur Früherkennung von Waldbränden kombiniert Gassensoren, autonome Drohnen und KI-gestützte Auswertung.

· Veröffentlicht: 20.08.2026 ·2 Min Lesezeit
EU-Projekt CTRL-F startet mit Sensornetz und DrohnenMit KI erstellt
◆ Fakten auf einen Blick
  • CTRL-F ist ein EU-Projekt (Interreg Bayern–Tschechien) zur Früherkennung von Waldbränden.
  • Der volle Projektname lautet Cross-border Technologies for Rapid Localisation of Fire.
  • Das Projekt läuft über drei Jahre.
  • Es kombiniert ein Sensornetz zur Erkennung von Brandgasen/Emissionen mit autonomen Drohnen, die Wärme- und optische Kameras tragen.
  • Künstliche Intelligenz ist Teil des Systemansatzes.
  • Testregion ist unter anderem der Neubäuer Forst bei Roding (Ostbayern).

EU-Projekt CTRL-F startet mit Sensornetz und Drohnen

Das EU-Projekt CTRL-F (Cross-border Technologies for Rapid Localisation of Fire) ist ein deutsch-tschechisches Modellprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren. Es zielt auf die Früherkennung von Waldbränden im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet ab. Dafür kombiniert das Vorhaben ein Sensornetz, das bei Verbrennung entstehende Gase und Emissionen erkennt, mit autonomen Drohnen, die Wärme- und optische Kameras tragen. Die Künstliche Intelligenz übernimmt die automatisierte Auswertung der erfassten Daten: Sie fusioniert die Messwerte der Gassensoren mit den Wärmebildern und optischen Aufnahmen der Drohnen und nutzt Verfahren der Mustererkennung, um typische Brandsignaturen zu identifizieren. So kann die KI aus den kombinierten Daten einen Brand bestätigen und dessen Position bestimmen. Die Kombination aus bodengestützter Gaserkennung und luftgestützter Kameraüberwachung führt zu einer schnelleren Alarmierung: Die Sensoren schlagen bereits an, wenn bei einer Verbrennung Gase freigesetzt werden – oft bevor Flammen oder dichter Rauch sichtbar sind. Die Drohnen fliegen dann autonom zum detektierten Ort, bestätigen den Brand mit ihren Wärmekameras und liefern präzise Koordinaten. Dadurch verkürzt sich die Zeit vom ersten Hinweis bis zur Alarmierung der Feuerwehr erheblich. Das System soll Feuerwehren bei der Bekämpfung unterstützen. Als grenzüberschreitendes Modellvorhaben arbeiten deutsche und tschechische Partner zusammen. Die Projektbeteiligten stellten das System kürzlich im ostbayerischen Neubäuer Forst bei Roding vor, der als Testregion dient. Das Projekt wird im Rahmen des Interreg-Programms Bayern–Tschechien gefördert.

Erste Sensoren im Neubäuer Forst bei Roding installiert

Im Neubäuer Forst bei Roding in Ostbayern wurden Sensoren zur Erkennung von Brandgasen an Bäumen installiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Wald dient als Testregion für das Gesamtsystem. Die Projektbeschreibung nennt als Fokusgebiete den Nationalpark Šumava auf tschechischer Seite und den Nationalpark Bayerischer Wald auf deutscher Seite. Das Projektgebiet erstreckt sich über die Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Angaben zu einem konkreten Starttermin oder zur Anzahl der installierten Sensoren wurden nicht gemacht.

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Jasmin Freitag
Redaktion · KI-Anwendungen & Tools

Jasmin Freitag beobachtet für KI Spotlight die praktische Seite der künstlichen Intelligenz: neue Anwendungen, generative Werkzeuge, kreative KI und den Einsatz von Tools im Alltag und in Unternehmen. Sie erklärt praxisnah, was ein Werkzeug wirklich taugt.

Quellen

  1. cio.de ↗

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