Cuban: KI-Agenten skalieren Brute-Force-Angriffe, die Abwehr kann mithalten
Beim Reuters-NEXT-Event sprach der Investor von Skalierung statt neuen Methoden. Die Überschrift „warnt“ überzeichnet das. Google und Anthropic melden dokumentierte Fälle.
Mit KI erstellt◆ Fakten auf einen Blick
- Cuban sprach am Freitag, 23. Oktober 2026, bei einem Reuters-NEXT-Newsmaker-Event.
- KI-Agenten wenden laut Cuban Brute-Force-Taktiken in großem Maßstab an, statt neue Hacking-Methoden zu erfinden.
- Unternehmen könnten Systeme mit KI "besprühen", um schädliche Aktivität zu blockieren; Vorfälle werde es dennoch geben.
- Die Ankündigung nennt Reuters-Redakteurin Caroline Humer als Gesprächspartnerin, nicht in allen Varianten.
Cuban: KI-Agenten skalieren Brute-Force-Angriffe, die Abwehr kann mithalten
Der Investor Mark Cuban hat sich am Freitag, dem 23. Oktober 2026, bei einem Reuters-NEXT-Newsmaker-Event zu KI-Agenten und Cybersicherheit geäußert. Die Ankündigung nennt 11:00 Uhr CDT, also 16:00 Uhr GMT. Als Gesprächspartnerin führt sie in mehreren Varianten die Reuters-Redakteurin Caroline Humer (U.S. Health and Pharma Editor) auf. Eine spätere Variante nennt keinen Namen. Eine Quelle bezeichnet die Veranstaltung als Reuters-„Total Health“-Event in Nashville. Das Material klärt den Widerspruch nicht.
Die Aussagen liegen nur aus zweiter Hand vor. Tradersunion beruft sich auf Business Insider; hinzu kommen Berichte von Hyper.ai und weiteren Portalen. Demnach erfinden KI-Agenten nicht notwendigerweise neue Hacking-Methoden. Sie wenden Brute-Force-Taktiken in viel größerem Maßstab an. Cuban verglich das mit Kakerlaken in einem frisch behandelten Haus: Mit genügend KI-Agenten finde einer einen Weg hinein.
Die Abwehr könne denselben Hebel nutzen. Unternehmen könnten ihre Systeme laut den Berichten mit ebenso viel KI „besprühen“, um schädliche Aktivität zu blockieren. Vorfälle werde es dennoch geben. Sinngemäß zitiert wird er mit den Worten, es sei alles Brute-Force-Verhalten; setzten die Bösen darauf, könnten es die Guten ebenso tun. Er sei „not a doomer at all“.
Zahlen oder konkrete Fälle nannte Cuban nach dem vorliegenden Material nicht. Die KI-Passage war laut einer Quelle offenbar Teil eines Gesprächs, das sich ausführlich um Gesundheitsthemen drehte, etwa Cost Plus Drugs und die FDA-Zulassung mobiler Produktionseinheiten. Die Überschrift eines Berichts („warns AI agents threaten cybersecurity“) geht damit über den Inhalt hinaus. Cuban benennt ein Risiko und zugleich die Gegenstrategie.
Google und Anthropic melden bereits KI-gestützte Angriffe und KI-Abwehr
Hersteller berichten von konkreten Fällen. Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) will erstmals einen Angreifer identifiziert haben, der einen Zero-Day-Exploit nutzte. Nach Googles Einschätzung wurde dieser Exploit mit KI entwickelt. Der Angreifer habe einen breiten Einsatz geplant. Googles Gegenmaßnahme habe das „möglicherweise“ verhindert. Beides sind Herstellerangaben ohne unabhängige Bestätigung. Ein früherer GTIG-Bericht beschrieb den Einsatz von KI für Recherche, sehr realistische Phishing-Kampagnen und Malware-Entwicklung.
Anthropic unterband zwischen Dezember 2025 und August 2026 Missbrauchsoperationen mit Claude, darunter Cyberoperationen. Das Unternehmen bezeichnet die Fälle ausdrücklich nicht als typisch. Sie seien vielmehr die auffälligsten und neuartigsten.
Auf der Verteidigerseite setzt Google nach eigenen Angaben die KI-Agenten Big Sleep zur Erkennung von Schwachstellen ein, CodeMender zu deren automatischer Behebung. Der Schluss, KI nütze auch Verteidigern, stammt vom Unternehmen selbst. Eine unabhängige Prüfung fehlt.
Zwischen Cubans Einschätzung und dem Google-Bericht besteht eine Spannung, aber kein direkter Widerspruch. Cuban formuliert vorsichtig („nicht notwendigerweise“) und allgemein. Google schildert dagegen einen Einzelfall. Ob ein KI-entwickelter Zero-Day eine neue Technik ist oder nur eine schnellere Exploit-Entwicklung, lässt sich ohne unabhängige Bewertung nicht sagen.



