Berkshire-CEO Abel: Energie ist größter Engpass für KI-Rechenzentren
Greg Abel sieht Energie als zentralen Engpass für den KI-Boom und setzt auf Alphabet sowie Berkshire Hathaway Energy.
Mit KI erstelltInhalt
◆ Fakten auf einen Blick
- Greg Abel ist CEO von Berkshire Hathaway und hat die Rolle am 1. Januar 2026 übernommen.
- Abel sagte im CNBC-Interview am 2. September, dass Energie der größte Engpass für den KI-Boom sei, und begründete dies mit der langen Vorlaufzeit für Standortvorbereitung und Netzanbindung.
- Datenzentren machten 2025 rund 8% der Last von Berkshire Hathaway Energy in Iowa aus.
- Abel prognostiziert, dass die KI-bedingte Stromnachfrage in den nächsten fünf Jahren um bis zu 50% wachsen könnte.
- Berkshire Hathaway hielt Ende Juni fast 106 Millionen Alphabet-Aktien im Wert von etwa 37,8 Milliarden Dollar; das ist die drittgrößte Position nach Apple und American Express.
- Abel und Buffett genehmigten vor drei Monaten ein zusätzliches 10-Milliarden-Dollar-Investment in Alphabet zur Unterstützung der KI-Infrastruktur.
Abel: Energie ist der größte Engpass für den KI-Boom
Greg Abel, seit dem 1. Januar 2026 CEO von Berkshire Hathaway, hat in einem CNBC-Interview am 2. September Energie als den größten Engpass für den KI-Boom bezeichnet. Als Begründung nannte er die lange Vorlaufzeit für die Vorbereitung von Standorten und deren Netzanbindung. Abel sagte wörtlich: „Ich hatte immer die starke Auffassung, dass Energie der Engpass sein würde. Wir können die Energie produzieren. Es geht darum, wie lange es dauert, die Standorte vorzubereiten und in eine Position zu bringen, in der sie die Rechenzentren versorgen können. Und ich sehe das weiterhin als großen Engpass.“ Die wachsende Stromnachfrage durch KI stufte er nach eigenen Angaben als „signifikante Chance“ für Berkshire Hathaway und insbesondere für die Energietochter Berkshire Hathaway Energy ein. Unabhängige Untersuchungen stützen die Einschätzung: Laut dem Grid Strategies 2025 Load Growth Report sind Rechenzentren der größte Treiber des US-Stromnachfragewachstums.
Iowa: Rechenzentren bei 8% Last, Wachstum auf bis zu 50% erwartet
Konkrete Zahlen untermauern die Relevanz für Berkshire Hathaway Energy. Im Jahr 2025 machten Rechenzentren rund 8 Prozent der gesamten Stromlast der Tochtergesellschaft im Bundesstaat Iowa aus. Abel prognostiziert, dass die KI-bedingte Stromnachfrage in den nächsten fünf Jahren um bis zu 50 Prozent wachsen könnte. Für einen Versorger, der nach Angaben des Unternehmens jährlich etwa 3 bis 4 Milliarden Dollar operativen Gewinn erwirtschaftet, wäre ein solches Lastwachstum ungewöhnlich hoch: Stromnetze sind üblicherweise auf ein moderates, stetiges Nachfragewachstum von wenigen Prozent pro Jahr ausgelegt; ein Anstieg um die Hälfte innerhalb von fünf Jahren erfordert massive Investitionen in Erzeugung, Übertragung und Verteilung und stellt eine erhebliche Abweichung vom historischen Trend dar. Die Nachfrage kommt nicht zuletzt von großen Technologiekonzernen: Alphabet meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 Investitionsausgaben von 44,92 Milliarden Dollar und plant für das Gesamtjahr 2026 Ausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Abel betonte jedoch, dass Hyperscaler die zusätzlichen Infrastrukturkosten selbst finanzieren müssten.
10-Milliarden-Dollar-Investment in Alphabet als Teil der Wette
Das Engagement bei Alphabet ist nach Abels Darstellung Teil derselben Strategie. Vor drei Monaten genehmigten er und Chairman Warren Buffett ein zusätzliches Investment von 10 Milliarden Dollar in den Google- und YouTube-Mutterkonzern, um dessen Ausbau der KI-Infrastruktur zu unterstützen. Ende Juni hielt Berkshire Hathaway fast 106 Millionen Alphabet-Aktien im Wert von etwa 37,8 Milliarden Dollar – die drittgrößte Position nach Apple und American Express. Abel bezeichnete Alphabet als „bedeutenden Akteur“ im KI-Bereich und sagte: „Wir alle sehen und spüren die Auswirkungen“ von KI. Die Verbindung zwischen Technologieinvestment und Energiegeschäft ist ungewöhnlich, weil Berkshire traditionell für Investitionen in stabile, kapitalintensive Branchen wie Versicherungen, Eisenbahnen und Versorger bekannt ist; ein großes Engagement in einem schnell wachsenden Technologiekonzern wie Alphabet weicht von diesem Muster ab. Die Konsequenz ist eine doppelte Exposition gegenüber dem KI-Trend: Berkshire profitiert sowohl von der Wertsteigerung der Alphabet-Aktie als auch von den Stromerlösen der Energietochter, die die Rechenzentren versorgt. Während Alphabet und andere Konzerne Milliarden in Rechenzentren stecken, kann Berkshire sowohl über die Aktienbeteiligung als auch über die Stromversorgung der Rechenzentren profitieren. Ein formales Dokument oder Presse-Release zu diesem „Playbook“ liegt nicht vor; die Aussagen stammen aus dem CNBC-Interview.



